1. Kritiker im Nebel: die fehlgeleitete Debatte um den Syrien-Text von Seymour Hersh in der WamS

    In der vergangenen Ausgabe veröffentlichte die Welt am Sonntag einen langen Text des Pulitzer-Preisträgers Seymour Hersh zu dem angeblichen Giftgasangriff des syrischen Regimes auf die Stadt Chan Scheichun vom 4. April. Der Text, in dem die offizielle Sichtweise eines Sarin-Giftgasangriffs bezweifelt wird, wurde schnell als krude und zweifelhaft bezeichnet. In einigen Punkten machen es sich die Kritiker an Hersh und der WamS aber zu einfach.

  2. „Pauschal diffamiert“ – der umstrittene Nahost-Experte Michael Lüders wehrt sich gegen Medienvorwürfe

    Der Autor Michael Lüders ist als Nahost-Experte vor allem zum Thema Syrien-Krieg ein gerne gebuchter Talkshowgast. Auch deshalb, weil Lüders die Rolle des Westens im Syrien-Krieg sehr kritisch sieht und damit oft eine Art Gegenposition zur herrschenden Meinung vertritt. In jüngerer Zeit häuften sich negative Berichte über Lüders. U.a. in der Bild wurde er als „Fake News Verbreiter“ bezeichnet. Nun meldet er sich selbst mit einer ausführlichen Stellungnahme zu Wort, die viele Medienberichte über ihn eher schlecht aussehen lassen.

  3. Christian Linder und der Westentaschen-Citizen-Kane vom Mittelrhein

    Viele hatten sich gefragt, warum Christian Lindner eigentlich bei der Rhein-Zeitung gehen musste. Diese Woche kamen wir der Sache näher. Die abberufene Chefredakteurin der TV direkt bekommt zum Abschied ein Editorial als Osterei. Das Smartphone ist nicht erst seit gestern die „Fernbedienung des Lebens“, und Spiegel Online liefert Vorzügliches zu einem schwierigen Thema. Der MEEDIA-Wochenrückblick.

  4. Nach „Hart aber fair“: Wenn die FAZ Bild-Chef Julian Reichelt „Kriegspropaganda vorwirft“ …

    „Hart aber fair“ nahm sich am gestrigen Montag den Giftgas-Angriff in Syrien und den US-Vergeltungsschlag vor. Das Thema der Sendung lautete „Giftgas gegen syrische Kinder – werden wir schuldig durch Wegschauen?“ In Erinnerung bleibt vor allem die heftige Auseinandersetzung des Bild-Chefredakteurs Julian Reichelt mit dem pensionierten Luftwaffen-Offizier Ulrich Scholz. Die FAZ beschuldigte daraufhin Reichelt der Kriegspropaganda.

  5. Mindestens 74 Journalisten getötet, 348 inhaftiert und 52 entführt: düstere Jahresbilanz von Reporter ohne Grenzen

    Im Jahr 2016 sind weltweit mindestens 74 Journalisten, Bürgerjournalisten und Medienmitarbeiter wegen ihrer Arbeit getötet worden – fast drei Viertel von ihnen wurden dabei gezielt angegriffen. Diese beunruhigenden Zahlen legen nun die Reporter ohne Grenzen im zweiten Teil ihres Jahresberichtes vor.

  6. „So laut und schmerzhaft wie möglich auf diese Katastrophe hinzuweisen“: Bild.de widmet gesamte Homepage der Tragödie von Aleppo

    Nach stern.de im Oktober, widmet am heutigen Donnerstagmorgen auch Bild.de seine gesamte Homepage den Menschen aus Aleppo. Für eine Stunde überdeckte ein Layer mit bedrückenden Fotos aus der umkämpfen Stadt in Syrien den sonstigen bunten Mix des Boulevard-Portals. Es ist nicht das erste Mal, dass die Berliner auf die humanitäre Katastrophe aufmerksam machen.

  7. „Erinnerung an die täglichen Gasopfer in Syrien“: Bild.de lässt für eine Stunde eine ABC-Alarmsirene ertönen

    Hart, laut, unbequem und anstrengend: Bild.de beweist zum wiederholten Male, dass die Berliner nicht nur kurzweiligen Boulevard können, sondern – gerade beim Thema Syrien – eine sehr klare und starke politische Meinung vertreten. Mit einer Sirenen-Aktion machen sie am heutigen Freitag auf die anhaltenden Gas-Angriffe von Assad und seinen russischen Verbünden in Syrien aufmerksam.

  8. „Da liegt der Schreibtisch-Held voll daneben“: Jürgen Todenhöfer reagiert auf Kritik an Al-Nusra-Interview

    Der Publizist Jürgen Todenhöfer ist erneut in den Nahen Osten geflogen. Dieses Mal, um einen Anhänger des Al-Quaida-Ablegers Jabhat al-Nusras zu treffen. An der Authentizität des Interviews, das Todenhöfer am Montag bei Facebook veröffentlichte, gibt es jedoch Zweifel: Dabei wird in Frage gestellt, ob es sich bei dem Interviewpartner tatsächlich um einen Kämpfer der Al Nusra gehandelt hat. Todenhöfer kontert die Kritik.

  9. Verstörter Junge im Krankenwagen: Wie russische Medien das neue Symbol-Bild für den Syrienkrieg ignorieren

    Das Foto des verstörten syrischen Jungen Omran nach einem Bombenangriff in Aleppo geht um die Welt – in russischen Medien spielt es dagegen so gut wie keine Rolle. Keine russische Zeitung druckte das Bild ab. In das russische Internet gelangte das Foto vor allem über die russischsprachigen Seiten internationaler Medien wie der Deutschen Welle oder der BBC.

  10. Leichenfotos aus Syrien: KJM-Chef Fischer nimmt Kritik an Bild teilweise zurück

    Bisher trugen Bild-Digitalchef Julian Reichelt und Andreas Fischer, Vorsitzender der Kommission für Jugendmedienschutz, ihren Streit um die Veröffentlichung von Leichenfotos aus Syrien über die Medien aus. Auf der re:publica trafen sie aufeinander und diskutierten. Dabei ruderte Fischer in der Kritik an Bild teilweise zurück – zumindest die Kritik an einem Assad-Vergleich sei „unnötig“ gewesen.