1. Keine „Wertung, Sympathie, Antipathie, Kritik, Polemik“: ORF-Chef verpasst Redakteuren Social-Media-Maulkorb

    Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Österreich will seinen Mitarbeitern neue „Guidelines“ für ihr Verhalten im Social Web an die Hand geben. Der Katalog – der wohl als Entwurf durchgesickert ist – sieht offenbar vor, dass sich Journalisten im Social Web mit Äußerungen gegenüber „politischen Institutionen“ zurückhalten sollen. Damit würde der ORF Forderungen der rechtspopulistischen FPÖ erfüllen – und gerät massiv in die Kritik.

  2. Bussi und Baba, Facebook und YouTube: Der ORF schrumpft seine Social-Media-Accounts um 80 Prozent

    Der Österreichische Rundfunk (ORF) macht Ernst und verkündete am Donnerstag seinen Teilrückzug aus den sozialen Netzwerken Facebook und YouTube. Die Zahl der Facebook-Präsenzen des ORF – rund 70 derzeit – soll um 80 Prozent reduziert, Videos nicht mehr direkt geteilt und keine ORF-Werbung mehr bei YouTube geschaltet werden. Die Gründe: Datenmissbrauch und Intransparenz.

  3. Medien-Woche: Ist die Dauerkritik an den Politik-Talkshows von ARD und ZDF eigentlich gerechtfertigt?

    In der neuen Ausgabe unseren wöchentlichen Podcasts „Die Medien-Woche“ sprechen Stefan Winterbauer (MEEDIA) und Christian Meier (WELT) über die zwei großen Medien-Aufreger der Woche: Alexander Gauland in Badehose und die massive Kritik an den öffentlich-rechtlichen Talkshows. Außerdem: Das Putin-Interview von Armin Wolf und das EuGH-Urteil zu Facebook-Fanseiten.

  4. Harter Fragensteller, schwieriger Gesprächspartner: Armin Wolfs Putin-Interview ist ein journalistisches Lehrstück

    Dass Wladimir Putin westlichen Medien Interviews gibt, ist eine Rarität: Dem ORF und dessen Anchor Armin Wolf hat er nun Rede und Antwort gestanden. Nicht nur ist das Gespräch ein Lehrstück in kritischer Interviewführung, die gesamte Berichterstattung zeugt von hoher Transparenz. Das Interview gewährt Einblicke in die Gedankenwelt des russischen Präsidenten und verdeutlicht dabei eins: Putin ist auch ein absoluter Medienprofi.

  5. Nach "Lügen"-Vorwürfen: Österreichs Vizekanzler Strache entschuldigt sich bei ORF-Anchor Armin Wolf und zahlt 10.000-Euro-Entschädigung

    Österreichs Vizekanzler Heinz-Christian Strache und ORF-Moderator Armin Wolf haben sich in ihrem Streit um ein Facebook-Posting außergerichtlich geeinigt: Der FPÖ-Chef wird sich demnach per Inserat in der Kronen Zeitung sowie zehn Tage lang auf seinem Facebook-Profil für den Vorwurf der Lüge entschuldigen, verkündete Wolf am Dienstagnachmittag in seinem Blog und auf seiner Facebookseite.

  6. Nach FPÖ-Attacken gegen ORF: Deutsche TV-Journalisten fordern Österreichs Kanzler mit offenem Brief zum Eingreifen auf

    TV-Journalisten von ARD und ZDF, darunter Maybrit Illner, Anne Will und Claus Kleber, haben einen offenen Brief an Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz geschrieben. Darin bemängeln sie den Umgang der Regierungspartei FPÖ mit dem ORF. Die Unterzeichner des Schreibens fordern Kurz auf, für die Meinungs- und Pressefreiheit einzutreten.

  7. ORF-Anchor Wolf über Klage gegen FPÖ-Chef: "Strache ist Vizekanzler und nicht Satiriker"

    Der Streit zwischen dem ORF und dem FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat neue Höhen erreicht: Der Politiker hatte den wohl bekanntesten Journalisten des Landes Armin Wolf in einem Facebook-Posting der Verbreitung von Fake News bezichtigt. Im Gespräch mit MEEDIA spricht der renommierte Journalist über die Hintergründe des Streits, redaktionelle Konsequenzen und die Zukunft des ORF.

  8. Trotz Entschuldigung von FPÖ-Chef Strache: Armin Wolf will Justiz über Facebook-Posting entscheiden lassen

    Nach dem kontroversen Beitrag von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache gegen den ORF und dessen wohl bekanntesten Journalisten, Armin Wolf, hat sich der Politiker auf seiner persönlichen Facebookseite entschuldigt. Strache betonte, dass sein Beitrag „ausdrücklich als ‚Satire'“ gekennzeichnet und nicht gegen Wolf gerichtet war. Dieser verkündet unterdessen, dass er bei seiner Klage bleiben wolle.

  9. Nach Fake-News-Vorwürfen: ORF-Journalist Armin Wolf klagt gegen Österreichs Vizekanzler

    Armin Wolf, stellvertretender Chefredakteur des ORF, klagt gegen den FPÖ-Chef und österreichischen Vizekanzler Heinz-Christian Strache. Dieser hatte auf seiner persönlichen Facebookseite ein an die ORF-Werbekampagne „Wie Wir“ angelehntes Posting verbreitet, das dem Journalisten die Verbreitung von Fake News vorwirft. Der Streit zwischen dem ORF und der FPÖ geht nach den Diskussionen am Wochenende in die nächste Runde.

  10. Kooperation statt Kleinkrieg: In Österreich arbeiten private und öffentlich-rechtliche Medien zusammen – gegen Vormacht von Facebook & Co.

    Während in Deutschland beim jahrelangen Streit um die „Tagesschau“-App das Tischtuch zwischen ARD und den Verlagshäusern zerschnitten ist, setzen die Akteure in Österreich auf Zusammenarbeit. Vor rund einem Jahr hob der öffentlich-rechtliche ORF zusammen unter dem Dach der Nachrichtenagentur Austria Presse Agentur (APA) die Austria Videoplattform aus der Taufe.