1. Böhmermanns Prozesspleite gegen Merkel: Warum das Schmähgedicht ein Fall für die Geschichte und nicht für die Gerichte ist

    Ein weiteres Kapitel der Staatsaffäre um Jan Böhmermann: Heute unterlag der Moderator vor dem Verwaltungsgericht gegen die Bundeskanzlerin. Angesichts des Medien-Boheis im Vorfeld und der prominenten Prozessparteien erscheint der Ausgang lapidar. Die Klage werde abgewiesen, so das Gericht, weil es keinen Grund zur Klage gebe. Ein Eigentor für den Satiriker – nicht sein erstes in der Causa Erdogan.

  2. Jan Böhmermann verklagt Kanzlerin Angela Merkel – wegen ihrer Kritik am Erdogan-„Schmähgedicht“

    Das Schmähgedicht des ZDF-Moderators Jan Böhmermann gegen den türkischen Präsidenten Erdogan löste 2016 einen politischen Eklat aus. Erdogan klagte gegen Böhmermann. Kanzlerin Angela Merkel bezeichnete das Gedicht auf einer Pressekonferenz über ihren Sprecher als „bewusst verletzend“. Gegen diese Aussage geht Böhmermann nun juristisch vor und verklagt die Kanzlerin.

  3. „Ankara provoziert ohne Grund eine neue Krise“: Spiegel-Korrespondent Popp über die Situation in der Türkei

    Am Sonntag kam die Meldung, dass zwei deutsche Journalisten keine Arbeitserlaubnis für die Türkei erhalten und das Land verlassen müssen. Maximilian Popp arbeitet seit zweieinhalb Jahren als Türkei-Korrespondent für den Spiegel. Im Interview blickt er auf den aktuellen Fall, die Arbeit in einem autokratischen Staat und erläutert, warum der Kuschelkurs der Bundesregierung ein Ende haben sollte.

  4. "Erdogan landet in Berlin, Journalisten im Gefängnis": ROG protestieren gegen Staatspräsident auf Deutschland-Reise

    Am Donnerstagmittag landete Recep Tayyip Erdogan zum Staatsbesuch in Berlin Tegel. Während der türkische Staatspräsident aus der Regierungsmaschine in seine Limousine stieg, fuhren vor dem Flughaften in Berlin Reporter ohne Grenzen mit einem Plakatwagen vor. Die Organisation protestierte mit dem Slogan: „Erdogan landet in Berlin, Journalisten im Gefängnis“.

  5. „Hatten zu keiner Zeit einen Sponsoring-Vertrag mit Özil“: Vodafone räumt mit falscher Berichterstattung über Werbe-Clip auf

    Vodafone hat über Twitter auf die Artikel über die abgesagte Ausstrahlung eines bereits abgedrehten Werbevideos mit Mesut Özil reagiert. Die Mobilfunker bestätigten die Story, widersprachen jedoch einer Vielzahl von Medienberichten, die dem Kicker zudem ein Sponsorenverhältnis mit dem britischen Telekommunikationsriesen andichteten.

  6. Ja, die Bild ist im Kampagnen-Modus gegen Mesut Özil. Aber…

    Ex-Nationalspieler Mesut Özil hat sich in einem der drei Akte seiner Rücktrittserklärung explizit den Medien und ihrem Umgang mit ihm, seiner Leistung und seinem Foto mit dem türkischen Staatspräsidenten Erdogan gewidmet. Ohne konkrete Namen zu nennen, wirft er ihnen Hetze und Rassismus vor. Für viele Beobachter ist der Hauptschuldige schnell gefunden: Springers Bild. Das ist zu kurz gegriffen. Auch wenn der Kampagnenbegriff nicht unbegründet ist, trifft die Zeitung zumindest einen wahren Kern. Eine Analyse.

  7. „Das Eigentor“: Mesut Özil und Ilkay Gündogan treffen Erdogan zum Trikottausch – ein selbst verschuldetes PR-Desaster

    Um 12.30 Uhr benennt Jogi Löw seinen vorläufigen Kader für die Fußball-WM in Russland im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund. Gute zwei Stunden später verkündet das Oberlandesgericht Hamburg sein Urteil im Fall Recep Tayyip Erdoğan gegen Jan Böhmermann. Zumindest bis dahin debattiert ganz Deutschland noch über die National-Kicker Mesut Özil und Ilkay Gündogan, weil sie am Montag den türkischen Präsidenten huldigten und ihm jeweils ein Trikot schenkten.

  8. Schmähgedicht-Streit geht in die nächste Runde: Berufungsverhandlung im Fall Erdogan gegen Böhmermann

    Der Streit um das „Schmähgedicht“ von Jan Böhmermann über den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan geht am Dienstag weiter. Der Zivilsenat des Hanseatischen Oberlandesgerichts verhandelt über eine Berufung, die beide streitenden Parteien eingelegt hatten. Das Landgericht Hamburg hatte der Klage Erdogans gegen das Gedicht mit seinem Urteil im vergangenen Jahr nur teilweise stattgegeben.

  9. “Türkei ist für uns momentan kein sicheres Land”: Springer spricht Reisewarnung für Verlagsmitarbeiter aus

    Dieser Fall ist wohl ein Novum: In einem Intranet-Beitrag richtet sich Axel Springer-Personalvorstand Julian Deutz an alle Mitarbeiter des Medienhauses warnt eindringlich vor Reisen in die Türkei. Wer derzeit das Land besuche, der begebe sich “in eine unsichere Situation. Die Türkei ist für uns momentan kein sicheres Reiseland.”

  10. Revanche-Akt zur besten Sendezeit: Jan Böhmermanns seltsames Klage-Ultimatum an Angela Merkel

    Der Hörfunk- und Fernsehmoderator Jan Böhmermann, der früher mal sehr witzig war, macht neuerdings Politik. Über seinen Anwalt hat er der Bundeskanzlerin ein Ultimatum gestellt: Falls Angela Merkel ihre Aussage, laut der Böhmermanns Erdogan-Schmähgedicht „bewusst verletzend“ sei, nicht zurücknimmt, werde er sie verklagen. Eine seltsame Aktion, mit der sich der 36-jährige keinen Gefallen tut.