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Yahoo weist Icahns Forderungen zurück

Die Yahoo-Führung hat Forderung des Großinvestors Carl Icahn, das Board auszutauschen und das Microsoft-Angebot doch noch anzunehmen, scharf zurückgewiesen. Es sei nicht im Interesse der Aktionäre, Icahns "handverlesenen Kandidaten", die Führung über Yahoo zu überlassen, schrieb Verwaltungsratschef Roy Bostock. Icahns Kurs wird mittlerweile von einem weiteren Großaktionär befürwortet. Der Hedge-Fonds Paulson & Co hat angekündigt, Icahns Kandidaten für das Yahoo Board zu stützen.

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Paulson hält rund 3,4 Prozent der Yahoo-Anteile. Auch Eric Jackson von Ironfire Capital hat verkündet, Icahn zu unterstützen. Icahn hat am Mittwoch seine Anteile an Yahoo auf 50 Millionen Aktien (entspricht etwa 3,5 Prozent) erhöht. Tags darauf schrieb er einen offenen Brief an die Yahoo-Führung, in der er ankündigte, das aktuelle Board durch eigene Leute ersetzen zu wollen. Icahns Truppe soll dann den Zusammenschluss mit Microsoft doch noch durchziehen. Der Software-Gigant Microsoft wollte Yahoo für 47,5 Mrd. US-Dollar übernehmen, zog das Angebot aber zurück, nachdem Yahoo-Chef Jerry Yang die Offerte als zu niedrig abgelehnt hatte.
In Icahns Brief hieß es wörtlich: „Es ist klar, dass die Yahoo-Führung irrational gehandelt hat und den Gauben an seine Aktionäre und an Microsoft verloren hat. Es ist ziemlich offensichtlich, dass Microsofts Angebot von 33 Dollar pro Aktie eine überlegene Alternative zu Yahoos Aussichten als alleiniger Spieler darstellt. Ich bin erstaunt über die Handlungen der Führung. Es ist unverantwortlich, sich weiter hinter den mehr als über-optimistischen Finanz-Voraussagen des Managements zu verstecken.“
Dann präsentierte Icahn die Namen derer, die er im Vorstand des angeschlagenen Unternehmens installieren will. An erster Stelle er selbst, außerdem Keith Meister, Frank Biondi, Lucian Bebcuk, John Chapple, Adam Dell, Edward Meyer, Brian Posner, Robert Shaye und Mark Cuban, den Besitzer der Dallas Mavericks. Kleine Pointe: Cuban hatte im Zuge der Dotcom-Blase sein Unternehmen Broadcast äußerst gewinnbringend an Yahoo verkauft.

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