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Verbraucher-Stimmung auf 5-Jahres-Tief

Die Bundesbürger sind stark verunsichert und schnallen ihren Gürtel enger: Ständig steigende Energiepreise, die Angst vor einer Rezession sowie die anhaltende Krise am Finanzmarkt sorgen dafür, dass sie ihr Geld beisammen halten. Das ist das Ergebnis der Studie „GfK-Konsumklima MAXX“ für den Monat Juli. Die Prognose für das Konsumklima im August erreicht nur 2,1 Punkte – das ist der niedrigste Wert seit 2003. Im Juli lag er noch bei 3,6 Punkten. Entspannung ist noch nicht in Sicht.

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Die deutschen Verbraucher fürchten um ihre Kaufkraft. Vor allem die hohen Preise für Energie – Benzin, Gas und Öl – belasten die Haushaltskassen stärker als zuvor. Dadurch fehlt Geld an anderer Stelle, und das dämpft die Kauflust. Größere Anschaffungen sind damit erst mal vom Tisch – oder wenigstens verschoben. Sparen ist wieder in.

Dass sich die Lage bald entspannt, ist kaum zu erwarten – im Gegenteil: Viele Bundesbürger erwarten, dass sich die Konjunktur in Deutschland weiter verschlechtern wird. Medienberichte über die anhaltende Finanzkrise in den USA unterfüttern diese Befürchtungen.

Der Indikator zur Einkommenserwartung verliert im Juli 12,8 Punkte und weist nun
-20 Punkte auf. So einen niedrigen Wert gab es zuletzt im August 2004, vor knapp vier Jahren. Die Inflationsrate, so heißt es in der Studie weiter, scheint vorerst bei der Drei-Prozent-Marke zu verharren. Zwar hatte es in einigen Branchen gute Tarifabschlüsse gegeben, dennoch bleiben die Verbraucher skeptisch, da die Preissteigerungen die Einkommenszuwächse überlagern. Auch die insgesamt positiven Entwicklungen des Arbeitsmarktes treten momentan in den Hintergrund.

Die vor kurzem von der GfK durchgeführte Studie „Challenges of Europe“ untermauert die große Sorge der Deutschen um ihren Kaufkraftverlust: Danach habe sich der Anteil der Bundesbürger, die weitere Preiserhöhungen befürchten, in nur einem Jahr mehr als verdoppelt.

Basis der monatlich erhobenen GfK-Konsumklimastudie, die seit 1980 im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt wird, sind 2.000 Verbraucherinterviews.

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