Amazon bringt Kindle nach Deutschland

Laut der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" will der Online-Händler Amazon sein elektronisches Buch Kindle zur Frankfurter Buchmesse im Herbst nach Deutschland bringen. Der Kindle ist so etwas wie ein iPod für Bücher. Seit November ist der Kindle in den USA zu kaufen - für 359 Dollar. Ein Buch in elektronischer Form kann drahtlos für 9,99 Dollar auf den Kindle geladen werden. In den USA verkauft Amazon für den Kindle auch Magazine und Zeitungen. Angeblich hat Amazon bisher 240.000 Geräte verkauft.

Anzeige

Die „FAS“ beruft sich auf Kreise aus der Buchbranche, dass Amazon bei der Frankfurter Buchmesse im Oktober einen großen Auftritt plant. Bei Amazon Deutschland hält man sich bedeckt: „Wir wissen, dass viele Kunden auch außerhalb Amerikas daran interessiert sind, den Kindle zu kaufen, und dementsprechend wollen wir den Reader auch in anderen Ländern zur Verfügung stellen“, sagt Deutschland-Chef Ralf Kleber in der „FAS“.

Der Kindle war ein Überraschungserfolg in den USA. Analysten hatten dem Geschäft mit elektronischen Büchern keinen großen Markt zugetraut. Im 1. Quartal 2008 kletterte in den USA der Umsatz mit elektronischen Büchern um 23 Prozent – dank Kindle. Amazon teilt mit, dass von den Buch-Titeln, die sowohl klassisch als auch als E-Book verfügbar sind, mittlerweile 12 Prozent der Verkäufe als E-Book getätigt werden. Ein beachtlicher Erfolg.

Das Kindle-Gerät ist zwar recht hässlich, offenbar aber gut zu bedienen. Der Bildschirm kommt zudem ohne Hintergrundbeleuchtung aus. Die Texte werden mit einem so genannten E-Ink-Verfahren, das eine extrem gute Auflösung bietet und lesefreundlich fürs Auge ist, auf den Bildschirm gebracht. So lässt sich der Kindle auch bei direkter Sonneneinstrahlung sehr gut lesen, genau wie ein echtes Buch. In den USA lassen sich auch Magazine und sogar die „FAZ“ über den Kindle lesen. Unter deutschen Buchverlagen sorgt die mögliche Ankunft des Kindle auf dem hiesigen Markt schon einmal für gehörige Aufregung. Grund: Für E-Books gilt keine Buchpreisbindung.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige