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„Spiegel“ plant einestages als Magazin

Manchmal geht es auch anders herum. Wie Meedia bereits gemeldet hat, plant der Spiegel-Verlag ein Zeitschriften-Projekt zu seiner Geschichts-Community einestages.de. Das wurde im Rahmen der Veranstaltung Hamburger Mediendialog bekannt. Laut der Marketing-Fachzeitschrift „Horizont“ könnte das Projekt unter dem Namen "einestages" oder unter dem Namen „Memories“ auf den Markt kommen. Die Rechte an diesem Titel hat sich der Spiegel Verlag bereits im Jahr 2006 schützen lassen.

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„Wir denken übervieles nach“, sagte „Spiegel“-Chefredakteur Mathias Müller von Blumencron vieldeutig auf dem Hamburger Mediendialog. Die Zeitgeschichts-Community einestages.de wurde unter Federführung des heutigen „Spiegel Online“-Chefredakteurs Wolfgang Büchner entwickelt und im Oktober 2007 gestartet. Die Idee: Leser sollen ihre Erlebnisse aus der Vergangenheit in Text, Bild und mit Video- oder Tondokumenten online stellen. Das Ganze wird redaktionell geprüft, gegebenenfalls bearbeitet und dann erst veröffentlicht.

„Spiegel“-intern gilt einestages.de als Erfolgsgeschichte. Von der ursprünglichen Idee, Menschen wie Du und Ich von früher erzählen zu lassen, ist einestages.de aber noch ein gutes Stück weg. Die meisten Geschichten auf dem Zeitgeist-Portal sind professionellen Ursprungs, stammen entweder aus der Feder von „Spiegel“- oder „Spiegel Online“-Autoren oder sind Auszüge aus Büchern und Archiven. Trotzdem ist die Website sehr gut aufgemacht und vorbildlich bei „Spiegel Online“ integriert. Dass für ein Print-Projekt der Name „Memories“ gewählt wird, darf angezweifelt werden. Der Name klingt zu kitschig und außerdem wäre es reichlich doof, die eingeführte Online-Marke einestages nicht zu nutzen. Genügend Inhalte für ein interessantes Heft sind online jedenfalls vorhanden. Ein Print-Magazin könnte auch den Effekt haben, weitere Hobby-Autoren auf das Web-Angebot aufmerksam zu machen.

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