1. Ungewöhnliche Protestaktion gegen Stellenabbau: Hamburger Parteien kritisieren Mopo-Sparkurs von DuMont

    Die Hamburger nennen sie kurz Mopo. Doch die traditionsreiche Boulevard-Zeitung aus der Elbmetropole steht erneut vor massiven Einschnitten. Rund elf Stellen sollen wegfallen, überwiegend in der Redaktion. Jetzt protestiert die Hamburger Politik gegen den Sparkurs der Kölner DuMont Mediengruppe. Alle in der Bürgerschaft vertretenen Parteien fordern den Verlag auf, die Maßnahmen zu überdenken.

  2. Startseite voller Beweise zum Klimawandel: die außergewöhnliche Anti-Trump-Aktion der US-Wetterseite Weather.com

    Auf diesen publizistischen Kniff setzten meistens Tageszeitungen: Mit Hilfe von kreativen Titelseiten kommentieren die Redaktionen das politische Geschehen. Jetzt bedient sich die US-Wetterseite Weather.com auch dieser Methode. Zeitgleich mit der Trump-Verkündung des Ausstieges aus dem Pariser Klimavertrages, platzierte die Redaktion auf der Startseite nur Stories, die den Klimawandel und seine Folgen thematisieren.

  3. Solidarität via Chartposition: Wie Journalist Ralf Heimann Yücel-Buch zum Amazon-Bestseller machte

    Charterfolge als Protestaktion gab und gibt es in der Musik immer wieder. Zum ersten Mal tritt diese Form der Solidarität nun aber auch im Buchsektor auf. Via Twitter rief der Journalist Ralf Heimann dazu auf, das Deniz Yücel-Buch den „langen Aufstieg des Recep Tayyip Erdogan“ zum Bestseller zu machen. Und siehe da: Nach nicht einmal einem Tag stürmte das Werk in die Top-Ten der Kindle-Charts.

  4. „Journalismus ist kein Verbrechen“: Auto-Korsos, Hup-Konzerte sowie aufrüttelnde Titelseiten zum Fall Yücel

    Der Kampf vieler deutscher Medienmacher für die Freilassung von Deniz Yüzel geht weiter. Nachdem am gestrigen Montagabend in mehreren deutschen Städten hupende Auto-Korsos durch die Innenstädte fuhren, legen unter anderem die Bild, die Welt, der Tagesspiegel oder auch die taz mit großen Titelthemen und Themenseiten nach. Auch die Kommentatoren widmen sich ausführlich dem Fall der „Geisel“ Yücel.

  5. Demos, Mailings und Print-Anzeigen: Die massive Solidaritätswelle der Medienmacher mit Deniz Yücel

    Es hat gut 13 Tage gedauert. Aber spätestens der Entschluss der türkischen Justiz, Deniz Yücel in Untersuchungshaft zu nehmen, sorgte für eine massive Unterstützungswelle innerhalb des deutschen Medienbetriebes. In der Süddeutschen Zeitung schaltete eine Gruppe um Jan Böhmermann eine ganzseitige Anzeige, in mittlerweile zwölf Städten sind für den heutigen Dienstag Protestaktionen geplant und sowohl Der Spiegel, asl auch der Tagesspiel-Chefredakteur rufen zu Protestmailings an die türkische Botschaft auf.

  6. Protest mit den Mitteln der Gegenseite: Gefeuerte T-Online-Redakteure schalten Google-Anzeigen zu Ströer-Suchbegriff

    Wenn es um Werbung und Advertising-Strategien geht, macht dem Außenwerber und Digitalvermarkter Ströer so schnell keiner was vor. Jetzt haben die gekündigten Mitarbeiter von T-Online eine höchst kreative Methode gefunden, gegen den Stellenabbau in Darmstadt zu protestieren. Sie schalteten einfach Google-Anzeigen für ihr Anliegen. Zu sehen war die Protest-Anzeige bei der Eingabe des Suchbegriffes „Ströer Aktie“.

  7. „Ströerfeuer“: Geschasste T-Online-Redakteure machen ihrem Ärger in Protestblog Luft

    Ströer macht die Redaktion von T-Online in Darmstadt dicht. 100 Mitarbeiter sind davon betroffen, am neuen Redaktionsstandort in Berlin ist aber nur Platz für 60 Redakteure. Wer dort weiterarbeiten will, muss sich bewerben. Mitarbeiter von T-Online und die Gewerkschaft Verdi machen ihrem Ärger über das Vorgehen nun in dem Protestblog „Ströerfeuer“ Luft. Und spekulieren über weitere Stellenstreichungen.

  8. 30 Kurden besetzen WDR-Landesstudio in Düsseldorf

    Rund 30 Kurden haben in der Nacht zum Freitag für knapp zwei Stunden das Landesstudio des Westdeutschen Rundfunks (WDR) in Düsseldorf besetzt. Wie ein Sprecher der Polizei mitteilte, wollten sie mit Plakaten und mit lauten Rufen in kurdischer Sprache auf die politische Lage in der Türkei hinweisen.

  9. Online-Demo gegen Pegida: Nutzer posten Kinderfotos unter dem Hashtag #Cutesolidarity

    Genau dafür lieben so viele Menschen das Web. Spontan findet sich immer wieder eine große Masse an Menschen zusammen, die gemeinsam kreativ für etwas eintritt, über etwas lacht oder protestiert. Am heutigen Mittwoch ist Letzteres der Fall. Mit dem Posten eigener Kinderfotos protestiert das Social-Web gerade gegen die Pegida-Kinderschokoladen-Hetze. Hashtag der Aktion: #Cutesolidarity.