Mehr Werbung durch „Open Social“

Es geht immer nur ums Geld: Vor zwei Tagen trat StudiVZ Googles „Open Social“ bei. Ziel der Initiative ist es, die Durchlässigkeit zwischen den einzelnen Social Communitys zu erhöhen. Für die Nutzer der Berliner Plattform verspricht der Beitritt aber keine neuen Freiheiten. "Bei unserem Beitritt zur 'Open Social'-Initiative geht es hauptsächlich um Werbung", sagte CEO Markus Riecke auf dem Hamburger Kongress "Next08".

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„Viele Vermarkter und Werbekunden würden bei uns gerne viel öfters spezielle Werbe-Widgets einsetzten. Doch mit unseren begrenzen Entwickler-Ressourcen können wir bei weiten nicht alle Anfragen bedienen.“ Also kamen Riecke und sein Team auf die clevere Idee, einfach die Google-Initiative zu nutzen. Das ‚Open Social‘-Konzept bietet standardisierte Protokolle und Schnittstellen, mit denen die Agenturen sich ihre interaktiven Werbe-Angebote selbst bauen können.
Das war nicht im Sinne der Erfinder. Eigentlich konzipierte die Suchmaschine den neuen Standard, damit sich die vielen Communitys besser zu einem großen Netzwerk verbinden können – undenkbar für die geschlossene VZ-Plattform.
Die nur schleichende Vermarktung der drei VZ-Angebote – StudiVZ, SchülerVZ und MeinVZ – ist das momentan größte Problem von Marcus Riecke. Laut Business-Plan sollte die Tochter der Verlagsgruppe Holtzbrinck Ende diesen Jahres schwarze Zahlen schreiben. Ein Ziel, von dem sich der Mutterkonzern bereits verabschiedete. Finanzgeschäftsführer Jochen Gutbrod geht mittlerweile davon aus sein, dass sein wichtigstes Internet-Investment frühesten 2009 in die Gewinnzone kommt. Damit das gelingt, appelliert CEO Riecke bereits fast gebetsmühlenartig an die großen Marken. „Es wird Zeit, dass die großen Budgets endlich auch neue Werbeumfelder ausloten. Wir haben genaue Zielgruppen und eine enorme Reichweite.“
Joel Berger, Deutschland-Chef von MySpace, macht Riecke Mut: „Langfristig werden die Dienste erfolgreich monetarisiert, die am meisten Traffic haben.“ Berger hat es allerdings auch leicht, Ratschläge zu erteilen. MySpace Deutschland verkündete gerade einen Umsatz von 800.000 Dollar.

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