1. BKA-Statistik: 33 Gewalttaten von rechts gegen Journalisten in zweieinhalb Jahren

    Nach den Erkenntnissen des Bundeskriminalamts (BKA) hat es in Deutschland von Anfang 2016 bis Mitte August diesen Jahres 33 „politisch rechts motivierte“ Gewalttaten gegen Journalisten gegeben. Die Zahl geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion der Linken hervor. Noch nicht erfasst sind die Attacken auf Medien bei den Kundgebungen in Chemnitz nach dem gewaltsamen Tod eines 35-jährigen Mannes am 26. August.

  2. Gauland-Interview als löbliche Ausnahme: Daten-Auswertung legt die Fixierung der Journalisten auf das Flüchtlingsthema offen

    Das ZDF, die Redaktion von „Berlin Direkt“ und Interviewer Thomas Walde haben viel Lob bekommen für das Sommer-Interview mit AfD-Chef Alexander Gauland. Grund: Walde befragte Gauland gerade nicht zur Flüchtlings-Problematik und legte so die Defizite der Partei in anderen Politikfeldern offen. Das Interview war aber eine löbliche Ausnahme, wie die Datenjournalismus-Seite „Einfacher Dienst“ nachweist.

  3. Die Fakten und die Toten: Wie Tichys Einblick mit einer abstrusen Zahl über ertrunkene Flüchtlinge Stimmung macht

    Das Thema private Seenotrettung und die Todes- und Vermisstenfälle im Mittelmeer ist komplex und emotional aufgeladen. Nicht erst seit der Debatte um das Pro&Contra in der Zeit. Umso mehr sollten Medien verantwortlich mit dem Thema umgehen. Ein Beispiel, wie man mit mindestens verwirrender Interpretation einer Statistik potenziell Schaden anrichten kann, lieferte jetzt die Website Tichys Einblick.

  4. Gift für die Statistik: Wie das Umweltbundesamt Medien einen Trend zu immer mehr Pestiziden vorgaukelt

    Statistiken sind für Medien oft Futter für publikumswirksame Geschichten. Manchmal machen es sich Medien aber zu einfach bei der Verbreitung von Zahlen. Und offizielle Stellen üben sich ein wenig zu sehr in der Kunst der Verkürzung. Dabei heraus kommt dann möglicherweise ein Zerrbild. Ein Beispiel ist das Medienecho zur aktuellen Datensammlung des Umweltbundesamtes.

  5. "Weniger predigen, mehr berichten" – Statistik-Professor über den Umgang von Medien mit der "Insektensterben"-Studie

    In zahlreichen Berichten über eine Studie zum Insektensterben haben Medien hierzulande geradezu Weltuntergangsszenarien entworfen. Die betreffende Studie will den Nachweis erbracht haben, dass von 1989 bis heute der Insektenbestand um mindestens 75% zurückgegagen ist. Der Dortmunder Statistik-Professor Walter Krämer hat gemeinsam mit Kollegen die Studie wegen methodischer Mängel zur „Unstatistik des Monats“ gekürt. Mit MEEDIA sprach er über den seiner Meinung nach fatalen Umgang von Medien mit Statistiken.

  6. YouPorn-Statistik: Pornos werden immer häufiger mobil geschaut

    Die Porno-Streaming-Website YouPorn hat einen interessanten Einblick in ihre Nutzer-Statistiken erlaubt. Demnach stammen mittlerweile fast die Hälfte aller Zugriffe auf YouPorn von Mobilgeräten. Smartphones sind dabei deutlich beliebter als Tablets. DIe meiste Zeit auf YouPorn verbringen in Europa Griechen. Am schnellsten – oder wie YouPorn sich ausdrückt – am „effizientesten“ – sind Briten mit einer durchschnittlichen Verweildauer von siebeneinhalb Minuten.