1. The Guardian: Corona-Krise beschert Boom an Digitalabos und Leserspenden

    Qualitätsjournalismus wird von den Lesern honoriert – vor allem in Krisenzeiten. Diese erfreuliche Erfahrung hat The Guardian in den vergangenen Monaten gemacht. Die britische Tageszeitung, die zu einem Gutteil von der Spendenbereitschaft ihrer Leser lebt, hat nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie Rekordzuwächse an Zuwendungen und Digitalabos verzeichnet.

  2. Weniger ist mehr: Qualitätsjournalismus zahlt sich im Digital-Bereich aus

    Onlinepublikationen wie „The Guardian“, „The Times of London“ und „Le Monde“ haben die Anzahl der Artikel reduziert und damit überraschend mehr Traffic, eine höheren Verweildauer und mehr Abonnenten generiert.

  3. The Guardian vermeldet erstmalig seit 1998 schwarze Zahlen – und hat nicht mal eine Paywall

    21 Jahre ist es her, dass der britische Guardian schwarze Zahlen geschrieben hat. Nun hat der Medienkonzern, zu dem auch der Observer gehört, einen Gewinn von 800.000 Pfund vermeldet. Noch vor drei Jahren war es ein dickes Minus im zweistelligen Millionenbereich. Bemerkenswert ist der geschäftliche Umschwung auch deshalb, weil das britische Qualitätsmedium auf eine Paywall verzichtet.

  4. Apple-Chef Tim Cook: "Mein Neffe soll nicht auf einem Social Network aktiv sein"

    Der Gegenwind für Facebook & Co. wird immer schärfer. In den Chor der Social Media-Kritiker stimmte am Wochenende auch Tim Cook ein. Der Apple-Chef erklärte auf einer Podiumsdiskussion in Essex, Großbritannien, dass er seinem Neffen nicht erlauben würde, ein Social Network zu benutzen. Cook sprach sich zudem gegen eine ununterbrochene Verwendung von Tech-Produkten aus und erklärte des Weiteren, programmieren sei wichtiger als eine Fremdsprache zu erlernen.

  5. Die Löschkriterien von Facebook: Wann das soziale Netzwerk gegen Inhalte vorgeht (und wann nicht)

    Nach welchen Kriterien löscht Facebook? Das soziale Netzwerk steht in der Kritik, weil eben diese Frage unzureichend geklärt sei. So will beispielsweise Bundesjustizminister Heiko Maas Facebook mit einem Anti-Hatespeech-Gesetz stärker in die Pflicht nehmen. Interne Dokumente, die dem britischen Guardian und der Süddeutschen Zeitung vorliegen, geben nun erstmals Einblick in die Löschpraktiken des Internet-Giganten.

  6. Facebook-Kooperation: Auch der Guardian steigt bei Instant Articles aus

    Die Enttäuschung über das uneingelöste Versprechen der Instant Articles geht weiter: Nach der New York Times, Cosmopolitan, Forbes und Quartz zieht nun auch die britische Traditionszeitung The Guardian bei der Facebook-Kooperation den Stecker. Wie die Marketing-Publikation Digiday berichtet, hat der Guardian sein Experiment mit dem schnellladenden Artikelformat beim weltgrößten sozialen Netzwerk wegen Erfolglosigkeit beendet. Auch bei Apple News fließen künftig keine Artikel mehr vom Guardian ein.

  7. „The New Arrivals“: Spiegel Online startet staatenübergreifendes Flüchtlingsprojekt mit Partnermedien

    Was bedeutet es, Kabul mit Kent oder Mossul mit Madrid zu tauschen? Wie gewöhnt man sich an ein Leben in der Fremde? Das will Spiegel Online im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts „The New Arrivals“ herausfinden – und berichtet dafür mit den europäischen Partnermedien The Guardian, Le Monde und El País über die Situation von Flüchtlingen in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Spanien.

  8. Alle Jahre wieder: Facebook löscht mal wieder einen nackten Klassiker

    Facebook und (halb-)nackte Tatsachen – das war noch nie eine gute Kombination. Nun hat das soziale Netzwerk wieder einen vermeintlich schlüpfrigen Beitrag gelöscht: Eine Italienerin wollte für ihre Facebook-Seite mit einem Bild von der Neptun-Statue auf der Piazza del Nettuno in Bologna werben – und verstieß damit (zunächst) gegen die Richtlinien des Internet-Riesen.

  9. „Project Juno“: Warum sich die britische Presse gegen Facebook und Google verbündet

    Die großen Werbe-Budgets wandern längst aus den gedruckten Zeitungen immer mehr Richtung Fernsehen und vor allem ins Web. Viele Print-Titel verlieren Anzeigenkunden an die großen Internet-Riesen. In Großbritannien schließen sich nun wichtige Zeitungen wie der Guardian und die Sun zu einer Vermarktungsallianz zusammen, um der Konkurrenz – auch und vor allem Google und Facebook – gemeinsam den Kampf anzusagen.

  10. Guardian-Vordenker Alan Rusbridger: Digital-Idol der Journalisten, „Orwellscher Alptraum“ der Controller

    Vom Amt des Chefredakteurs hatte sich Alan Rusbridger schon im vergangenen Herbst nach 20 Jahren als Blattmacher des Guardian zurückgezogen. Jetzt wurde bekannt, das der 62-Jährige nicht wie vorgesehen an die Spitze der Stiftung rücken wird, die die britische Mediengruppe finanziert. Für viele Beobachter gleicht die Zäsur einem Ende mit Schrecken statt einem Schrecken ohne Ende – mit Rusbridger. Der war ein charismatischer Journalist, Blattmacher und digitaler Vordenker, brockte seinem Haus aber auch ein Rekordminus ein.