Augsteins Freitag kommt im Herbst

Verleger-Sohn Jakob Augstein will im Herbst eine eigene Wochenzeitung starten. Für das Projekt verhandelt er derzeit noch mit den Gesellschaftern der Wochenzeitung „Freitag“ über einen Kauf. Nach Meedia-Infos will Augstein den Titel in „Der Freitag“ umbenennen und parallel einen neuen Online-Auftritt starten. Dem Vernehmen nach verhandelt er mit Nico Fried, dem Leiter des Berliner Büros der „Süddeutschen Zeitung“ über den Posten als Chefredakteur für Titel.

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Augstein will die Zeitung zu einem intelligenten Wochenblatt umbauen, die in die drei Bücher „Politik“, „Kultur“ und „Gesellschaft“ gegliedert ist. Online sollen unter www.freitag.de aktuelle Geschichten veröffentlicht werden. Derzeit nutzt der Zeitungsverlag Freitag die Seite nur, um Eigen-PR zu machen und ausgewählte Artikel aus der gedruckten Ausgabe online zu stellen.

Der politisch links geprägte „Freitag“ ging aus der DDR-Kulturzeitung „Sonntag“ hervor und hat rund 10.000 Abonnenten. Bis zu seinem Tod wirkte der berühmte Journalist Günter Gaus als Herausgeber bei „Freitag“. Derzeit gehört der Verlag einer Gruppe von Politikern und Journalisten. Die Gesellschafter haben bestätigt, dass sie auf der Suche nach einem neuen Investor sind, die Verhandlungen mit Augstein wurden bisher freilich noch nicht offiziell bestätigt.

Es gab jüngst aber einigen Wirbel um eine offenbar gefälschte Pressemitteilung, in der bereits der Kauf der Wochenzeitung durch Jakob Augstein verkündet wurde. Die Mitteilung war gespickt mit herabsetzenden Aussagen wie „Augstein Junior versucht sich als Herausgeber“. Augsteins Umfeld vermutet, dass die gefälschte Mitteilung von Verlagsmitarbeitern lanciert wurde, die die Verkaufsverhandlungen torpedieren wollten. Tatsache ist, dass Augstein in Berlin seinen eigenen Verlag gegründet hat, die 50 Kanonen Verlagsgesellschaft. In diesem Verlag soll nach dem Willen Augsteins künftig „Der Freitag“ erscheinen. Derzeit führt er Personalgespräche mit potenziellen neuen Redakteuren.

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