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RTL rast davon, Pro Sieben überholt

Während Felipe Massa seinem Konkurrenten Lewis Hamilton beim „Großen Preis von Belgien“ nachträglich den Sieg wegschnappte, kann sich RTL über 2,42 Mio. 14- bis 49-Jährige freuen, die das Formel-1-Rennen am Sonntag sahen. Das reichte am Nachmittag für 36,1 Prozent Marktanteil. Abends allerdings ging RTL dann mit dem Blockbuster „The Fast and the Furious: Tokyo Drift“(16,2 Prozent) die Puste aus: Pro Sieben zog mit der Will Smith-Komödie „Hitch – Der Date-Doktor“ mühelos vorbei.

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Will Smith holte für Pro Sieben auch den Tagessieg mit 2,84 Mio. Zuschauern und einem sehr guten Marktanteil (21,1 Prozent). Am späten Abend ging’s für den Sender ähnlich gut weiter: „Bad Boys II“ holte ab 22.35 Uhr 26,4 Prozent MA. Mit einem soliden Tagesprogramm (unter anderem der starken Wiederholung von „Men in Black II“ mit 21,7 Prozent) reichte es insgesamt für einen Tagesmarktanteil von 16,1 Prozent – vor RTL mit 15,6 Prozent.

Erfreulich lief es am Sonntag aber auch für Sat.1: Mit einer neuen Folge „Navy CIS“ stach der Sender um 20.15 Uhr sogar RTL aus und schaffte 18,3 Prozent Marktanteil. 2,52 Mio. Zuschauer hatten sich für die Serie entschieden. „Criminal Minds“ behauptete sich im Anschluss mit 2,06 Mio. (14,5 Prozent MA) nicht mehr ganz so mühelos, allerdings dürfte Sat.1 das angesichts der Werte, die deutlich über Senderschnitt liegen, nicht weiter stören. Am Vorabend konnte sich „Gräfin gesucht“ einigermaßen halten – selbst wenn es im Vergleich zur Vorwoche beim Marktanteil wieder um einen knappen Prozentpunkt nach unten ging (1,34 Mio., 13,4 Prozent MA). Zur gleichen Zeit starteten bei RTL die neuen Folgen der Dokusoap „Vermisst“: Moderatorin Julia Leischik schaffte mit ihrer Vermissten-Suche auf Anhieb 20,6 Prozent MA in der Zielgruppe (2,01 Mio.).

Vermisst wurde am Sonntag auch: der (ehemalige) SPD-Parteivorsitzende Kurt Beck. Nach dem Durcheinander in Werder an der Havel, wo die SPD ihre Klausurtagung abhielt, um den Kanzlerkandidaten zu bestimmen, holte das Erste nach etwas holpriger Berichterstattung am Nachmittag mit einem soliden „Brennpunkt“ nach der „Tagesschau“ 11,8 Prozent beim jungen Publikum (1,44 Mio.). Der „Polizeiruf“ im Anschluss kam auf 12,2 Prozent.

Bei den kleineren Sendern schaffte Vox mit Tatjana Gsell im „Perfekten Promi Dinner“ sehr gute 11,1 Prozent (1,84 Mio. werberelevante Zuschauer), wovon im Anschluss auch „Prominent!“ profitieren konnte (10,4 Prozent), das Vox-Wiederholungsmagazin für gut abgehangene RTL-Promibeiträge. RTL 2 blieb mit dem öden Actionreißer „Wenn der Mond auf die Sonne stürzt“ bei 5,9 Prozent (0,82 Mio.) hängen. Und Kabel eins soff mit 4,7 Prozent (0,66 Mio.) für die Auswanderer-Doku „Mein neues Leben“ gleich ganz ab.

Beim Gesamtpublikum hatte das Erste mit „Brennpunkt“ und „Polizeiruf“ die Nase vorn (6,35 Mio. und 6,83 Mio.), das ZDF erreichte mit „Inga Lindström“ am Abend 4,94 Millionen Zuschauer ab 3 Jahren. Und auch „Anne Will“, die sich kurzfristig auf die Überraschungen aus der SPD eingestellt hatte und mit Hubertus Heil, Roland Pofalla, Guido Westerwelle und Jürgen Trittin das Chaos bei den Sozialdemokraten diskutierte, erreichte im Ersten um kurz vor zehn noch 3,8 Mio. Zuseher.

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