1. Der Geist der Einigung: Wie Verlage, ARD, ZDF und Politik den Dauerstreit um das Telemediengesetz entschärft haben

    Die deutschen Verlagshäuser, ARD, ZDF, Deutschlandradio und die Ministerpräsidenten haben sich endlich dazu durchringen können, einen Kompromiss in der Frage rund um die Ausgestaltung öffentlich-rechtlicher Aktivitäten im Internet zu finden. Auch wenn der Kompromiss in Sachen neues Telemediengesetz sich erst noch in der Praxis bewähren muss, ist die Einigung ein Meilenstein, bei dem alle Seiten ihr Gesicht wahren.

  2. Keine konkreten Änderungspläne: ARD-"Tagesschau" plant keine Reduktion der digitalen Textmengen nach Vorbild des WDR

    Die Ankündigung von WDR-Intendant Tom Buhrow, wesentlichen Forderungen von Verlagen nach einer Reduzierung der Textmengen bei ARD-Digitalangeboten nachzukommen, hat für Aufsehen gesorgt. Verlage begrüßen den Schritt des WDR-Chefs, allerdings findet sich in der ARD bislang noch niemand, der es ihm gleichtut. „Tagesschau“-Chef Kai Gniffke erklärte, dass allein der Rundfunkstaatsvertrag für den Umfang der Berichterstattung maßgeblich sei.

  3. EU-Kommissar Günther Oettinger: Journalistischen Angeboten von ARD und ZDF sollen Grenzen aufgezeigt werden

    Günther Oettinger ist als EU-Kommissar für Haushalt und Personal eigentlich nicht mehr zuständig für Medien, Digitalisierung und ein europäisches Leistungsschutzrecht. Trotzdem berät er seine Nachfolgerin Mariya Gabriel weiter in diesen Fragen. Gegenüber der Stuttgarter Zeitung forderte Oettinger nun, die Expansion von ARD und ZDF im Digitalen müsse begrenzt werden. Außerdem sprach er sich für eine Umverteilung von Werbegeldern von Internet-Unternehmen hin zu Verlagen aus.