YouMail bringt die personalisierte Mailbox

Mit einem neuen Web-Dienst wird aus der schnöden Mailbox eine intelligente Vorzimmerdame: Wer welche Nachricht zu hören bekommt, bestimmt der Angerufene selbst. So kann der Anrufbeantworter den Chef vertrösten, Freude mit Namen begrüßen und sogar lästige Ex-Freundinnen abwimmeln

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Mit einem neuen Web-Dienst wird aus der schnöden Mailbox eine intelligente Vorzimmerdame: Wer welche Nachricht zu hören bekommt, bestimmt der Angerufene selbst. So kann der Anrufbeantworter den Chef vertrösten, Freude mit Namen begrüßen und sogar lästige Ex-Freundinnen abwimmeln

Als Handys noch relativ neue und teure Objekte waren und nur wenige sich damit schmückten, war es eine feine Sache, wenn sie klingelten: Man war wichtig und zeigte dies auch gern. Doch die Zeiten, in denen man mit einem Telefon am Ohr Eindruck machen konnte, sind längst vorbei. Heute sind Sätze wie „Bin gerade im Meeting, rufe Sie gleich zurück” oder „Ist gerade schlecht, lass uns heute Abend darüber reden, Schatz” einfach nur noch lästig – für alle Beteiligten.

Doch ebenso unbeliebt machen sich Menschen, von denen man zu jeder Zeit nur auf eine Mailbox weitergeleitet und mit einen unpersönlichen Standardsprüchlein abgespeist wird. Man müsste eine Art Filter haben, ein virtuelles Vorzimmer, das mehr drauf hat als „Hinterlassen Sie eine Nachricht nach dem Piepton”, dachten sich letztes Jahr ein paar junge Internet-Spezialisten aus Kalifornien – und gründeten das Startup YouMail. Jetzt ist ihr Dienst in den USA verfügbar: Eine erweiterte, personalisierte Online-Mailbox. Ob und wann diese geniale Idee auch nach Europa kommen wird weiß allerdings leider noch niemand.

In den USA können registrierte Nutzer ab sofort über Youmail sämtliche Anrufe abwickeln lassen – und das derzeit noch völlig kostenlos. Für jede Rufnummer aus dem Telefonverzeichnis oder auch für ganze Gruppen von Nummern können unterschiedliche Sprachnachrichten festgelegt und selbst besprochen werden. Das geht sowohl online als auch mittels einer herunterladbaren Handy-Software.

Besonders praktisch: Nicht jedem Anrufer muss das Recht zugesprochen werden, auch eine Nachricht hinterlassen zu dürfen. Mit der „DitchCall”-Option versehene Nummern werden eiskalt abserviert: Nach der Ansage kommt statt des Pieptons nur ein Tut-tut-tut – aufgelegt. Wer also in Zukunft mit einem „Dieser Teilnehmer ist vorübergehend nicht erreichbar” statt mit Namen begrüßt wird, darf ernsthaft zweifeln, ob der Angerufene überhaupt noch gut auf ihn zu sprechen ist.

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