US-Werbemarkt: Internet überholt TV

Onlinewerbung wächst – und soll in diesem Jahr in den USA erstmals die Ausgaben für Fernseh- oder Radiowerbung übertreffen. Das ergab eine Studie der US-Beratungsfirma Outsell. Demnach planen amerikanische Unternehmen, rund 105,3 Milliarden Dollar für Online-Werbemaßnahmen auszugeben – Investitionen in die eigene Website mit eingerechnet. Das macht 26 Prozent ihres Marketingbudgets aus. Die Ausgaben für TV-, Radio- und Kinowerbung hingegen liegen bei 24 Prozent.

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Nach dieser Erhebung erwartet Outsell, dass die Ausgaben für Online-Werbung im Jahr 2008 um 12,3 Prozent wachsen werden. Ein hoher Wert, der sich jedoch relativiert, wenn man genauer hinschaut: Der Löwenanteil hiervon, mehr als 60 Prozent oder 65,1 Milliarden Dollar, wandert in unternehmenseigene Websites und nicht etwa in Bannerwerbung oder sonstige Marketingmaßnahmen. Das ist keine wirklich gute Nachricht für Werbeagenturen.

Eine Folge dieser Entwicklung sei, dass Verleger anfangen, ihre eigenen Marketingdienste anzubieten, um einen Teil des Verlustes wieder wettzumachen, schreiben die Autoren der Studie.

Das meiste Geld der werbetreibenden Firmen landet noch immer in den Printmedien: 147 Milliarden Dollar investieren die Unternehmen noch in diesen Kanal, 12 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Hoffnung für die Zeitungen gebe es dennoch nicht: Von den 35,5 Prozent der Ausgaben für Print-Werbung landet nur ein Drittel bei den Tagenszeitungen – vier Prozent weniger als im Vorjahr.

Insgesamt sollen die Werbeausgaben in den USA um 3,9 Prozent auf 412,4 Milliarden steigen. Für die Erhebung wurden 1088 US-Unternehmen befragt.

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