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Facebook kämpft um Deutschland

Mit über 70 Millionen aktiven Nutzern ist das Social Network Facebook mittlerweile eine globale Erfolgsgeschichte. Nur in Deutschland wächst die Plattform kaum. Neben aktiven Mitgliedern fehlt es hierzulande vor allem an lokalen Applikationen. Um diesen Zustand zu ändern, trifft sich heute in Hamburg die einheimische Entwickler-Gemeinde zur ersten Deutschen Facebook-Developer-Garage. Mit dabei: Investor Marc Samwer, der mit mehreren Millionen Euro an der US-Plattform beteiligt ist.

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Seine wenigen Eröffnungssätze nutzte der Facebook-Investor Marc Samwer zu einem Aufruf an die deutschen Programmierer: „Entwickelt mehr Applikationen. Deutschland liegt in diesem Bereich ganz weit hinten. Noch hinter England, Frankreich und der Türkei.“ Insgesamt bietet Facebook seinen Usern die Möglichkeit, über 20.000 kleine Tools in ihr Profil einzubinden. „Weltweit arbeiten über 200.000 Programmierer an neuen Angeboten. Einige verdienen damit sogar schon gutes Geld“, sagt Samwer. „Vor allem für Osteuropa könnte das ein hochinteressantes Geschäftsmodell werden.“ Zusammen mit seinen zwei Brüdern Alexander und Oliver und ihrem European Funders Fund investierte Marc Samwer „mehrere Millionen Euro“ in die US-Plattform. Davor finanzierten die drei Brüder unter anderen den deutschen Facebook-Rivalen „StudiVZ“.
    
Zur Motivation der einheimischen Entwickler-Szene lobte Facebook Vizepräsident Matt Cohler einen deutschen Developer-Contest aus. Als Preisgeld für das beste, interessanteste oder lustigste Tool zahlt das Unternehmen 250.000 Euro.   

Seit Ende Februar ist die US-Plattform in einer deutschen Version online – mit mäßigem Erfolg. Laut dem Marktforschungsinstitut Nielsen Online hatte Facebook im ersten Quartal 2008 lediglich 1,2 Millionen Mitglieder. Damit liegt die Plattform weit abgeschlagen hinter den Konkurrenten studiVZ (rund 5 Millionen Mitglieder) oder Xing (ca. 5,2 Millionen Mitglieder).

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