US-Zeitschriftenmarkt muss Federn lassen

Der Markt für Zeitungen und Magazine in den USA befindet sich in der schwersten Krise seit Jahrzehnten. Vor allem der Rückgang im Anzeigengeschäft sorgt für zweistellige Verluste. Nun zeigen aktuelle Zahlen für das erste Halbjahr 2008: Der negative Trend setzt sich auch beim Zeitschriftenhandel fort. Der Einzelverkauf von Magazinen ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,3 Prozent zurück. Dabei blieb der Verkauf insgesamt stabil. Am schlechten Gesamtergebnis ändert das allerdings nichts.

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Das Audit Bureau of Circulations (ABC) hat die Daten von 467 Zeitschriften ausgewertet. Insgesamt wurden demnach 44,1 Millionen Hefte im Einzelhandel verkauft, 6 Millionen weniger als im Jahr zuvor. Die „Vogue“ verlor 14,8 Prozent, „Newsweek“ sogar 17,3, der „Playboy“ 23,5. Unter den größten zehn Zeitschriften konnten nur „People“ und „In Style“ mit 5,2 und 4 Prozent zulegen.

Der Gesamtverkauf hielt sich mit 349,9 Millionen Exemplaren ungefähr auf Vorjahresniveau, da die Abonnementszahlen leicht gewachsen sind. Trotzdem sanken die Gewinne. Denn in Erwartung eines weiter zurückgehenden Einzelverkaufs haben viele Herausgeber Billig-Abonnements angeboten.

Für Medienbeobachter kommt der Rückgang keineswegs überraschend. Laut „Media Life“ gab es seit Wochen deutliche Hinweise auf einen Einzelverkaufsrückgang. Hauptursache seien die schlechte wirtschaftliche Lage in den Vereinigten Staaten. Die Konsumenten leiden vor allem unter den gestiegenen Lebensmittel- und Energiekosten. Der Verzicht trifft naturgemäß zuerst Luxusgüter und Unterhaltungsprodukte.

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