Retourkutsche aus dem „Spiegel“: Kritik an Aust

Nach dem MEEDIA-Vergleich zu den Einzelverkaufs-Auflagen des „Spiegels“ unter der neuen Chefredaktion gegenüber Stefan Aust bekam ich viele Anrufe und Mails von Insidern. Tenor: Die Neuen schlagen sich doch ganz beachtlich, und Aust habe auch nur mit Wasser gekocht.  Zahlen lügen nicht, und deshalb bestreitet auch niemand, dass es mit der Einzelverkaufs-Auflage bergab geht. Beim […]

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Nach dem MEEDIA-Vergleich zu den Einzelverkaufs-Auflagen des „Spiegels“ unter der neuen Chefredaktion gegenüber Stefan Aust bekam ich viele Anrufe und Mails von Insidern. Tenor: Die Neuen schlagen sich doch ganz beachtlich, und Aust habe auch nur mit Wasser gekocht. 
Zahlen lügen nicht, und deshalb bestreitet auch niemand, dass es mit der Einzelverkaufs-Auflage bergab geht. Beim Blick in den Rück-„Spiegel“ allerdings wird unter der Hand unverhohlen Kritik an Aust laut. Auch der habe herausragende Verkäufe nur mit DVD-Beiklebern erreicht. Auch er habe schwache Hefte produziert. Überhaupt habe seine Schaffenskraft im letzten Jahr seiner Amtszeit zuletzt gelitten. War Aust also kein Auflagen-Garant, wie es ihm immer wieder bescheinigt wurde? 
Betrachten wir den Trend im Vergleich: Von den Heften 1 bis 32/2008 weisen 25 Ausgaben gemessen am Vorjahr ein Minus aus, 7 ein Plus. Das Jahr 2007 unter Aust sieht für den gleichen Zeitraum 17 Minus-Hefte und 15 Hefte mit Plus gegenüber dem Vorjahr. Vorteil Stefan Aust, sollte man meinen. Beim „Spiegel“ hat man eine andere Theorie: Das hänge mit der Fußball-EM zusammen, bei der die Verkäufe der Print-Magazine wie auch schon bei der WM 2006 in den Keller gehen und die Bilanz verhageln. Zwischen 10,6 und 27 % verloren drei „Spiegel“-Hefte während der EM, bei Austs WM 2006-Bilanz lag das Minus zwischen 15 und 25 %.  
Aus Verlagskreisen verlautet zudem, dass das aktuelle Quartal erfreulich läuft. Der „Spiegel“, so heißt es, werde für die Sommermonate wohl bei einer Vier vor dem Komma landen und gegenüber dem „stern“ im Einzelverkauf deutlich Boden gut machen. Warten wir es ab.

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