1. re:publica 2019: der schmale Grat zwischen politischem Idealismus und homogener Netzblase

    In Zeiten von Klimaprotesten, Demokratie-Verdruss und Urheberrechtsreform ging es bei der re:publica19 um die großen Probleme der jungen Generation. Die 13. Ausgabe der Digitalmesse war politischer denn je. Das ist Folge einer sich wandelnden Gesellschaft – und birgt doch Gefahren. Eindrücke von drei Tagen in Berlin.

  2. „In der Ära Merkel hat die Phrasenhaftigkeit der politischen Sprache einen neuen Schub bekommen“

    „Und täglich grüßt das Phrasenschwein“ ist der Titel eines Buchs, das der FAZ-Politik-Redakteur Oliver Georgi geschrieben hat. Er befasst sich darin mit der Phrasenlastigkeit der Politikersprache. Im Gespräch mit MEEDIA erklärt Georgi, warum er glaubt, dass Medien und Wähler auch eine wichtige Rolle dabei spielen, dass Politiker immer häufiger in Stanzen sprechen.

  3. Das kleinste gemeinsame Vielfache: Wie Friedrich Merz sein Image weichspült und dabei seine Chance auf den CDU-Vorsitz riskiert

    Ist Friedrich Merz der Heilsbringer der CDU? Oder droht ihm nach dem Medien-Hype ein ähnliches Schicksal wie dem gefallenen SPD-Hoffnungsträger Martin Schulz? In einem Gastbeitrag für MEEDIA analysiert der Kommunikationsexperte Hasso Mansfeld das Phänomen Friedrich Merz. Er kommt zum Fazit: Wenn er Erfolg haben will, muss er Schluss machen mit dem präsidialen Merkel-Stil und mehr Merz wagen.

  4. Soll er’s wirklich machen oder lässt er’s lieber sein? Warum das Netz Horst Seehofer als Fettes-Brot-Nachfolger sieht

    Horst Seehofer überlegt offenbar, als Konsequenz des Unionsstreits von seinen Ämtern als Bundesinnenminister und CSU-Vorsitzender zurückzutreten. So weit, so schlimm für die Bundesregierung. Eine neue „Aufgabe“ für Seehofer scheint derweil längst gefunden: Ein altes Keyboard-Foto hat sich zum Netzhit entwickelt und lässt den Noch-Minister Songs aus Rock, Pop und Hip-Hop völlig neu interpretieren.

  5. Blacklisting bei Twitter: Wann Politiker Nutzer blockieren dürfen – und wann nicht

    Im Mai dieses Jahres hat ein New Yorker Bundesgericht entschieden, dass US-Präsident Donald Trump keine Nutzer bei Twitter blockieren darf. Er verstoße gegen den ersten Verfassungszusatz, der die Meinungsfreiheit schützt. Auch hierzulande hierzulande blenden Politiker manche Nutzer einfach aus. Es hängt von verschiedenen Faktoren ab, ob sie das dürfen – nicht alle sind eindeutig zu bestimmen.

  6. Weniger „presseähnlich“, mehr Mediathek: ARD/ZDF, Verlage und Politik einigen sich auf Neufassung des Telemedienauftrags

    Die öffentlich-rechtlichen Sender, die Zeitungsverleger und die Ministerpräsidenten der Länder haben sich am Donnerstag auf eine Neufassung des Telemedienauftrags geeinigt. Demnach sollen ARD und ZDF sich in ihren Online-Angeboten künftig stärker auf audiovisuelle Inhalte konzentrieren. Parallel bekommen die Sender mehr Spielraum bei den Mediatheken. Die umstrittene 7-Tage-Regel fällt weg.

  7. Das krachlederne Missverständnis: Markus Söder und das Kreuz mit den Medien

    Es ist sehr leicht, sich über den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder lustig zu machen. Der Mann erscheint dem linksliberalen Milieu und dem Medienbetrieb als tumb. Entsprechend zahlreich sind die Memes über Söder und auch die Erregung über seine Anordnung, Kruzifixe im Eingangsbereich bayerischer Amtsstuben aufzuhängen. Möglicherweise zeigt sich an Markus Söder aber, wie sehr mittlerweile die Wahrnehmung von Politikern in Medien und Bevölkerung auseinanderklafft.

  8. Flugtaxis, Programmieren, Datenschutz, Frauen: der massive und schnelle PR-Ausbau der digitalen Dorothee Bär

    Mariette Slomka hat die neue Staatsministerin für Digitales, Dorothe Bär (CSU), in gewohnt konfrontativer Manier im „heute journal“ befragt. Dabei wollte sich Bär nicht auf die Kritik am schleppenden Breitband-Ausbau in Deutschland festnageln lassen und erwähnte unter dem Stichwort Visionen auch „Flugtaxis“. Der Spott folgte sogleich. Das Interview war nur eines von vielen, die die Politikerin aktuell medial omnipräsent machen.

  9. "Seit der vergangenen Nacht befindet sich Deutschland in einer Regierungskrise": Die Pressestimmen zum Jamaika-Eklat

    Die Jamaika-Sondierungen sind in der Nacht gescheitert. Die FDP brach die Gespräche in Berlin ab. Sogleich fragen sich die Kommentatoren: Wie konnte das passieren, was bedeutet das und wer ist Schuld? Auch wenn das “Blame Game” (Christine Hoffmann, Der Spiegel) jetzt beginnt, sind für Nikolaus Blome “alle Verlierer”. In der taz meint Ulrich Schulte: “Lindners Entscheidung, überraschend aus den Sondierungen auszusteigen, löst ein politisches Beben aus.”

  10. Print und Fernsehen verlieren, Facebook & Co. legen zu: So informieren sich Teenager heute

    Am 24. September stimmt Deutschland über einen neuen Bundestag ab. Bis dahin werden die Medien vor allem ein Thema kennen: die Wahl. Passend dazu veröffentlichten Bravo und YouGov nun eine neue Jugendstudie, die unter anderem beleuchten soll, wo und wie sich Jugendliche im Alter von 14-17 Jahren politisch Informieren. Während Social-Media zur Informationsbeschaffung immer beliebter wird (+31 Prozent), gibt es einen klaren Abwärtstrend bei Fernsehen (-32 Prozent) und Print (-34 Prozent).