Kirch erlaubt bis zu 18 Livespiele im Free-TV

Alle drei Jahre daselbe Spiel: Mit jedem neuen Bundesliga-TV-Vertrag müssen die Fans ihre Sehgewohnheiten umstellen. Das gilt auch für die Saison 2009/10. Wichtigste Neuerung: Sonntags werden nun drei statt zwei Partien angepfiffen. Dazu gibt es alle vier Wochen – immer samstags – ein „Spiel des Monats“. Der heute in Frankfurt vorgestellte Plan ist die erste gemeinsame Ausschreibung der Deutschen Fußballliga (DFL) mit ihrem neuen alten Partner Leo Kirch und seiner Sirius Sport Media GmbH.

Anzeige

Grundsätzlich können die TV-Sender nun für zwei verschiedene Basis-Modelle bieten. Das erste beinhaltet eine Zusammenfassung der Höhepunkte am Samstag, also eine Art „Sportschau“. Das zweite Modell besteht aus Highlight-Sendungen am Sonntag, morgens und um 18.45 Uhr, sowie einem 14-täglichen Livespiel. Eine zeitnahe Zusammenfassung am Sonnabend ist darin nicht mehr vorgesehen. Beide Szenarien bedeuten, dass am Freitag eine Partie ausgetragen wird, samstags fünf und sonntags drei Spiele stattfinden. An den Wochenenden mit einem „Spiel des Monats“ entfällt allerdings das Freitags-Match.

Besonders hart treffen die beiden Entwürfe die Anhänger der Zweiten Liga. Sonntags beginnt das Unterhaus nun schon um 12.30 Uhr, anstatt um 14.00 Uhr. Zudem sind ein Match am Samstag um 13.00 Uhr sowie acht Spiele pro Saison für Freitag 20.30 Uhr geplant.

Zweiter Verlierer dieser neuen Struktur ist der Pay-TV-Sender Premiere. Die Ausschreibung stärkt das Free-TV. „Im Sinne von Fans, Clubs und Sponsoren war es uns ein Anliegen, eine attraktive Präsenz der Bundesliga im frei empfangbaren Fernsehen zu ermöglichen“, sagte Liga-Präsident Dr. Reinhard Rauball bei der Vorstellung. Premiere hingegen ist stets an einer großen Exklusivität gelegen.

Möglicher Knackpunkt in der Kooperation zwischen DFL und Kirch ist eine noch laufende Kartellamts-Untersuchung. Erst wenn die Markt-Hüter grünes Licht geben, kann das Bieter-Verfahren tatsächlich beginnen.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige