1. DFB-Skandal: der nette Herr Niersbach und der lange Schatten einer Lichtgestalt

    Moral und Erfolg – ein harmonisches Paar? Im Kontext der WM-Vergabe 2006 scheint dies damals Verantwortlichen im Sektor der Moral nur begrenzt gelungen. Mit Wolfgang Niersbach, 64, ging die erste Schlüsselperson von Bord: mit abenteuerlichen Begründungen für seinen Abschied. Auch für die Lichtgestalt wird es dunkler. Der WM-Skandal: Die ‚Schönheit des Sommermärchens‘ als Tunnel am Ende des Lichts.

  2. Der Franz und seine Freunde: Das Nähe-Distanz-Problem von Journalisten in der Sommermärchen-Affäre

    Sport Bild-Chefredakteur Alfred Draxler hat ein Problem mit seinen Freunden. Nach dem ersten Spiegel-Bericht über die möglicherweise gekaufte Vergabe der Fußball-WM 2006 nach Deutschland, hängte sich Draxler sehr weit aus dem Fenster und verknüpfte seine Reputation als Journalist mit der Behauptung, das “Sommermärchen” sei “nicht gekauft” gewesen. Jetzt rudert er gewaltig zurück. Einige Journalisten haben in Sachen Fußball ganz offensichtlich ein Nähe-Distanz-Problem.

  3. Niersbach tritt als DFB-Präsident zurück – und Twitter platzt vor Häme

    Wolfgang Niersbach hat die Konsequenzen aus der andauernden WM-Affäre gezogen und gestern seinen sofortigen Rücktritt als DFB-Präsident erklärt. Auf Twitter ließen sich Nutzer nach der Steilvorlage nicht zweimal bitten und reagierten vorhersehbar mit Spott und Häme auf 140 Zeichen. Spiegel-Journalisten konnten nach den wochenlangen Scharmützeln um die Titelstory „Das zerstörte Sommermärchen“, die den Fall ins Rollen gebracht hatte, ihre Genugtuung unterdessen kaum verbergen und drehten auf Twitter Ehrenrunden.

  4. Völlig von den Socken: Wolf-Dieter Poschmann moderiert DFB-Spezial barfuß

    Am Montagabend verkündete Wolfgang Niersbach seinen Rücktritt als DFB-Präsident. Das ZDF sendete darauf eilig ein Spezial. So eilig, dass Moderator Wolf-Dieter Poschmann keine Zeit mehr hatte, seine Socken und Schuhe anzuziehen? In einer Kameraeinstellung war deutlich zu sehen: Poschmann stand barfuß im ZDF-Studio.

  5. Nach Niersbach-Rücktritt: DFB geht nicht mehr juristisch gegen den Spiegel vor

    Nach dem Rücktritt von Wolfgang Niersbach tritt der DFB voll auf Bremse. Zumindest in der aktuellen Verteidigungs- und PR-Strategie. Bereits in der ersten Erklärung des neuen starken Mannes an der Spitze des Verbandes, Rainer Koch, kündigte dieser an, nicht weiter juristisch gegen den Spiegel und seine Enthüllungsgeschichte „Das zerstörte Sommermärchen“ vorgehen zu wollen.

  6. Warum Beckenbauer nicht im Visier der Staatsanwälte ist und weitere Fakten zur DFB-Razzia

    Ermittlungsbehörden haben am Dienstag Razzien in der DFB-Zentrale in Frankfurt sowie den Privathaushalten der DFB-Köpfe Wolfgang Niersbach, Theo Zwanziger und Horst Schmidt durchgeführt. Die Staatsanwaltschaft will die amtierenden bzw. ehemaligen Funktionäre im Zusammenhang mit einer 6,7 Millionen Euro-Zahlung an die Fifa wegen Steuerhinterziehung belangen. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

  7. „Der Fall DFB“, Der Spiegel und sein Kronzeuge Theo Zwanziger

    Der aktuelle Spiegel dürfte die am meisten erwartet Ausgabe des Nachrichtenmagazins seit Jahren sein. Gespannt wartete die Öffentlichkeit darauf, was die Redaktion um Chefredakteur Klaus Brinkbäumer in der Sommermärchen-Affäre nachlegen würde. Dabei präsentiert der Spiegel mit dem ehemaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger vor allem einen Kronzeugen für seine Verdachtsmomente von vergangener Woche.

  8. Journalisten und die Sommermärchen-Affäre: Zu viel Nähe tut nicht gut.

    Der Spiegel hält die Medien- und die Fußballbranche mit der Fortsetzung der Sommermärchen-Affäre in Atem. Nicht alle Journalisten geben dabei eine gute Figur ab. Thomas Gottschalk sorgte für gute Laune bei den Medientagen und Judith Rakers darf am Sonntag in der Tagesschau Bein zeigen. Der MEEDIA Wochenrückblick.

  9. Der Spiegel legt nach: Ex-DFB-Präsident Zwanziger bestätigt schwarze Kasse

    Schon lange wartete Medien-Deutschland nicht mehr so gespannt auf den nächsten Spiegel. Die Frage, die alle beschäftigt: Kann das Nachrichtenmagazin in der Debatte um das „zerstörte Sommermärchen“ nachlegen? Offenbar können die Hamburger. In einer ersten Vorabmeldung bestätigt der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger die Existenz der schwarzen Kasse.

  10. Sommermärchen-Affäre: DFB verlangt vier Gegendarstellungen vom Spiegel

    Nach MEEDIA-Infos hat der Medienanwalt Christian Schertz im Auftrag des Deutschen Fußball Bundes (DFB) am gestrigen Donnerstag insgesamt vier Gegendarstellungsbegehren geschickt. Die Gegendarstellungen beziehen sich auf den angeblichen Kauf von Stimmen bei der Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland 2006. Der Spiegel hält die Gegendarstellungsbegehren des DFB für unbegründet und will sie zurückweisen.