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Yahoo-Übernahme schon in zwei Tagen?

Showdown im Silicon Valley: In zwei Tagen endet das Microsoft-Ultimatum an Yahoo. Bis zum Samstag muss das Management des Web-Portals über die Annahme des Übernahme-Angebotes entscheiden. Nach den aktuell vorgelegten Quartalszahlen steigt der Druck auf Yahoo. Ein internes Strategie-Papier der Deutschen Bank rät dem amerikanischen Suchanbieter, das Angebot schnellsten zu akzeptieren.

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CEO Jerry Yang könnte zufrieden sein — eigentlich. Für seine Verhältnisse legte er am gestrigen Mittwoch gute Quartalszahlen vor. Zum ersten Mal seit über zwei Jahren verkündet der Yahoo-Gründer wieder einen Netto-Quartalsgewinn: 542,2 Millionen Dollar verdiente das Unternehmen in den ersten drei Monaten 2008. Der Umsatz der Nummer Zwei im Suchmaschinenmarkt stieg dabei um 14 Prozent auf 1,35 Milliarden Dollar.

Für sich genommen ein gutes Resultat — aber nicht gut genug. Denn der große Konkurrent Google vermeldete für denselben Zeitraum eine Umsatz-Steigerung von 46 Prozent. Die Folge für Yahoo: Die Börse reagiert abwartend. Dabei hatte das Web-Portal auf einen steilen Anstieg seines Papiers gehofft, um bessere Karten gegen das Microsoft-Angebot zu haben. Bis zum Wochenende bietet der weltgrößte Softwarekonzern 44,6 Milliarden Dollar (31 Dollar pro Aktie). Yahoo findet das zu günstig. Microsoft-Chef Steve Balmer kontert: „Wir bieten sehr viel Geld. Wenn es dem Management zu wenig ist, werden wir uns mit den Aktionären direkt unterhalten.“

Wie die sich entscheiden, scheint klar: Sie werden das Angebot annehmen, winkt doch ein Gewinn von zwei Dollar pro Aktie. Das Schlimmste, was nach Meinung eines internen Strategie-Papiers der Deutschen Bank passieren könnte ist, wenn Yahoo unabhängig bleibt. „Seit fünf Jahren hält Yahoo an einer falschen Strategie fest. Ohne einen starken Partner und Investitionen wird kein nachhaltiges Wachstum mehr möglich sein.“

Eine Erkenntnis, der sich auch das Yahoo-Management nicht mehr entziehen kann. CEO Jerry Yang schlägt nach einem Bericht im  Handelsblatt bereits moderatere Töne an: „Wir sind offen für alle Optionen, auch für Microsoft“.

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