1. Oh, wie schön ist Panama: Daten-Scoop von SZ & Co. soll Finanzbehörden 500 Millionen Dollar eingebracht haben

    Während noch immer über die tatsächliche Relevanz und Sprengkraft der Paradise Papers diskutiert wird, legt das hinter den Enthüllungen stehende Journalisten-Konsortium ICIJ nun eine Bilanz zur Vorgänger-Recherche der Panama Papers vor. So sollen aufgrund der Enthüllungen Behörden weltweit eine halbe Milliarde US-Dollar an Steuern nachgefordert haben. Via Twitter kritisierte Welt-Chefredakteur Ulf Poschardt allerdings die Leistungsschau der Investigativ-Profis.

  2. “Leakers leaking leaks”: Unbekannter verriet bereits vor 16 Tagen erste Hinweise auf die Paradise Papers – nur kaum einer merkte es

    Die Paradise Papers sind das Nachrichten-Thema des Tages: Weltweit haben gut hundert Medien unter der Schirmherrschaft des Investigativ-Verbundes ICIJ 1,4 Terabyte an Daten ausgewertet und zeitgleich veröffentlicht. Doch unter den Leakern gab es offenbar ein Leck. Bereits vor 16 Tagen verriet eine “nicht direkt involvierte” Person erste Hinweise auf den Mega-Scoop bei Reddit.

  3. Paradise Papers: Süddeutsche Zeitung mit neuem Enthüllungs-Scoop – frühe Investments in Facebook und Twitter mit Geld aus dem Kreml finanziert

    Auf die Panama Papers folgen die Paradise Papers: Die Süddeutsche Zeitung hat am Sonntagabend Erkenntnisse aus einem neuen Datenleck veröffentlicht, die bislang unbekannte Geschäftsbeziehungen von Prominenten als auch amerikanischen Tech-Unternehmen enthüllen. Die heiße Spur von geleakten Dokumenten aus zwei Anwaltskanzleien führen diesmal mehrfach nach Russland: Enthüllt wird in den Paradise Papers u.a., dass die millionenschweren Investments des Star-Investors Juri Milner in Facebook und Twitter vom Kreml mitfinanziert wurden.

  4. Nannen Preis: Auszeichnungen für die Axel Springer-Akademie, die Zeit und die Panama Papers

    „Wir wollen den Journalismus strahlen lassen“: Mit diesen Worten formulierte stern-Chefredakteur Christian Krug die Bedeutung des Nannen-Preises. Gewonnen hat wieder das Team der SZ für die Panama Papers, aber auch die Journalistenschüler der Axel Springer Akademie für ihr Holocaust-Snapchat-Projekt. Der Egon Erwin Kisch-Preis für die beste Reportage ging an Amrai Coen und Tanja Stelzer (Zeit).

  5. Pulitzer-Preise für Panama Papers-Kollektiv und „beharrliche“ Trump-Berichte der Washington Post

    Im April 2016 sorgte die Enthüllung der Panama Papers weltweit für Schlagzeilen, ein Jahr später gibt es dafür jetzt den Pulitzer-Preis – die höchste Auszeichnung im amerikanischen Journalismus. Indirekt ist damit auch ein deutsches Medium, die Süddeutsche Zeitung, ausgezeichnet worden. Die Washington Post wurde für ihre „beharrliche Berichterstattung“ über Donald Trump prämiert.

  6. Die Panama Papers-Enthüller der SZ erklären den US-Medien, wie sie Trump knacken können

    Frederik Obermaier und Bastian Obermayer, die beiden SZ-Journalisten, die maßgeblich die „Panama Papers“ Enthüllungen rund um Briefkastenfirmen vorangetrieben haben, haben im Guardian dazu aufgerufen, dass US-Medien mehr zusammenarbeiten sollten, um über Donald Trump zu berichten. „Wir haben die Panama Papers Story aufgedeckt. Hier steht, wie man zu Donald Trump recherchieren sollte“, ist das Stück überschrieben.

  7. Große Datenmenge, kleine Wirkung: die Gemeinsamkeiten von digitalen Enthüllungen wie „Football Leaks“, „Panama Papers“ & Co.

    Die „Football Leaks“ Story des Spiegel rund um dubiose Steuer-Konstruktionen im internationalen Spitzenfußball wurde schon nach dem Wochenende wieder aus den Top-Schlagzeilen verdrängt. Erinnerungen werden wach an ähnliche Daten-Enthüllungen wie „Panama Papers“ oder „Offshore Leaks“. Viele Daten, wenig Wirkung. Einige Charakteristika haben alle diese Enthüllungs-Geschichten 2.0 gemeinsam.

  8. Nach Panama-Papers-Recherchen: Süddeutsche legt mit Bahamas-Leaks nach

    Die Süddeutsche Zeitung wird zu einer Art Steuerfahndung: Die Redaktion der Münchner Tageszeitung hat erneut geheime Daten zugespielt bekommen, die finanzielle und womöglich illegale Machenschaften von Prominenten aus Wirtschaft und Politik offenlegen. Dieses Mal handelt es sich um Briefkastenfirmen auf den Bahamas.

  9. SZ-Investigative Obermaier und Obermayer liefern die Vorlage: Netflix verfilmt die Panama Papers

    Eine deutsche Journalisten-Story wird zum Film: Der Streaming-Dienst Netflix will die Investigativ-Story der Panama Papers fiktiv nacherzählen und hat sich die exklusiven Rechte gesichert. Wer die deutschen SZ-Journalisten Frederik Obermaier und Bastian Obermayer spielen wird (und ob sie überhaupt vorkommen) ist noch nicht bekannt. Genauso wenig wie weitere Besetzungen, ein Drehstart oder der Filmstart.

  10. Rückzug vom Rückzug: Investigativ-Papst Leyendecker will bei der Süddeutschen weitermachen

    Investigativ-Legende Hans Leyendecker, 66, will doch noch nicht in Rente gehen. Im Sommer vergangenes Jahr spielte er öffentlich mit dem Gedanken, sich nach dem Auslaufen seiner Ressortleiterstelle ins Private zurückzuziehen. Jetzt sagte er gegenüber der Hannoverschen Allgemeinen (HAZ), dass er bei der Süddeutschen Zeitung weitermacht. Wegen den Panama Papers.