1. Ideen und Input vom „Wirtschaftsrat“ der Leser: So nutzen Die Zeit und andere Medien die Expertise ihrer Zielgruppen

    Wer sein journalistisches Produkt verbessern möchte, sollte wissen, was die Zielgruppe will. Getreu diesem Motto hat das Wirtschaftsressort der Zeit vor sechs Monaten einen zwölfköpfigen Wirtschaftsrat gestartet, der die Redaktion unterstützen soll. Auch digitale Medien versuchen verstärkt, mit ihren Nutzern zu kooperieren und eine Art offenen Journalismus zu liefern.

  2. Frank Thelen über die Digitalisierung der Medien: „Verlage müssen die Business-Modelle anders aufziehen“

    Werbeeinnahmen gehen zurück und Verlage stellen ihre Geschäftsmodelle auf den Prüfstand: Die Medienbranche ist im Umbruch. Ein wichtige Rolle spielt dabei die Digitalisierung. Startup-Gründer und Investor Frank Thelen, bekannt aus dem Vox-Erfolgsformat „Die Höhle der Löwen“, blickt im Interview auf die Branche, die Macht der großen US-Digitalkonzerne und Blaupausen aus Osteuropa.

  3. Zeit Online verlängert #D17 zu #D18: Wie sich Lokal-Journalismus zur "Fundgrube für Reichweite” entwickelte

    Die SPD-Mitglieder haben sich für die GroKo entschieden und Deutschland bekommt wieder eine Regierung. Für die Macher von Zeit Online ist dies Grund genug, ihr viel beachtetes #D17-Projekt, mit Heimat-Geschichten aus der deutschen Provinz, unter dem neuen Schlagwort #D18 fortzuführen und auszubauen. Zudem internationalisieren die Berliner ihr Debatten-Format “Deutschland spricht” jetzt unter dem globalen Label “My Country Talks”.

  4. 2020-Report: Schneller, digitaler, visueller – wie die New York Times an ihrer Zukunft feilt

    Faszinierender Blick in die Zukunft des Journalismus: Die New York Times hat ihren mit Spannung erwarteten Ausblick über die nötigen Veränderungen bei der vielleicht besten Zeitung der Welt veröffentlicht. Der Report, der den Titel „Journalism that stands apart“ trägt, wirft ein Licht auf die kommenden Anstrengungen, die die „Gray Lady“ bis Ende des Jahrzehnts anstrebt: digitaleren Journalismus, kreativere Mobil-Formate, eine größere Zusammenarbeit mit Freelancern – und Kündigungen.

  5. „Hören, wie Leute sterben“: The Outline, das neue Newsportal für die Snapchat-Generation

    Vorhang auf für die Zukunft des Journalismus? Das neue Newsportal The Outline sieht sich so: Als „neue Publikation für eine neue Art Mensch“ beschreibt CEO und Chefredakteur Joshua Topolsky sein neues Produkt. Topolsky hat sich als selbstbewusster Tausendsassa in der amerikanischen Medienbranche einen Namen gemacht – erst als Chefredakteur von Engadget, dann von The Verge. The Outline wirkt auf den ersten Blick wie ein News-Angebot für die Snapchat-Generation, das sich zwischen Effekthascherei und ernstzunehmenden Journalismus nicht entscheiden kann.

  6. „Schuldlos schuldig im Sinne der Anklage“: Jochen Wegner über das Echtzeit-Journalismus-Paradoxon

    In Nachrichtenlagen wie dem Attentat von München gilt für Journalisten, das öffentliche Interesse zu bedienen, ohne dabei an den Fakten vorbei oder sensationsheischend zu berichten. Online-Medien und TV haben zudem den Anspruch, „in Echtzeit“ zu berichten. In einem Werkstattbericht reflektiert Zeit-Online-Chef Jochen Wegner, in welchen Fällen Medien „schuldlos schuldig im Sinne der Anklage“ sind.

  7. Von wegen Listicles und Katzenbilder: Online-Leser wollen angeblich lange, gut recherchierte Geschichten

    „7 Dinge, die man über Donald Trumps Frisur wissen sollte“ – eine Überschrift, an der alles „Klick-Garant“ schreit. Doch tatsächlich kommen Listicles und Promi-Klatsch weniger gut an, als man vermuten könnte. Das will jedenfalls eine neue Untersuchung herausgefunden haben. Online-Leser schätzen demnach angeblich vor allem längere, tiefgründig recherchierte Beiträge, die neue Perspektiven bieten.

  8. taz.de-Bilanz 2015: Leserspenden brachten mehr als doppelt so viel ein wie Werbung

    Die Online-Ausgabe der taz schloss auch das vergangene Jahr mit einem Verlust ab. Wie die Zeitung auf ihrem Blog mitteilt, fiel das Minus mit 286.000 Euro in 2015 aber geringer aus als im Vorjahr. Die Macher sehen das als positives Signal und wollen am freiwilligen Bezahlmodell „Paywahl“ festhalten – zum ersten Mal überstiegen die Erlöse aus Leserspenden die Einnahmen aus der Werbevermarktung.

  9. Rettet die Homepage: Wie die größten Newsportale den Startseiten-Traffic wieder steigern wollen

    Online-Nachrichten-Seiten wachsen weiterhin ungebremst und profitieren vor allem durch die immer engere Verzahnung mit sozialen Netzwerken. Ein Problem: Besonders durch Facebook und Co. landet der Leser meist direkt in den Artikelseiten und wird an der Homepage vorbeigeschleust. Vor allem aus Vermarkter-Sicht ist das fatal.

  10. Studie: Leserkommentare sind schlecht fürs Image der Medien (Hasskommentare besonders)

    Vor allem in Zeiten der wachsenden Anzahl von Hasskommentaren wird der Mehrwert von Kommentarspalten sowie deren Verwaltung diskutiert. Eine Studie kommt nun zu einem alarmierenden Ergebnis: Grundsätzlich wirken sich Nutzerkommentare negativ auf die Wahrnehmung der Textqualität aus – vor allem aber „unhöfliche“. Damit bestätigt die Studie auch: Trolle und Hetzer erreichen ihr Ziel, Medien unglaubwürdig wirken zu lassen.