1. Zeitungsmarkt München: Bild größter Verlierer, Süddeutsche bleibt trotz klarer Verluste vorn

    Die Münchner Zeitungskäufer sind weiterhin etwas treuer als die in anderen Metropolen: Rund 290.000 Zeitungen werden in der bayerischen Landeshauptstadt laut Verbreitungsanalyse Tageszeitungen der IVW verkauft – ein verhaltenes Minus von 5,7%. Die Nummer 1 Münchens bleibt die Süddeutsche Zeitung, allerdings nur noch mit Mini-Vorsprung auf die tz.

  2. „Hetzerische Diffamierung“ – bayerischer AfD-Verband erteilt SZ Hausverbot und löst Solidarität mit der Zeitung aus

    Der AfD-Kreisverband Erding (Bayern) hat der Süddeutschen Zeitung wegen angeblicher Hetze und Diffamierung Hausverbot erteilt. Anlass war offenbar ein Artikel der SZ über eine AfD-Veranstaltung, die von Schafkopfspielern torpediert wurde. Als Reaktion solidarisierte sich die Erdinger Lokalausgabe des Münchner Merkur mit den Kollegen der SZ.

  3. Presseratsbeschluss: nicht-repräsentative Online-Umfragen brauchen klare Kennzeichnung

    Nicht-repräsentative Online-Umfragen sollen künftig eindeutig gekennzeichnet werden. Das hat der Deutsche Presserat nach einer entsprechenden Nutzerbeschwerde entschieden. Bei einer Umfrage im Internet konnte dieser 192 Mal abstimmen und so das Ergebnis entscheidend verzerren. Da der Fall zum ersten Mal vor dem Kontrollgremium der Medienwächter landetet, verzichtete der Rat auf eine Sanktion.

  4. TSV 1860 München legt sich schon wieder mit Medien an: Bild, tz und Merkur sind betroffen

    Im November vergangenes Jahr sorgte der Fußball-Zweitligist TSV 1860 München für Wirbel, als er ein Hausverbot für Journalisten aussprach. Grund war damals offenbar Kritik der Medien an der Entlassung von Trainer Kosta Runjaic. Das Hausverbot wurde kurz darauf wieder aufgehoben doch jetzt gibt es schon wieder Ärger. Bild, tz und Merkur wurden die Dauerakkreditierung entzogen, da man „aufgrund der Berichterstattung in den letzten Wochen und Monaten derzeit keine Basis für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit“ sehe.

  5. Christian Nitsche soll auf Sigmund Gottlieb als BR-Chefredakteur folgen

    Der Zweite Chefredakteur von ARD-aktuell, Christian Nitsche (45), soll zum 1. April neuer Chefredakteur des Bayerischen Rundfunks (BR) werden und damit Sigmund Gottlieb ablösen, der in Rente geht. BR-Kreise bestätigten das am Mittwoch auf Anfrage. Zuvor hatten der Münchner Merkur und die tz darüber berichtet.

  6. Klage gegen Bayerischen Rundfunk: Ippen will wegen Radiobeteiligung Rundfunkbeitrag sparen

    Der Münchener Zeitungs-Verlag (Münchner Merkur und tz) klagt wegen des Rundfunkbeitrags gegen den Bayerischen Rundfunk. Er sieht sich wegen seiner Beteiligung an einem Radiosender als privater Rundfunkanbieter und daher nicht in der Beitragspflicht. Darüber verhandelt der Bayerische Verwaltungsgerichtshof am Dienstag (10.30 Uhr) in München.

  7. Zeitungsmarkt München: Abendzeitung nur noch knapp vor Bild, Süddeutsche weiter Nummer 1

    Die Münchner Zeitungslandschaft war in der jüngeren Vergangenheit geprägt vom Verkauf der Abendzeitung und der anschließenden Auflagenbereinigung durch den neuen Besitzer. In der Stadt München verkauft die Abendzeitung noch rund 33.700 Exemplare und liegt nur noch knapp vor der Bild. Weit davor dominieren die Süddeutsche Zeitung und die tz den Markt.

  8. IVW-Analyse der Regionalzeitungen: keine Gewinner unter den 80 Top-Titeln, dramatische Zahlen in Berlin

    Auch im dritten Quartal ging es für die deutschen Lokal- und Regionalzeitungen in Sachen Verkaufszahlen ausnahmslos bergab. Keins der 80 Blätter mit den meisten Abos und Einzelverkäufen konnte sich verbessern. Am heftigsten sieht es in Berlin aus: mit Verlusten von 5,8% bis 7,9% für die fünf Zeitungen.

  9. Zeitungsmarkt München: tz überholt Abendzeitung, SZ legt dank ePaper zu

    Interessante Entwicklungen auf dem Münchner Zeitungsmarkt: So fiel die Abendzeitung schon vor der existenziellen Krise und dem Verkauf hinter den Konkurrenten zu zurück. Marktführer Süddeutsche Zeitung konnte sich im Vergleich zu 2012 in München sogar steigern – nicht zuletzt aber dank der ePaper-Verkäufe. Rasant nach unten ging es hingegen für die Bild.