1. Programmbeirat rüffelt ARD-Berichterstattung zur Ukraine-Krise als einseitig und mangelhaft

    Über die Medien-Berichterstattung zur Krise in der Ukraine wurde schon viel diskutiert. Immer wieder wird in Kommentarspalten und im Social Web von Nutzern und Zuschauern kritisiert, dass Mainstream-Medien zu einseitig pro westlich berichten und russische Positionen zu negativ darstellen würden. Diese Kritik wird vom Programmbeirat der ARD offenbar uneingeschränkt geteilt. Wie Telepolis berichtet, hat das Gremium die Berichterstattung der ARD zur Ukraine Krise als einseitig, lückenhaft und voreingenommen gerügt.

  2. Spiegel rechtfertigt sich nach massiver Kritik für „Stoppt Putin“-Cover

    Wenn Medien prominent politische Haltung beziehen, ruft das in der Regel Kritiker auf den Plan. „Stoppt Putin jetzt“ titelte diese Woche der Spiegel. Er wurde dafür vor allem in sozialen Netzwerken mit Kommentaren eingedeckt. Die Dimension der Kritik war offenbar so groß, dass der Spiegel reagierte – auf seinem zwischenzeitlich angestaubten SpiegelBlog.

  3. Plumpe Brief-Fälschung: Springer und die Mär von bezahlten Anti-Russland-Bloggern

    Seit dem gestrigen Donnerstag geistert ein Brief durch das Social-Web, der belegen soll, dass die Axel Springer SE 642 Blogger dafür bezahlt, im Netz Anti-Russische-Propaganda zu betreiben. Das Schreiben ist eine plumpe Fälschung, bei der noch nicht einmal die Telefonnummer im Briefkopf richtig ist. Trotzdem wird der Brief mit dem vermeintlichen Eingeständnis noch immer kräftig geteilt.

  4. MH17: Sky-Reporter rechtfertigt Taschenwühl-Aktion

    Die Tücken der Live-Berichterstattung: Colin Brazier, seines Zeichens Reporter bei Sky News, erlangte vergangene Woche weltweite Bekanntheit, nachdem im Web ein Shitstorm losbrach, weil der Journalist sich vor laufender Kamera durch die Habseligkeiten eines Opfers des Absturzes von Flug MH17 gewühlt hatte. Nun äußert er sich erstmals zur Kritik.

  5. Das Web-Erfolgsrezept der Verschwörungstheoretiker vom Kopp-Verlag

    Der Kopp-Verlag mit Sitz im beschaulichen Rottenburg am Neckar hat eine etwas andere Sicht auf die Welt. Der Verlag ist ein Sammelbecken für Verschwörungstheoretiker und ausgemusterte Medienfiguren mit wirren Thesen. Wie die frühere „Tagesschau“-Sprecherin Eva Herman oder der frühere FAZ-Journalist Udo Ulfkotte. Im Juni feierte die Website des Verlags („Nachrichten, die ihnen die Augen öffnen“) ihr IVW-Debüt mit bemerkenswerten 3,13 Mio. Visits. Damit hat Kopp eine größere Online-Reichweite als z.B. Finanzen.de, die Mitteldeutsche Zeitung, Glamour.de oder News.de. Grund genug, sich das Erfolgsrezept der Verschwörungstheoretiker einmal genauer anzuschauen.

  6. Zu gefährlich! ARD und ZDF ziehen Korrespondenten aus Ost-Ukraine ab

    ARD und ZDF haben gemeinsam beschlossen, ihre Korrespondenten aus der ost-ukrainischen Stadt Donezk abzuziehen. Die Sicherheitslage dort habe sich in den vergangenen 24 Stunden enorm verschlechtert. Von anderen Orten aus werden die beiden Sender aber weiter über die Unruhen in der Ukraine berichten.

  7. Bild-Mann Ronzheimer: „Internet hat die Arbeit aller Reporter verändert“

    Er ist der Bild-Mann in der Ukraine und in seinen Reportagen fast so präsent wie die Menschen, über die er berichtet. Spätestens seit seinem umstrittenen Dauer-Einsatz in Sachen „Pleite-Griechen“ gehört Paul Ronzheimer zu den bekanntesten Gesichtern einer neuer Generation von Bild- und Ego-Reportern. Im MEEDIA-Interview erzählt er, wie er arbeitet, wie er die aktuelle Situation in der Ukraine einschätzt und warum es heute noch wichtiger ist, sich durch Personalisierung abzuheben.

  8. Vorwürfe gegen „heute journal“: der Duft nach Verschwörungstheorien

    Die Krise in der Ukraine stellt auch Medien vor große Herausforderungen. Nicht immer ist es einfach, die komplizierten Vorgänge in dem krisengeschüttelten Land für Zuschauer und Leser verständlich und umfassend transparent zu vermitteln. Und dort, wo Aspekte ausgelassen werden, ergibt sich fast automatisch Spielraum für Verschwörungstheorien. So musste sich das ZDF “heute journal” aktuell mit dem Vorwurf auseinandersetzen, als Sprachrohr für die rechte ukrainische Partei Swoboda zu fungieren.

  9. Der Fall Gathmann: Prinzipientreue oder Prinzipienreiterei?

    Der Fall des freien Journalisten Moritz Gathmann und sein beendetes Engagement für Zeit Online hat sich mittlerweile zu einer Mini-Medien-Affäre ausgewachsen. Beteiligte: “Russland-Versteher” Gathmann, die Hüter der deutschen Qualitätspresse, Medienblogger Niggemeier, Twitter und eine Image-Broschüre Russlands. Aus der Sache kann man einiges über die Schwierigkeiten von Medien- und Medienschaffenden mit digitaler Kommunikation lernen.

  10. Wie der Ukraine-Konflikt Verschwörungstheorien anheizt

    Die Entwicklung in der Ukraine und vor allem auf der Halbinsel Krim halten die Welt in Atem. Die Ereignisse rufen allerdings nicht nur seriöse Medien auf den Plan, sondern sind auch ein Fest für einschlägige Verschwörungstheoretiker. Im Internet tummeln sich zahlreiche Anbieter von kruden Thesen, die vor allem über Facebook in den Strom der Mainstream-News einsickern.