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Cuil – größer und schlauer als Google?

Die neue Suchmaschine Cuil – das ist aus dem Gälischen und wird „Cool“ ausgesprochen - hält nicht hinter dem Berg, was ihr besonderes Merkmal ist: Mit rund 121 Milliarden erfassten Webseiten behaupten die Gründer, dreimal mehr Seiten zu durchforsten als Weltmarktführer Google. Wegen der großen Anzahl der erfassten Seiten verspricht Cuil, die momentan beste Suche im Netz zu bieten. Ein erster Check zeigt allerdings: Die Ergebnisse in Deutschland sind noch ernüchternd.

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Der Clou an Cuil ist die schiere Masse an Informationen, die durchkämmt werden. Dreimal so viel wie Google und zehnmal so viel wie die Microsoft-Suchmaschine. Um dies schnell zu bewerkstelligen, behauptet das Unternehmen eine neue Möglichkeit gefunden zu haben, die die Suchzeit auf ein Minimum reduziert. Dadurch will Cuil auch künftig dem exponentiellen Wachstum des Netzes gerecht werden. Darüber hinaus helfen neue Suchmethoden die Analyse zu verbessern: Die Seite setzt Suchwörter in Beziehung und versteht die inhaltlichen Zusammenhänge.

Zu deutschen Anfragen werden häufig noch keine Ergebnisse geliefert, oder aber nicht besonders relevante. Im amerikanischen Raum sind die Reaktionen der Nutzern sehr gemischt. Einige beklagen ähnliche Mängel, wie in Deutschland, andere sind begeistert von den umfassenden Ergebnissen und der Intelligenz der Seite.

Die Suchergebnisse werden wahlweise in zwei oder drei Spalten mit Text und Bild präsentiert. Diese so genannten „organized results“ sind übersichtlich und gut lesbar. Zudem wird ein Kasten mit in Verbindung stehenden Themen eingeblendet, die auf weitere Suchanfragen verweisen. Standardmäßig sucht Cuil im Modus: „Save Search“. Ist dieser aktiviert werden jugendgefährdende Inhalte aus den Ergebnissen gefiltert.

Einen zentralen Unterschied zu seinem großen Rivalen Goolge sieht Cuil im Datenschutz. Das Motto der Betreiber lautet: „Wir wollten das Web analysieren, nicht die Nutzer.“ Anders als Google werden daher keine Nutzerdaten gespeichert, ausgenommen von Cookies. Deren Inhalte werden allerdings nicht an Cuil übertragen.

Das Unternehmen wurde von Tom Costello, einem ehemaligen IBM-Manager, und seiner Frau Anna Patterson gegründet. Dritter im Bunde ist Russell Power. Er und Paterson waren ursprünglich bei Google tätig, beide in leitender Position. Cuil konnte bisher die Investoren Madrone Capital, Greylock und Tugboat Ventures für sich gewinnen. Das Unernehmen wird mit 33 Millionen US-Dollar unterstützen.

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