1. Nach viel kritisiertem Positionspapier: Investor Christoph Gerlinger bietet Rücktritt an

    Nach Bekanntwerden des Positionspapiers des Beirats für „Junge Digitale Wirtschaft“, in dem auch die Formulierung „Disziplinierung der Presse“ zu finden war, gab es bereits zahlreiche Entschuldigungen. Einer der Mitautoren, Investor Christoph Gerlinger, hat dem Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier nun seinen Rücktritt angeboten. Beim Beirat und Bundeswirtschaftsministerium steht Aufklärungsarbeit an.

  2. Medien sollten nicht mehr unabhängig über Börsengänge berichten dürfen, das forderte der Beirat Junge Digitale Wirtschaft, in einem Positionspapier. Namentlich genannte Autoren sind Alex von Frankenberg, Geschäftsführer des High-Tech Gründerfonds, Investor Christoph Gerlinger von der German Startups Group und Amorelie-Gründerin Lea-Sophie Cramer (v.l.)

    Gründer-Beirat forderte Beschneidung der Pressefreiheit

    Der Beirat Junge Digitale Wirtschaft hatte Forderungen aufgestellt, dass Medien über Börsengänge nicht mehr unabhängig berichten dürfen. Der Beirat, der die Regierung berät und in dem Vertreter der Gründerszene sitzen, forderte in einem Positionspapier eine „Disziplinierung der Presse“. Die Gründer geben Medien eine Mitschuld am angeblich schlechten Umfeld für Börsengänge in Deutschland. Mittlerweile wurde das Papier zurückgezogen, das Wirtschaftsministerium distanziert sich.

  3. Presse-Förderung mit der Gießkanne

    Mit den Subventionen erreicht der Bund sein Ziel nicht, die Digitalisierung der Unternehmen voranzutreiben. Das Geld droht,
    in falschen Kanälen zu versickern.

  4. Medien-Woche: Hat Wirtschaftsminister Peter Altmaier zu den Verlegern wirklich gesagt "Wir stehen an ihrer Seite"?

    In der neuen Ausgabe unseres wöchentlichen Podcasts „Die Medien-Woche“ sprechen Stefan Winterbauer (MEEDIA) und Christian Meier (WELT) über die ewige Merkel-Dämmerung in den Medien, es geht um den BDZV-Kongress, bei dem u.a. Peter Altmaier sprach und Mathias Döpfner Yuval Noah Harari interviewte und die taz feiert in diesen Tagen 40. Geburtstag.

  5. UKW-Blackout droht: MDR stoppt Netzausbau wegen Streit mit Media Broadcast

    Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) hat den Ausbau seines Rundfunknetzes auf Eis gelegt. Der öffentlich-rechtliche Sender mit Intendantin Karola Wille an der Spitze will sich solange mit weiteren Investitionen zurückhalten, bis der seit Monaten schwelende Streit mit der Freenet-Tochter Media Broadcast geklärt ist. Media Broadcast sorgt mit dem Verkauf ihres Antennennetz – unter anderem an Finanzinvestoren – für massiven Unmut in Deutschlands Radiobranche.

  6. Radios drängen Wirtschaftsminister zum Eingreifen: Sender sehen Existenz durch Freenet-Tochter bedroht

    Der Streit um den durch die Kölner Freenet-Tochter Media Broadcast angedrohten UKW-Blackout spitzt sich zu. Jetzt haben sich mehr als 30 Radiounternehmen – darunter RTL Radio, Radio NRW, Regiocast – an Wirtschaftsminister Peter Altmaier gewandt. Sie befürchten, dass durch das Vorgehen der Kölner die private Radiobranche existentiell bedroht wird. Sie fordern den Minister auf, umgehend zu handeln.

  7. Welt-Korrespondent in Polizeigewahrsam: Der deutsch-türkische Journalist Deniz Yücel befindet sich in den Händen des türksichen Staates

    Bundesregierung unterstützt Deniz Yücel bei Klage vor Gerichtshof für Menschenrechte

    Die Bundesregierung wird den inhaftierten Deutschtürken Deniz Yücel in seinem Verfahren gegen die Türkei vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) unterstützen. Das sagten Bundesjustizminister Heiko Maas und Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) in der Welt. Yücel sitzt seit 140 Tagen wegen „Terrorpropaganda“ in Einzelhaft.

  8. Washington Post unbegrenzt gratis lesen? Kanzleramtschef Altmaier wundert sich, dass Qualitätsjournalismus online etwas kosten soll

    Kanzleramt-Chef Peter Altmaier (CDU) ist offenbar ein Freund der Berichterstattung der Washington Post. Gerade wegen der sich überschlagenden Nachrichtenlage zu Donald Trump scheint Altmaier gerne die US-Zeitung im Internet anzusteuern. Dumm nur, dass die Washington Post eine Bezahlschranke als Metered Model implementiert hat, d.h. nach einer bestimmten Anzahl an Artikeln, wird man zum Zahlen aufgefordert. Altmaier beklagte sich darüber via Twitter.

  9. „Hart aber fair“ nach der MeckPomm-Wahl: Gegen dieses AfD-„Gefühl“ kannste nix machen

    Am Montag nach der MeckPomm-Wahl bat Frank Plasberg programmgemäß zur Nachbesprechung bei „Hart aber fair“. „Fluchtpunkt Deutschland – hat Merkel ihre Bürger überfordert“, lautete der nervöse Titel der Sendung. Während die Kanzlerin auf dem G20-Gipfel in China Weltenpolitik betrieb, hatte sie zum Plasberg ihren treuen Vasallen Altmaier entsandt. Der Star des Abends war aber ein hektischer Neu-AfD’ler.

  10. Jan Böhmermann bat Kanzleramtschef Peter Altmaier um Beistand in der Causa Erdogan

    „Ich möchte gerne in einem Land leben, in dem das Erkunden der Grenze der Satire erlaubt, gewünscht und Gegenstand einer zivilgesellschaftlichen Debatte sein kann.“ Dies schrieb Jan Böhmermann nach Spiegel-Informationen am vergangenen Sonntag in einer privaten Twitter-Nachricht an Peter Altmaier (CDU), Chef des Bundeskanzleramts. Auslöser war die Debatte um sein Schmähgedicht über den türkischen Präsidenten Erdogan.