1. "Mehrzahl der Kommentatoren ist dumm oder stellt sich dumm": Hardy Prothmann über Kritik an falscher Terror-Meldung

    In der Nacht von Samstag auf Sonntag schreckte ein Beitrag des Rheinneckarblogs eine ganze Region auf. Das Portal meldete: “Massiver Terroranschlag in Mannheim – 136 Tote – 237 Verletzte – Chaos in der Stadt – Antiterroreinheiten im Einsatz”. Der Text war eine Erfindung, sorgte in vielen Behörden-Dienststellen und im Social-Web jedoch für einige Aufregung. Im MEEDIA-Interview sagt Rheinneckarblog-Redaktionsleiter Hardy Prothmann, warum er die erfundene Story brachte.

  2. Twitter: Fast 300.000 Accounts mit Terror-Bezug im Halbjahr gelöscht

    Twitter macht nach eigenen Angaben große Fortschritte dabei, Profile zur Terror-Propaganda selbst aufzuspüren und zu stoppen. Von den im ersten Halbjahr dieses Jahres gesperrten knapp 300 000 Accounts seien 95 Prozent von Twitters eigener Software als verdächtig gemeldet worden, erklärte das Unternehmen am Dienstag in seinem frischen Transparenzbericht.

  3. Nach Anschlag von Barcelona: Kritik an Charlie Hebdo-Cover zu Terror und Islam

    Die französische Satirezeitung Charlie Hebdo hat nach dem Anschlag von Barcelona mit einer Titelseite zu Terror und Islam heftige Diskussionen und Kritik ausgelöst. Auf der Zeichnung liegen zwei Menschen in Blutlachen, während im Hintergrund ein Lieferwagen davonfährt. Daneben steht: „Islam, Religion des Friedens … des ewigen Friedens!“. Eine Reihe von Nutzern sozialer Netzwerke reagierte empört und warf dem Blatt unter anderem vor, Stimmung gegen Muslime zu machen.

  4. Anti-Terror-Initiative: Facebook, Microsoft, Twitter und YouTube wollen Gewalt-Bilder und Propaganda schneller löschen

    Im Kampf gegen terroristische Inhalte im Netz gehen die großen Tech-Player nun einen Schritt weiter und gründen gemeinsam eine Anti-Terror-Initiative. Facebook, Microsoft, Twitter und YouTube wollen als „Global Internet Forum to Counter Terrorism“ gemeinsam dafür sorgen, dass Propaganda schneller gefunden und gelöscht wird.

  5. Google kämpft mit künstlicher Intelligenz gegen Terror-Inhalte

    Unter wachsendem Druck aus der Politik wollen Internet-Konzerne verstärkt künstliche Intelligenz im Kampf gegen terroristische Inhalte einsetzen. Nach Facebook kündigte dies am Wochenende auch Google an. Der Internet-Konzern werde dafür mehr Entwickler abstellen und seine modernste Technologie bei selbstlernenden Maschinen nutzen, erklärte Google-Chefjurist Kent Walker am Sonntag.

  6. Twitter sperrte 2016 fast 380.000 Profile wegen Terror-Propaganda

    Twitter hat im vergangenen Jahr rund 377.000 Nutzerkonten wegen der Verbreitung terroristischer Inhalte gesperrt. Dabei seien fast drei Viertel davon von hauseigener Software zur Bekämpfung unerwünschter Spam-Nachrichten entdeckt worden, erklärte der Kurznachrichtendienst in seinem aktuellen Transparenzbericht.

  7. Trotz Terroranschlags in Berlin: ARD hält an „Spuren der Rache“-Ausstrahlung fest

    Nach dem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt hat die ARD den „Tatort: Sturm“ aus Rücksicht auf Opfer und Angehörige verschoben. An der Ausstrahlung des Thrillers „Spuren der Rache“ mit Heiner Lauterbach wolle man allerdings festhalten – weise der Zweiteiler doch „keine inhaltliche Parallelität“ zu dem Terroranschlag auf.

  8. Der Terror und das beredte Schweigen von Politik und Medien: Wo ist der Zorn von Helmut Schmidt?

    Tag zwei nach dem Attentat von Berlin, und man kann fast den Eindruck gewinnen, dass öffentliche Stellen gerne hätten, dass es diesmal besonders schnell gehen soll mit der Rückkehr zur Normalität. Appelle von Politik und Medien zu Gelassenheit und der offensive Glühweinkonsum als „Statement“ tragen dazu bei. Vielleicht ist es aber gerade dieses ewige „Weiter so“, das dem Terror immer wieder Raum gibt auf den Plätzen und in den Köpfen. Die Medien tragen dabei eine Mitverantwortung.

  9. Lkw-Anschlag in Berlin: US-Sender CNN berichtet schneller und umfassender als ARD und ZDF

    Wieder ein dramatischer Vorfall zum Ende eines dramatischen Jahres: Auf dem Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz ist gegen 20 Uhr ein Lkw mit polnischem Kennzeichen in die Menschenmenge gerast – nach Polizeiangaben starben 12 Menschen, 48 Verletzte werden gemeldet. Wie bei den Anschlägen von Paris, Brüssel und Nizza beginnt der Wettlauf um die Nachrichtenberichterstattung: Wer hat als erster Informationen, Quellen und Hintergründe – CNN schaltet am schnellsten, ARD und ZDF reagieren spät.

  10. Terror in Istanbul und Nizza, Amoklauf in München: Presserat rügt BamS und Bild.de

    Sitzungen im Zeichen des Terrors: In den Beratungen des Presserates nahm diesmal die Berichterstattung über den Amoklauf in München und die Terroranschläge von Würzburg, Istanbul und Nizza eine zentrale Rolle ein. Insgesamt sprachen die Medienwächter drei Rügen aus. Zwei gegen Bild.de und eine gegen die Bild am Sonntag.