Glassdoor.com – der Alptraum der Bosse

Über Geld spricht man nicht. An diesem Grundsatz wird festgehalten, gerade wenn es um Gehälter geht. Schade eigentlich, denn nur wer weiß, wie viel er bekommen könnte, geht mit den richtigen Vorstellungen ins Verhandlungsgespräch. Das Start-up Glassdoor.com öffnet die Tür zum Verhandlungszimmer: Hier werden Arbeitgeber verglichen und Gehälter offengelegt. Wer rein will, muss allerdings auch etwas von sich preisgeben – anonym, versteht sich. Chefs dürfte der neue Dienst nicht gefallen.

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Bewertungs- und Preisvergleichsportale sind ein netter Trend im Internet, jede Branche scheint ihr eigenes Portal zu haben – ob es nun um Reisen geht oder um Ärzte. Das Arbeitgeber-Bewertungsportal Glassdoor.com aus dem kalifornischen Sausalito hebt die ganze Bewertungs-Manie auf ein neues Level; hier geht es nicht mehr um Produkte, hier geht es um die User selbst: Welchen Marktwert haben sie?  Glassdoor setzt darauf, dass die Neugier der Arbeitnehmer überwiegt – und das leidliche Thema „Gehälter“ einen neuen, transparenten und von Austausch geprägten Dreh bekommt.

Hinter der Site stecken keine Unbekannten: Die Gründer Robert Hohman, Tim Besse und Richard Barton kennen sich aus Expedia-Zeiten; das Reiseportal wurde von Barton gegründet. Von ihm stammt aus das erfolgreiche Immobilienportal Zillow.com. Für Glassdoor.com haben die drei von Benchmark Capital Investments in Höhe von drei Millionen Dollar erhalten.

Die Seite ist für sie User kostenlos; Werbung, Premium-Angebote für die User und die Weitergabe aggregierter, anonymisierter Daten an Human-Resources-Experten sollen Glassdoor zum finanziellen Erfolg verhelfen.

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