1. „Verstoß gegen Community-Standards“: Facebook nahm zeitweise Pegida-Seite vom Netz

    Die Webseite des fremden- und islamfeindlichen Pegida-Bündnisses ist am Dienstag über Stunden vom Netz genommen worden – laut Pegida-Mitbegründer Siegfried Daebritz aus inhaltlichen Gründen. Auf seinem Account veröffentlichte er am Nachmittag den Screenshot einer Mitteilung, in der Facebook darauf hinweist, dass gepostete Inhalte offenbar „nicht den Nutzungsbedingungen von Facebook und den Gemeinschaftsstandards“ entsprächen. Erst am Abend konnten Nutzer die Seite wieder aufrufen.

  2. Online-Demo gegen Pegida: Nutzer posten Kinderfotos unter dem Hashtag #Cutesolidarity

    Genau dafür lieben so viele Menschen das Web. Spontan findet sich immer wieder eine große Masse an Menschen zusammen, die gemeinsam kreativ für etwas eintritt, über etwas lacht oder protestiert. Am heutigen Mittwoch ist Letzteres der Fall. Mit dem Posten eigener Kinderfotos protestiert das Social-Web gerade gegen die Pegida-Kinderschokoladen-Hetze. Hashtag der Aktion: #Cutesolidarity.

  3. Fassungslosigkeit, Wut und Häme: So reagiert das Social Web auf die Kinderschokoladen-Hetze von Pegida

    Da hat die Pegida-Bewegung wohl ein Eigentor geschossen. Die politischen Rechtsausleger hetzten gegen die neuen Fotos auf der Kinderschokolade, weil dort nun – vermeintlich – ausländische Jungen zu sehen sind. Offenbar hatten die Pöbler nicht bemerkt, dass es sich bei den neuen Testimonials um Kinderfotos der deutschen Fußballnationalspieler handelt. Die Folge: Das Social-Web hat für Pegida überwiegend Häme, Spott und Wut übrig.

  4. „Wir sind das Grundgesetz“: Anti-AfD und -Pegida-Kampagne wird zum Viral-Hit

    „Was ist los in Deutschland?“, fragen die Macher dieses Clips. „Erdogan-Diskussion um Böhmermann, Flüchtlinge und erschreckende AfD-Wahlergebnisse.“ Nach Einschätzung der Produzenten gibt es aber ein Dokument, das „uns die Grundlage, gibt diesen Herausforderungen zu begegnen“ – das Grundgesetz. Um diese Message auch maximal zu verbreiten, produzierten sie den Film „Wir sind das Grundgesetz“ und landeten damit einen echten Viral-Hit.

  5. Hass-Kommentar in Buchform: das Bild-Machwerk des Ex-Bild-Chefs Peter Bartels im Kopp-Verlag

    Der frühere Bild-Chefredakteur Peter Bartels hat sich zu den Ex-Journalisten gesellt, die bei Kopp eine neue publizistische Heimat gefunden haben. Sein Buch ist eine Abrechnung mit der Bild-Zeitung im Allgemeinen und Bild-Chef Kai Diekmann im Speziellen. Ein 252 Seiten langer Hass-Kommentar eines alten Mannes, der einige wenige diskussionswürdige Kritikpunkte in einer bräunlich-klebrigen Soße aus Ressentiments und Selbst-Verklärung ertränkt.

  6. Wie Pegida-Frontfrau Festerling den Zeit-Chef einmal als „Giovanni di Stronzo“ beleidigte

    Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo hielt am gestrigen Sonntag im Dresdner Schauspielhaus eine Rede zum Thema „Lügenpresse“. Dabei erwähnte er auch, dass er von der Pegida-Frontfrau Tatjana Festerling auf Facebook auf Italienisch beleidigt wurde. Di Lorenzo nahm’s locker und nannte vier Gründe für den Vertrauensverlust der Medien.

  7. Nach Pegida-Angriffen: Polizei Sachsen will Journalisten besser schützen

    Während der vergangenen Monate kam es während Pegida- und Legida-Demonstrationen wiederholt zu gewalttätigen Angriffen auf Reporter. Journalistenverbände forderten daraufhin konsequenteren Schutz der Medien. Am vergangenen Donnerstag setzte sich die Polizei Sachsen mit dem DJV zusammen und versprach verschärfte Sicherheitsvorkehrungen.

  8. Sachsen-Schande: So entlarvte „heute journal“-Moderator Claus Kleber Ministerpräsident Stanislaw Tillich

    Im „heute journal“ des ZDF vom gestrigen Montag befragte Moderator Claus Kleber Sachsens Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (CDU) zu den ausländerfeindlichen Übergriffen in seinem Bundesland. Die Fragen Klebers legten dabei die Schwachstellen des Regierungschefs gnadenlos bloß.

  9. Julian Reichelt, Bildblog und der Wirbel um das Pegida-Galgenmännchen

    Bild.de-Chef Julian Reichelt hat sich mal wieder auf Twitter über seine Lieblingsfeinde vom Bildblog extrem aufgeregt. Die rechte Zeitung Junge Freiheit meint, einen Skandal bei der linken Zeitung taz ausgebuddelt zu haben. Und alle Dschungel-Hater dürfen aufatmen: die für sie schlimmsten zwei Wochen des Jahres gehen zu Ende. Der MEEDIA-Wochenrückblick.

  10. „Aufzeigen, dass und wie Rechtsextreme Jagd auf Journalisten machen“: DJV startet Augenzeugen.info

    Das Thema könnte aktueller kaum sein. Vor zwei Tagen rief die Pegida-Frontfrau Tatjana Festerling u.a. dazu auf, die Eliten aus den Pressehäusern zu prügeln. Am heutigen Mittwoch startet der Deutsche Journalisten Verband nun sein Blog-Projekt Augenzeugen.info, das Journalistinnen und Journalisten zu Wort kommen lassen will, „die Opfer von rechtsextremer Gewalt wurden oder Übergriffe auf Journalisten miterlebt haben“.