1. Brecht auf Speed: Plädoyer für eine digitale Medienkritik und werteorientierte Digitalisierung

    Kommentare und Reaktionen hunderttausendfach, Tag für Tag: Das „ungeheure Kanalsystem“ der digitalen Medien hat nicht nur das Dialogpotenzial explodieren lassen, sondern zugleich die Partizipationsspirale überdreht. Die Aggressivität und Lautstärke dieser digitalen Debattenkultur ist dabei völliges Neuland. Die Journalismusforscher Stephan Weichert und Leif Kramp beschreiben in einem Essay die Risiken und Nebenwirkungen für die Mediengesellschaft.

  2. Medienwissenschaftler Weichert zur Kommentar-Debatte: „Die Leute arbeiten sich nach wie vor an Flüchtlingsthemen ab“

    Vor sechs Tage gab die Deutsche Welle auf: Wegen Überforderung schaltet sie die Kommentarfunktion ab. Seitdem tobt eine Debatte über den richtigen Umgang mit und die Relevanz von Lesermeinungen. Medienwissenschaftler Stephan Weichert legt aktuell eine Studie zu dem Thema vor. Im MEEDIA-Interview erklärt er, warum Kommentare wichtig sind, wie Redaktionen ihre Leser erziehen können und warum der Web-Hass in Deutschland eine “besondere Qualität” hat.

  3. „Dogmatische Printjournalisten sind in diesem Programm fehl am Platz“: Facebook bezahlt Journalisten-Ausbildung an der HMS

    Mit dem “Digital Journalism Fellowship” startet die Hamburg Media School ein einjähriges Weiterbildungsprogramm für Journalisten. Bezahlt wird das Angebot komplett von Facebook. Im MEEDIA-Interview erklären Professor Stephan Weichert von der HMS und Guido Bülow von Facebook, wer an dem Programm teilnehmen darf, warum genau ein solches Angebot braucht und warum es sich dabei um keine Bestechung durch das US-Netzwerk handelt.

  4. "Vielleicht brauchen wir eine neue Hippie-Kultur": Stephan Weichert fordert "Netzwende" im Digitaljournalismus

    „Das Geschäftsmodell des digitalen Journalismus ist kaputt“, sagt Medienwissenschaftler Stephan Weichert im MEEDIA-Interview. Zeitgleich stellt er aber auch fest, dass es dem Journalismus „erstaunlich gut“ gehe. Beim Vocer Innovation Day am kommenden Samstag treffen sich beim Spiegel Medienmacher, um sich auch über dieses scheinbare Paradoxon Gedanken zu machen. In Anlehnung an die Energiewende fordert Weichert nun eine Netzwende. „Vielleicht brauchen wir so etwas wie eine neue Hippie-Kultur nach dem Motto “Journalismus für alle”.

  5. Kampf um die Zielgruppe Millennials: Sieben Fragen, die sich Nachrichtenanbieter jetzt stellen sollten

    Der erbitterte Kampf um die jungen Zielgruppen: Immer mehr Medienhäuser buhlen mit speziellen Angeboten um Millennials. Immerhin sind sie die kaufkräftigen Stammleser von Morgen. Die Medienforscher Leif Kramp und Stephan Weichert haben sich für ihr Buch „Der Millennial Code“ 19 dieser Angebote gründlich angeschaut und mit den verantwortlichen Medienmachern gesprochen. Für MEEDIA stellen sie sieben zentrale Fragen, mit denen Nachrichtenanbieter bei der Ansprache junger Zielgruppen konfrontiert sind.

  6. Medienwissenschaftler Stephan Weichert: „Im Journalismus führt kein Weg mehr an Native Advertising vorbei“

    Von der New York Times bis zu Buzzfeed oder Vice: So gut wie alle Online-Medien setzen Native Advertising ein. Mit Recht, wie der Hamburger Medienwissenschaftler Stephan Weichert im MEEDIA-Interview meint. Denn, wenn es um die Finanzierung von Web-Journalismus geht, führe längst kein Weg mehr an der neuen Werbeform vorbei. Hierzulande jedoch würden die Redaktionen „die Möglichkeiten dieser Werbeform noch gar nicht richtig austesten“.

  7. Christian Linder und der Westentaschen-Citizen-Kane vom Mittelrhein

    Viele hatten sich gefragt, warum Christian Lindner eigentlich bei der Rhein-Zeitung gehen musste. Diese Woche kamen wir der Sache näher. Die abberufene Chefredakteurin der TV direkt bekommt zum Abschied ein Editorial als Osterei. Das Smartphone ist nicht erst seit gestern die „Fernbedienung des Lebens“, und Spiegel Online liefert Vorzügliches zu einem schwierigen Thema. Der MEEDIA-Wochenrückblick.

  8. Medienwissenschaftler Weichert: „Wahlerfolg Trumps ist der Super-GAU des Journalismus“

    Der Job, den die meisten Journalisten vor und während der US-Wahl gemacht haben, war gar nicht sooo schlecht, wie ihn viele jetzt hinstellen – das zumindest meint der Medienwissenschaftler Stephan Weichert. Die, so der Hamburger Forscher, hätten jedoch erstens die „Eigendynamik der sozialen Medien“ unterschätzt und würden sich zweitens schwertun, ihre Leser zu erreichen. Der Versuch, Donald Trump „lächerlich zu machen“, sei hingegen ein Fehler gewesen.

  9. Medienforscher über Social Media und Wahlkampf: „Lärmende Rhetorik im Netz für Demokratie brandgefährlich“

    In der heißen Phase der US-Wahlen war der Journalismusprofessor Stephan Weichert in New York. Sein Fazit: „Der US-Journalismus hat während des Wahlkampfes versagt.“ Im MEEDIA-Interview erklärt der Medienwissenschaftler, welche Gefahr von Social-Bots ausgeht, warum der Journalismus „ein Problem mit der Augenhöhe“ hat und warum die Newswelt an der Schwelle zu „einer postjournalistischen Ära“ steht.

  10. Studie über Mediennutzung der Millennials: „Fernsehen ist nicht totzukriegen“

    Wie Menschen Medien nutzen, ist eine Generationenfrage. Die Jüngeren, die sogenannten Millennials, gehen dabei besonders deutlich ihren eigenen Weg. Medienmarken seien für sie nicht mehr so wichtig, sagte der Hamburger Medienwissenschaftler Prof. Stephan Weichert, der über Millennials forscht, der dpa. Sie interessierten sich durchaus für Nachrichten, nur nicht für dieselben wie ihre Eltern.