Sat.1 im siebten Quotenhimmel

„Just like Heaven“ heißt der Sat.1-Film „Solange du da bist“ im Original, und die Premiere der romantischen Komödie mit Reese Witherspoon und Mark Ruffalo am Montag sorgte für dementsprechend himmlische Quoten: 2,9 Mio. Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren entschieden sich ab 20.15 Uhr für Sat.1, die Quote von 22,2 Prozent ist doppelt so hoch wie der übliche Marktanteil auf diesem Sendeplatz. Noch besser war nur "Rach, der Restauranttester" mit 3,03 Mio. Zuschauern.

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Dagegen hatte Günther Jauch keine Chance: 2,23 Mio. sahen „Wer wird Millionär?“ bei RTL, der MA blieb im Vergleich zu den Vorwochen aber relativ stabil bei 17,2 Prozent. Erst „Rach, der Restauranttester“ hatte danach wieder was gegen Sat.1 zu melden: 3,03 Mio. Zuschauer aus der Zielgruppe, tolle 23 Prozent MA – so schmeckt RTL der Montag. Natürlich reichte das wieder für die meistgesehene Sendung im jungen Publikum. Und wie üblich kriegt auch „Extra“ mit Birgit Schrowange die Kurve und hält 1,85 Mio. Zuschauer (23,2 Prozent MA). Bei Sat.1 waren „Toto & Harry“ zur selben Zeit immerhin noch mit 1,48 Mio. auf Streife, das reichte für 15 Prozent MA. Der Vorabend mit „Anna und die Liebe“ und dem „Sat.1-Magazin“ sieht aber weiter mau aus und schafft bloß einstellige Marktanteile, Besserung ist bisher nicht in Sicht.

Trotz des Sat.1-Filmerfolgs bleibt RTL am Montag klar Marktführer mit einem Tagesmarktanteil von 17 Prozent. Aber 14,8 Prozent bei Sat.1 zeigen, wo der Sender stehen könnte, wenn nur die Primetime kontinuierlich gut funktionieren würde. Pro Sieben ist mit 11,5 Prozent jedenfalls weit zurück, dabei hat sich offenbar ein relativ stabiler Fan-Kreis für die Serien „Moonlight“ und „Eureka“ gefunden – einziges Manko: der Fan-Kreis ist ein bisschen zu klein. 1,34 Mio. Zuschauer sahen die erste „Moonlight“-Folge um 20.15 Uhr (10,3 Prozent MA), Folge zwei holte danach 1,43 Mio. und 10,9 Prozent. Um viertel nach zehn interessierten sich dann 1,02 Mio. Werberelevante für „Eureka“ mit 11,8 Prozent.

Nicht mehr ganz so gut wie in der Vorwoche lief es bei den Vox-Krimiserien, die aber immer noch deutliche Erfolge sind. „CSI: NY“ muss sich diesmal mit 14,6 Prozent zufrieden geben (1,90 Mio. junge Zuschauer), aber das reicht locker für Platz 5 in den Top 20 der meistgesehenen Sendungen. „Criminal Intent“ schafft 10,9 Prozent (1,44 Mio.). Für RTL 2 hingegen scheint die Glückssträhne am Montag vorbei zu sein: Nach tollen 10,7 Prozent MA in der Vorwoche, verlieren die „Kochprofis“ diesmal drei Prozentpunkte und landen bei 7,7 Prozent MA, über die RTL 2 sich freilich auch noch freuen kann. Vor allem, wenn man sich in München die 5,8 Prozent anschaut, die das „Aschenputtel-Experiment“ danach holte (nur noch 610.000 Zuschauer). Nix Spektakuläres bei Kabel eins: 0,88 Mio. Zuschauer und 6,8 Prozent MA für die Wiederholung des Mel-Brooks-Klamauks „Spaceballs“, der Sci-fi-Thriller „X-Change“  holte im Anschluss aber bloß noch 4,4 Prozent.

Der Doku-Montag im Ersten interessiert weiterhin kaum junge Zuschauer: Um viertel nach acht wollten 0,43 Mio. im Alter zwischen 14 und 49 Jahren „Das Havelland – Naturoase im Herzen Brandenburgs“ sehen, auch im Gesamtpublikum war der Erfolg mit 3,13 Mio. Zuschauern ab 3 Jahren verhalten. Das ZDF interessierte 5,04 Mio. Zuschauer für „Das Geheimnis im Wald“ – aber das reichte nicht, um den Sieg von „Wer wird Millionär“ beim Gesamtpublikum anzufechten: 6,5 Mio. Zuschauer. Da muss sich auch Christian Rach hinten anstellen, den insgesamt 5,94 Mio. sehen wollten.

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