„Slate“: Ein Online-Magazin auf Erfolgskurs

Gestern hab ich geschrieben, daß ich die „Zeitschrift der Zukunft“  eher in Digitalform als auf Papier sehe. Heute berichtet die „New York Times“, daß „Slate“, die Mutter aller Online-Magazine, einen Finanzableger mit Namen „The Big Money“ startet.  Slate wurde 1996 von Microsoft als Teil von MSN ins Leben gerufen und fiel mit so netten Artikeln […]

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Gestern hab ich geschrieben, daß ich die Zeitschrift der Zukunft“  eher in Digitalform als auf Papier sehe. Heute berichtet die „New York Times“, daß „Slate“, die Mutter aller Online-Magazine, einen Finanzableger mit Namen „The Big Money“ startet. 
Slate wurde 1996 von Microsoft als Teil von MSN ins Leben gerufen und fiel mit so netten Artikeln wie „Is Microsoft Evil?“ (überraschende Antwort: „nein“) auf. Das „Manager Magazin“ meinte damals, Slate passe zum Bill Gates-Imperium „wie ein schräger Vogel“. 2004 wurde „the daily magazine of the web“ schließlich zur Erleichterung aller Beteiligten an die Washington Post verkauft. „Slate“ hat sich seitdem respektabel entwickelt und gezeigt, daß anspruchsvoller Online-Journalismus – noch dazu ohne Printbegleitung – durchaus funktionieren kann. 
Im letzten Jahr hat Slate ein tägliches Video-Magazin mit dem Namen „Slate V“ gegründet – und jetzt kommt also ein Finanzableger, der neben Hintergrundberichten vor allem auch Tools für Anleger bieten soll. Auch wenn das Timing dafür schlechter nicht sein könnte (der Down Jones verlor gerade mehr als 500 Punkte, Lehman Brothers ist pleite, Merrill Lynch notverkauft), zeigt es doch, daß Online-Magazine in den USA auf dem Vormarsch sind. Neue Printtitel dagegen: Fehlanzeige.

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