Kompromiss in Sicht: Dimas zeigt Verständnis

Der Streit um Werbeauflagen für die Automobilindustrie entspannt sich. EU-Umweltkommissar Stavros Dimas zeigt Verständnis für Verlage, die befürchten, dass ihr Anzeigengeschäft unter den verschärften Richtlinien für Autowerbung leidet. "Wir müssen sehr vorsichtig sein mit allem, was die freie Meinungsäußerung einschränken könnte", sagte er im Interview mit der "FTD".

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Hintergrund des Streits sind unter anderem Pläne der EU, Warnhinweise zum Benzinverbrauch und CO2-Ausstoß in der Werbung anzugeben. Entsprechende Richtlinien sollten bis Ende des Jahres formuliert werden. Ähnlich wie bei Zigarettenschachteln sollte der Hinweis ein Fünftel der Werbefläche einnehmen.

Verlage liefen dagegen Sturm. Der zu befürchtende Einbruch der Werbeeinnahmen würde mittelfristig zu einem Stellenabbau in den Redaktionen führen und die Qualität der Printmedien beeinträchtigen, sagen sie. Ein Argument, dem sich Dimas offenbar nicht mehr verschließt. Autohersteller wie Volkswagen hatten gedroht, künftig auf Anzeigen in Print-Titeln zu verzichten.

Die neue Richtlinie sieht nun vor, die Energieeffizienz von Kraftfahrzeugen anhand einer Farbskala abzubilden, ähnlich wie bei den Haushaltsgeräten. Am Donnerstag sollen sich laut „FTD“ sowohl Verleger als auch Auto-Lobbyisten in Brüssel dazu äußern.

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