Newspond: die nächste Nachrichtenrevolution?

„Junge, ist die schön” findet Paul Glazowski von „Mashable“. „Techcrunch“-Chef Michael Arrington dagegen hält die Seite für „lachhaft”. Newspond.com spaltet die US-Experten. Ähnlich wie Zoomer.de will auch das neue US-Angebot herausfinden, welche Nachrichten die Masse gerade wirklich interessieren. Dabei setzt der Neuling nicht auf ein Voting-System, sondern einen ausgeklügelten Algorithmus. Dieser liefert jetzt schon bessere […]

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„Junge, ist die schön” findet Paul Glazowski von „Mashable“. „Techcrunch“-Chef Michael Arrington dagegen hält die Seite für „lachhaft”. Newspond.com spaltet die US-Experten. Ähnlich wie Zoomer.de will auch das neue US-Angebot herausfinden, welche Nachrichten die Masse gerade wirklich interessieren. Dabei setzt der Neuling nicht auf ein Voting-System, sondern einen ausgeklügelten Algorithmus. Dieser liefert jetzt schon bessere Resultate als die Konkurrenz.

Am gestrigen Dienstag ging das Start-up aus dem kalifornischen Cupertino online. Zum Start konzentriert sich der Nachrichtensucher nur auf Meldungen aus den Bereichen Technik, Games und Wissenschaft. Ähnlich wie bei Digg.com lassen sich die Einträge entweder nach Popularität oder Aktualität bewerten. Anders als die Nummer Eins unter den „Social-News-Portalen” setzt der Neuling nicht auf ein Votingsystem, sondern auf die Technik eines „Memetrackers”, wie sie auch der US-Dienst Techmeme oder der deutsche Blog-Aggregator Rivva einsetzten. Der Tracker erkennt, über welche Themen im Internet gerade besonders intensiv diskutiert wird, welche News gerade immer heißer werden und welche Nachrichten an Relevanz verlieren. Dazu scannt Newspond die wichtigsten Nachrichtenquellen und Portale sowie tausende von Blogs und Foren.
Die steigende oder sinkende Relevanz einer Story wird anhand eines eigenen Index, den „Buoyancy Rating” dargestellt. Über die Frage welche Faktoren den Index bestimmen, hüllen sich die Macher, im Gegensatz zu den transparenten Rivalen Digg und Techmeme, in Schweigen. „Das ist unser größtes Geheimnis und Kapital,” sagt Gründer Ian Reardon. Zusammen mit dem Interface-Designer Chan Karunamuni entwarf und baute der Software-Entwickler Reardon das Portal.
Besonders das Design begeistert Glazowski. Blogger-Kollege Michael Arrington dagegen ist auf den Neuling weniger gut zu sprechen. Den Techcrunch-Chef ärgert die agressive Selbstdarstellung des Start-ups, das sich selbst als „most advanced news site on the planet” und als „the ultimate hub for he latest news” bezeichnet.

In einem sind sich Arrington und Glazowski jedoch einig. Der größte Konkurrent ist Digg.com. Im direkten Vergleich liefert Newspond bereits jetzt schon die relevanteren Ergebnisse. Der Grund dafür ist die Digg-Eigenheit, dass Blogger immer wieder die Voting-Funktion missbrauchen, um ihre eigenen Texte nach oben zu wählen. Dieses Spam-Problem ist gleichzeitig der größte Klick-Segen für Digg. Denn ein Teil der Visits und PIs des Marktführers basieren genau auf diesem Voting-Traffic. Diese Klicks und diese Zielgruppe wird Newspod dem Platzhirschen wohl niemals abwerben können. Trotzdem glaubt Glazowski: „Gebt Newspod ein paar Monate, und mit dem richtigen Mix aus Blogberichterstattung und Graswurzelpublicity wird der Dienst bald mit den Riesen unter den News-Aggregatoren schwimmen.”

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