1. "Das Vulgär-Feuilleton wird langweilig": Bei den Qualitätsmedien ist die Dschungelcamp-Euphorie verflogen

    Mit dem Erreichen der „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“-Halbzeit, wächst die Erkenntnis: Die Dschungelcamp-Euphorie hat ihren Zenit endgültig überschritten. Bot IBES noch vor Jahren ironisch-launigen Stoff für Feuilleton-Edelfedern, verschwindet das Format nun zunehmend von der Bildfläche der Qualitätsmedien und rutscht abseits der Einschaltquoten in die mediale Bedeutungslosigkeit ab.

  2. Kritiker im Nebel: die fehlgeleitete Debatte um den Syrien-Text von Seymour Hersh in der WamS

    In der vergangenen Ausgabe veröffentlichte die Welt am Sonntag einen langen Text des Pulitzer-Preisträgers Seymour Hersh zu dem angeblichen Giftgasangriff des syrischen Regimes auf die Stadt Chan Scheichun vom 4. April. Der Text, in dem die offizielle Sichtweise eines Sarin-Giftgasangriffs bezweifelt wird, wurde schnell als krude und zweifelhaft bezeichnet. In einigen Punkten machen es sich die Kritiker an Hersh und der WamS aber zu einfach.

  3. Online First bei Springer: Digital-Chef Julian Reichelt ist die neue Nummer eins der Bild-Gruppe

    Axel Springer hat die Nachfolge von Langzeit-Chef Kai Diekmann geregelt: Mit sofortiger Wirkung rückt Digital-Chefredakteur Julian Reichelt zum neu geschaffenen Vorsitzenden der Chefredakteure auf und hat in allen wichtigen Fragen das letzte Wort. Tanit Koch (Bild) und Marion Horn (BamS) behalten ihre CR-Titel, das Amt des Herausgebers wird nicht nachbesetzt. Auch die BZ bekommt einen neuen Chef.

  4. MEEDIA Dschungel-Podcast (6): B.Z.-Chef Peter Huth: „Die McDonald’s Werbung war der vielleicht beste Gag dieser Staffel“

    Sechste Folge des MEEDIA Dschungel-Podcasts zur aktuellen Staffel „Ich bin ein Star -holt mich hier raus!“ bei RTL. Als Gast ist diesmal B.Z.-Chefredakteur Peter Huth dabei. Er meint, dass sich das Format für professionelle Medienbeobachter zusehends erschöpft, für das Publikum und den Sender aber nach wie vor sehr gut funktioniert. Dass sich manche Leute über aufdringliche Werbeformen aufregen, kann er nicht nachtvollziehen.

  5. „Wir haben ihn nicht ernst genommen“: Deutsche Chefredakteure zur Trump-Berichterstattung

    Seit dem Wahlsieg von Donald Trump tobt in den Redaktionsstuben und auf den Medienseiten die Debatte, ob die Presse eine Mitschuld am Triumph des Immobilien-Milliardärs hat und ob sie während und nach der Wahl ihren Job gut und objektiv erledigt hat. MEEDIA hat Chefredakteure nach ihrer Einschätzung gefragt. Abendblatt-Boss Lars Haider, B.Z.-Macher Peter Huth und Michael Bröcker von der Rheinischen Post haben geantwortet.

  6. B.Z.-Chefredakteur Peter Huth: Warum wir dem Münchner Amokläufer unsere Titelseite verweigerten

    Im Artikel über die Verunsicherung der Medien im Fall des Münchener Attentats thematisierte MEEDIA auch die Sonntagsausgabe der B.Z. Grund: Statt eines Täterfotos zeigte das Blatt eine weiße Fläche und die Headline: „Dein Foto kommt nicht auf unseren Titel!“ MEEDIA attestierte der B.Z. „Katastrophen-Marketing“. Chefredakteur Peter Huth widerspricht und verteidigt seinen Titel in einem Gastbeitrag.

  7. „Liebes Bildblog, ich hab grad Zeit…“ – B.Z.-Chef Huth und das Bildblog streiten über altes Nazi-Video der Jungen Union

    Die Berliner Boulevardzeitung B.Z. berichtete am gestrigen Mittwoch auf der Titelseite über ein elf Jahre altes Video, das Jungpolitiker der CDU zeigt, wie sie eine Art Nazi-Party feiern. Das Ganze war 2008 schon einmal Thema in der Bild, neu ist nun, dass der B.Z. das Video vorliegt. Das Bildblog kritisiert die erneute Berichterstattung, worauf B.Z.-Chefredakteur mit einem ironischen Brief auf Facebook reagiert.

  8. Ein CDU-Politiker, seine missglückte Medienschelte zum schein-toten Flüchtling und die gepfefferte Antwort vom B.Z.-Chef

    Mittlerweile dürfte jeder mitbekommen haben, dass vor dem Berliner LaGeSo kein Flüchtling in der Kälte gestorben ist. Der sächsische CDU-Bundestagsabgeordnete Andreas Lämmel sieht nun seine paar Minuten Ruhm gekommen und veröffentlichte auf Facebook eine Medienkritik von bemerkenswerter Schlichtheit. B.Z.-Chefredakteur Peter Huth antwortete ihm mit einer gepfefferten Replik.

  9. „Vulgär-Feuilleton“: B.Z.-Chefredakteur Huth im Dschungel-Talk über Ibes-Berichterstattung

    „Für das Dschungelcamp wäre ein Jahr Pause vielleicht ganz gut“: Heute zu Gast in der MEEDIA-Dschungel-Telko ist der B.Z.-Chefredakteur Peter Huth. Der Berliner ist nicht gerade als Ibes-Fan bekannt. Die aktuelle Staffel findet er leidlich interessant und einer großen Print-Berichterstattung kaum würdig. Online sehe das jedoch anders aus. Dort berichtete selbst seriöse Medien wie die FAZ und liefern „eine Art Vulgär- Feuilleton“.

  10. Die Zeitung als #Einearmlänge: Springers B.Z. entdeckt die taz in sich

    Der Fußweg zwischen dem taz-Gebäude und dem Springer-Hochhaushaus ist kürzer als eine Zigarettenlänge. Publizistisch trennen die beiden Titel jedoch Welten – möchte man meinen. Die aktuelle Titelseite der B.Z. überrascht heute Morgen allerdings mit Humor, wie man ihn sonst von der tageszeitung kennt.