Eigenproduktion soll Kosten senken

ProSiebenSat.1 will künftig Unterhaltungs-Formate selbst produzieren. Mit Red Seven Entertainment gründet die Sendergruppe eine eigene Produktionsfirma, die alle Schritte einer Fernsehproduktion unter einem Dach vereint. Geschäftsführer von Red Seven wird Jobst Benthues, zugleich Unterhaltungschef von ProSieben. Allerdings wird bereits spekuliert, dass er diese Funktion bald abgeben könnte und der Sender die Position neu besetzen wird.

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Neben der Fiction-Produktionsfirma Producers at Work gründet ProSiebenSat.1 wie bereits im April angekündigt eine eigene Produktionsfirma, die künftig Unterhaltungsformate für die gesamte pan-europäische Gruppe herstellen wird. Bislang wurden die meisten Entertainment-Formate als Auftragsproduktionen an externe Produktionsfirmen weitergegeben. Mit Red Seven Entertainment können nun alle Schritte einer Produktion inhouse vollzogen werden.

Für ProSiebenSat.1 wird es dadurch künftig leichter, die Formate auf verschiedenen Plattformen zu verwerten, da die Sendergruppe dadurch automatisch im Besitz aller nötigen Rechte ist. Auf diese Weise können Kosten gesenkt werden ­ – ein Schritt der dringend notwendig wurde, nachdem die Sendergruppe hohe Verluste im ersten Quartal verzeichnen musste.

Doch nicht alle sind über die Nachricht erfreut: Externe Produzenten fürchten, ihre lukrativen Aufträge nach und nach zu verlieren. Die Erfahrungen mit Producers at Work zeigen, dass die Sender ihre Formate lieber von der konzerneigenen Tochter produzieren lassen. Die Ankündigung von Vorstandsvorsitzendem Guillaume de Posch, „auch weiterhin Programme von externen Produzenten zu beziehen“, wird bislang kein Glauben geschenkt.

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