1. „Werden Rechtsmittel einlegen“: Bild verhindert polizeiliche Durchsuchung von Redaktionsräumen

    Am Samstagnachmittag haben mehrere Polizeibeamte versucht, Zugang bei der Bild zu bekommen. Dies berichtet das Nachrichtenportal am Montag in eigener Sache. Angeblicher Grund soll ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen Verdachts auf Volksverhetzung sein. Die Ermittler, heißt es im Bericht, „wollten Internet-Zugriffsdaten von Bild-Lesern beschlagnahmen“.

  2. Akkreditierung nicht verlängert: Korrespondenten von ZDF und Tagesspiegel verlassen die Türkei

    Die türkische Regierung hat erneut Akkreditierungen langjähriger Korrespondenten deutscher Medien nicht verlängert. Dieses Mal zwang der Staat Journalisten von ZDF und Tagesspiegel zur Ausreise. Die betroffenen Redaktionen protestieren genauso wie die deutsche Bundesregierung, deren Beziehung zur Türkei erneut auf die Probe gestellt wird.

  3. Günther Jauch kritisiert ARD und ZDF: „Sie sind nicht so frei und unabhängig, wie man es sich vorstellen könnte“

    Günther Jauch hat es vom Sportjournalisten zu einem der bekanntesten TV-Gesichter in der deutschen Medienlandschaft gebracht. In einem Beitrag für die Reporterfabrik spricht er über seinen Weg, äußerte sich über den Spagat zwischen den öffentlich-rechtlichen und privaten TV-Welten und hält auch mit Kritik am öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht zurück.

  4. Menschenrechtsorganisation Article 19: US-Präsident Donald Trump macht Feindseligkeit gegenüber der Presse salonfähig

    Die weltweite Meinungsfreiheit erlebt seit 2014 einen starken Rückgang. Zu diesem Ergebnis kommt die Menschenrechtsorganisation Article 19 in ihrem nun veröffentlichten Jahresbericht. Gründe sehen die Autoren in der Einschränkung der Pressefreiheit und der steigenden Einschüchterung von Journalisten in autokratischen Staaten. Auch das Verhalten von US-Präsident Donald Trump wird kritisiert.

  5. "Historischer Moment für die Pressefreiheit": CNN verklagt Trump-Regierung nach Rauswurf von Journalist Jim Acosta

    CNN geht gerichtlich gegen Donald Trump und seine Administration vor. Das erklärte der US-Nachrichtensender am Dienstag in einem offiziellen Statement. Mit der Klage will der Sender die Administration zunächst via einstweiliger Verfügung dazu zwingen, Jim Acosta wieder für das Weiße Haus zu akkreditieren. Vergangene Woche kam es während einer Pressekonferenz zum Eklat, als Acosta und Präsident Trump erneut aneinander gerieten.

  6. Nach Spiegel-Titel "Geheimsache Luxus-Liga": Hoeneß kündigt rechtliche Schritte gegen Nachrichtenmagazin an

    FC Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß will rechtlich gegen Veröffentlichungen des Magazins Der Spiegel über den Fußball-Bundesligisten vorgehen. Das Nachrichtenmagazin hatte vergangene Woche (Titel: „Der Verrat“) über neue Pläne für eine europäische Superliga berichtet, in denen auch der FC Bayern eine Rolle spielt. Hoeneß erklärte zudem, dass das Thema „Super League“ für den Klub erledigt sei.

  7. Unternehmer macht SZ für geplatzten Mega-Deal verantwortlich: Gericht weist 78-Millionen-Euro-Klage ab

    2013 berichtete die Süddeutsche Zeitung über „mutmaßlich krumme“ Aktien-Geschäfte eines Mitgründers des mittlerweile insolventen Unternehmens Solar Millennium. Die Berichterstattung soll dem Manager weitere Geschäfte verhagelt haben, behauptete er – und forderte vom Süddeutsche Verlag Schadenersatz in Höhe von 78 Millionen Euro. Am gestrigen Donnerstag verkündete das Landgericht Nürnberg seine Entscheidung –und wies die Klage ab.

  8. "Euer Ernst, VDZ?": Kritik am Verband der Zeitschriftenverleger wegen Auswahl der Laudatorin bei Ehrenpreis für Merkel

    im kommenden Monat feiert der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) bei der „Publishers‘ Night“ in Berlin wie jedes Jahr die eigene Branche. Und auch in diesem Jahr verleihen die Verleger den Medienpreis Victoria. Ausgezeichnet für ihr „gesellschaftliches Engagement“ wird Angela Merkel. Dass die Wahl ausgerechnet auf die derzeit vielfach kritisierte Kanzlerin fällt, wirkt nicht eben glücklich getimt. Für Aufsehen aber sorgt eine andere Preis-Personalie: Die Laudatio auf Merkel wird die Königin Jordaniens halten – deren Land auf der Liste der Pressefreiheit weit unten rangiert.

  9. Eklat bei Pressekonferenz mit Erdogan: Journalist wird abgeführt, Can Dündar verweigert Teilnahme

    Bei der Pressekonferenz des türkischen Präsidenten Erdogan und Angela Merkel (CDU) in Berlin ist es zum Eklat gekommen. Der Journalist Ertugrul Yigit, der mit einem T-Shirt während der Konferenz seinen stillen Protest ausdrückte, wurde vor den Kameras aus dem Saal geführt. „Ich habe nichts getan“, rief der Mann, der eine Akkreditierung hatte. Der Journalist Can Dündar nahm erst gar nicht an der umstrittenen PK teil.

  10. "Polens Präsident zur Linken": Polnischer Journalist wird nach diesem Foto-Posting rausgeworfen

    In- wie ausländische Beobachter schauen mit großer Besorgnis auf die Entwicklung der Pressefreiheit in Polen, wo Kritiker die Regierung verantwortlich für schwindende Pressevielfalt und kritischen Journalismus machen. Nun wirft ein Social-Media-Redakteur dem Sender Belsat „Selbstzensur“ vor. Er kommentierte ein Foto von Präsident Duda mit US-Präsident Donald Trump. Seinen Vorgesetzten gefiel das nicht – und sie warfen ihn raus.