1. „Hysterische Übertreibung“: Springer-Chef Döpfner gibt Political Correctness Mitschuld am Populismus 

    Eine „hysterische Übertreibung“ der politischen Korrektheit hat nach Überzeugung von Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner zur Schwächung der Demokratien der Mitte und zum Aufstieg der Populisten beigetragen. Es herrschten bei Politik und Medien inzwischen verbreitet Denk- und Sprechverbote, kritisierte Döpfner auf einer Medien-Tagung am Donnerstag in Wien. Politiker sagten immer öfter nicht mehr das, was sie dächten. Medien beschrieben immer weniger das, was sei, sondern lieber das, was sein sollte.

  2. "Sie wurden von einem Populisten hinters Licht geführt: Jan Böhmermann nutzt "Romy"-Preisverleihung für politisches Statement

    Politische Statements zogen sich am Samstagabend wie ein roter Faden durch die diesjährige Verleihung der österreichischen TV- und Filmpreises „Romy“ in Wien. Jan Böhmermann hatte schon im Vorfeld angekündigt, die Galaveranstaltung für ein starkes Statement nutzen zu wollen. Und auch Iris Berben hat die „Romy“ für ihr Lebenswerk mit einem Plädoyer für Demokratie entgegengenommen.

  3. Kooperation statt Kleinkrieg: In Österreich arbeiten private und öffentlich-rechtliche Medien zusammen – gegen Vormacht von Facebook & Co.

    Während in Deutschland beim jahrelangen Streit um die „Tagesschau“-App das Tischtuch zwischen ARD und den Verlagshäusern zerschnitten ist, setzen die Akteure in Österreich auf Zusammenarbeit. Vor rund einem Jahr hob der öffentlich-rechtliche ORF zusammen unter dem Dach der Nachrichtenagentur Austria Presse Agentur (APA) die Austria Videoplattform aus der Taufe.

  4. ORF im Visier der Rechtspopulisten: "Medien-Kommissar" Siebenhaar über Österreichs neuen Kurs

    Österreichs öffentlich-rechtlicher Rundfunk ist vor allem der rechtspopulistischen FPÖ ein Dorn im Auge. Dem ORF droht ein personeller und inhaltlicher Umbau. Die neue Regierung will den Sender austrifizieren.

  5. ÖAK-Analyse: ePaper sorgen für weitgehend stabile Auflagen bei Österreichs Zeitungen und Magazinen

    Die Österreichische Auflagenkontrolle (ÖAK) hat die Print-Auflagenzahlen für das erste Halbjahr vorgelegt. Ergebnis: Im Vergleich zu Deutschland geht es insbesondere den Tageszeitungen und Wochenmagazinen recht gut. Selbst der Bouelvard-Gigant Krone büßte nur 1,9% ihrer Auflage ein, Wochenmegazine wie tv media, Woman, profil und trend legen ebenso wie Die Presse sogar zu.

  6. Nach Rassismus-Vorwürfen wegen Ösi-Kampagne: Die "dicke Eier"-Rechtfertigung vom “kleinen Saftladen” True Fruits

    Die Bonner Smoothie-Produzenten True Truits werben diese Tage in Österreich mit Flaschen in schwarz, rot, gold oder auch mit einer Flüchtlingsanspielung. Das oberste Kampagnen-Ziel lautet dabei offenbar: maximale Aufmerksamkeit durch Polit-Provokation. Das gelingt. Allerdings gibt es dann doch so viel Ärger, dass sich die Saftpresser nun gezwungen sehen, sich vom Rassismus-Vorwurf zu distanzieren.

  7. „Bei uns kannst Du kein Braun wählen“: die peinliche Polit-Provo-Kampagne von True Fruits für Österreich

    Werbeziel Provokation: Die Saftpresser von True Fruits haben längst eine gewisse Perfektion darin erlangt, ihre Werbung wie einen Smoothie aus passenden Ingredienzien zu komponieren. Die Zutaten: Empörung, Provokation, eine Prise Humor und Spurenelemente von Sexismus oder Rassismus. Neuestes Beispiel: die Einführungskampagne für Österreich. Flaschen in schwarz, rot und gold oder auch eine Flüchtlingsanspielung sorgen für den geplanten Shitstorm.

  8. „Bei der Figur auch kein Wunder!“: Österreich streitet um sexistischen Baumgartner-Kommentar zu „Osterhöschen“-Werbung von Palmers

    Weil eine TV-Journalistin das Werbefoto eines Unterwäscheherstellers kritisiert hatte, schreibt Felix Baumgartner eine herablassende Replik bei Facebook: „Bei der Figur auch kein Wunder!“, so die Reaktion des Extremsportlers. Nun hat ihm Corinna Milborn, die Infochefin des TV-Senders Puls 4, geantwortet – und ein Angebot unterbreitet.

  9. „Medien-Kommissar“ Siebenhaar: „Ansehensverlust des ORF ist Lehrbeispiel für ARD und ZDF“

    Die FPÖ ist mit ihrer Social-Web-Strategie zum Vorbild rechter Parteien geworden, meint Hans-Peter Siebenhaar. Im Interview mit MEEDIA erklärt der Wiener Handelsblatt-Korrespondent und Autor des neuen Buchs „Österreich – Die zerrissene Republik“, dass die Rechtspopulisten die Klaviatur des digitalen Medienzeitalters „nahezu perfekt“ beherrschen und so unabhängig von klassischen Medien werden.

  10. Die ÖAK-Zahlen des zweiten Halbjahres 2016: Auflagen-Analyse für Zeitungen und Magazine in Österreich

    Zum zweiten Mal präsentiert MEEDIA die Auflagen-Analyse für Österreich. Größte Tageszeitung bleibt natürlich die Krone, am deutlichsten verloren hat der Kurier. Bei den Magazinen führen Die ganze Woche und Servus in Stadt & Land. Diverse Titel konnten ihre Verkaufszahlen steigern – auch zwei Tageszeitungen.