1. Oh, wie schön ist Panama: Daten-Scoop von SZ & Co. soll Finanzbehörden 500 Millionen Dollar eingebracht haben

    Während noch immer über die tatsächliche Relevanz und Sprengkraft der Paradise Papers diskutiert wird, legt das hinter den Enthüllungen stehende Journalisten-Konsortium ICIJ nun eine Bilanz zur Vorgänger-Recherche der Panama Papers vor. So sollen aufgrund der Enthüllungen Behörden weltweit eine halbe Milliarde US-Dollar an Steuern nachgefordert haben. Via Twitter kritisierte Welt-Chefredakteur Ulf Poschardt allerdings die Leistungsschau der Investigativ-Profis.

  2. Paradise Papers: Kanzlei Appleby geht juristisch gegen Guardian und BBC vor

    Die Steuerkanzlei Appleby steht im Mittelpunkt der Enthüllungen der so genannten Paradise Papers. Unter Federführung der Süddeutschen Zeitung hatten 97 Verlage aus 67 Ländern unter dem Schlagwort Paradise Papers umfangreich über aggressive Steuervermeidungs-Strategien von Firmen und Prominenten berichtet. Eine Haupt-Grundlage der Berichte waren Daten von Appleby. Die Kanzlei bestreitet das öffentliche Interesse und klagt in England gegen den Guardian und die BBC auf Herausgabe der Dokumente und Schadensersatz.

  3. Die Paradise Papers und die Frage nach der Moral: Bayer, Sixt und Allianz fühlen sich zu Unrecht an den Pranger gestellt

    Die Veröffentlichung der so genannten Paradise Papers hierzulande durch die Süddeutsche Zeitung schlug hohe Wellen. Zahlreiche Medien und TV-Sender berichteten über die Steuervermeidungs-Strategien von Firmen, Reichen und Promis mit Hilfe von Steuer-Paradisen. Einige deutsche Firmen, wie Bayer, Sixt oder Allianz fühlen sich zu Unrecht mit an den Steuer-Pranger gestellt. Eine Bewertung der Sachlage auf Basis von Moralfragen ist schwierig.

  4. MEEDIA-Wochenrückblick: Als die Sexismus-Debatte in den Medienbetrieben ankam …

    Ein paar Gedanken zur Mega-Enthüllungsstory Paradise Papers. Das Sexismus-Thema kommt nun (endlich) auch bei den Medienbetrieben an. Bald erwartet uns noch ein Streamingdienst und in den USA gab es eine ganz und gar ungewöhnliche Vorführung des neuen „Thor“-Films. Die MEEDIA-Wochenrückblick-Kolumne.

  5. Medien-Woche: Wie viel Fiktion verträgt eigentlich ein ARD-"Tatort", Herr Aust?

    In der neuen Ausgabe des Podcasts „Die Medien-Woche“ spricht der frühere Spiegel-Chefredakteur und Herausgeber der Welt, Stefan Aust, über RAF- und NSU-Verschwörungskrimis im Fernsehen. Er hält nicht viel davon. Außerdem geht es um die Enthüllungen der Paradise Papers, die Yellow-Debatte beim Verband der Zeitschriftenverleger und Streamingdienste. Und es gibt den Kurz-Auftritt eines bekannten Hollywood-Stars …

  6. Paradise Papers: “Tagesschau” beleuchtet Geschäfte von "Automatenkönig” Gauselmann, unterschlägt aber den Werbe-Auftritt von Jan Hofer

    Die Paradise Papers sind der Scoop der Stunde. Neben der Süddeutschen Zeitung gehören auch die Recherchepartner von NDR und WDR zu den Machern der Story. Allerdings glänzte der Norddeutsche Rundfunk nicht gerade in Sachen Transparenz. So unterschlagen die Hamburger – scheinbar ohne Not – in einem Paradise-Papers-Stück über Paul Gauselmann den Moderations-Auftritt von Jan Hofer, Chefsprecher der “Tagesschau”, auf der 60. Firmenfeier des “deutschen Automatenkönigs”.

  7. “Leakers leaking leaks”: Unbekannter verriet bereits vor 16 Tagen erste Hinweise auf die Paradise Papers – nur kaum einer merkte es

    Die Paradise Papers sind das Nachrichten-Thema des Tages: Weltweit haben gut hundert Medien unter der Schirmherrschaft des Investigativ-Verbundes ICIJ 1,4 Terabyte an Daten ausgewertet und zeitgleich veröffentlicht. Doch unter den Leakern gab es offenbar ein Leck. Bereits vor 16 Tagen verriet eine “nicht direkt involvierte” Person erste Hinweise auf den Mega-Scoop bei Reddit.

  8. Paradise Papers: Süddeutsche Zeitung mit neuem Enthüllungs-Scoop – frühe Investments in Facebook und Twitter mit Geld aus dem Kreml finanziert

    Auf die Panama Papers folgen die Paradise Papers: Die Süddeutsche Zeitung hat am Sonntagabend Erkenntnisse aus einem neuen Datenleck veröffentlicht, die bislang unbekannte Geschäftsbeziehungen von Prominenten als auch amerikanischen Tech-Unternehmen enthüllen. Die heiße Spur von geleakten Dokumenten aus zwei Anwaltskanzleien führen diesmal mehrfach nach Russland: Enthüllt wird in den Paradise Papers u.a., dass die millionenschweren Investments des Star-Investors Juri Milner in Facebook und Twitter vom Kreml mitfinanziert wurden.