1. Juncker kritisiert Türkei: Kein Verständnis für Satire-Eklat

    Im deutsch-türkischen Satire-Streit hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker der Regierung in Ankara eine Verletzung der Presse- und Meinungsfreiheit vorgeworfen. „Präsident Juncker hat kein Verständnis dafür, wenn der deutsche Botschafter nur wegen eines satirischen Songs einbestellt wird“, sagte eine Sprecherin am Mittwoch in Brüssel.

  2. AA-Reaktion auf Erdogan-Satire: Botschafter habe Türkei die Meinungsfreiheit verdeutlicht

    Das Auswärtige Amt hat sich endlich zur Debatte um den türkischen Staatspräsidenten Erdogan und den Beitrag der NDR-Sendung „extra 3“ geäußert und erklärt, wie der deutsche Botschafter Martin Erdmann bei der formellen Vorladung des türkischen Außenministeriums reagierte. Erdmann habe die Meinungsfreiheit verteidigt, heißt es aus Berlin. Kritik am Verhalten der Türkei gab es nicht.

  3. „Erdowie, Erdowo, Erdogan“: Türkei bestellt deutschen Botschafter wegen „extra 3“-Satire ein

    Trotz der indirekten Abschiebung europäischer Journalisten muss sich der türkische Präsident Recep Erdogan noch immer mit lästigen deutschen Medien auseinandersetzen. Einem Bericht von Spiegel Online zufolge hat der türkische Machthaber in der vergangenen Woche den deutschen Botschafter einbestellt. Grund war ein Satire-Beitrag der NDR-Sendung „extra 3“.

  4. OLG-Entscheid zum Bild-„Pranger“: Springer will falls nötig bis vor den Bundesgerichtshof ziehen

    Axel Springer wird die Niederlage vor dem Oberlandesgericht München nicht akzeptieren und Rechtsmittel einlegen. Falls notwendig, wolle man bis zum Bundesgerichtshof gehen, so ein Sprecher. Die Richter hatten am Donnerstag den „Pranger der Schande“, durch den Bild in Print wie Online rechte „Hetzer“ identifizierbar machte, wegen Verletzung der Persönlichkeitsrechte für unzulässig erklärt.

  5. „Rabauken-Urteil“: Landgericht bestätigt Geldstrafe gegen Nordkurier-Redakteur

    Das Landgericht Neubrandenburg hat die Geldstrafe gegen einen Journalisten wegen Beleidigung eines Jägers im sogenannten „Rabaukenjäger-Fall“ bestätigt. Das Amtsgericht Pasewalk hatte den Nordkurier-Redakteur zu einer Zahlung von 1000 Euro verurteilt. Mit dem Urteil wollen sich weder Reporter noch Chefredakteur Lutz Schumacher zufrieden geben. Der Fall geht nun ans Oberlandesgericht in Rostock.

  6. SWR-Debatte: Dreyer beharrt auf AfD-Auschluss, Chefredakteur jammert über Politiker

    Die rheinland-pfälzische Ministerpräsident Malu Dreyer (SPD) bleibt bei ihrer Weigerung, vor der Landtagswahl an einer TV-Debatte mit einem Vertreter der rechtskonservativen Alternative für Deutschland (AfD) teilzunehmen. Damit wäre die Talkrunde inhaltlich gescheitert. Unterdessen kritisiert SWR-Chefredakteur Fritz Frey das Politiker-Verhalten und jammert, dass ihm bereits mehrmals das Konzept „zerschossen“ wurde.

  7. WDR-Journalistin Zimmermann: „Ich habe doch nur ausgedrückt, was alle wussten“

    Die WDR-Journalistin Claudia Zimmermann hat sich erstmals in einem Interview zu dem missglückten Auftritt im niederländischen Radio geäußert. In einer Talkrunde hatte sie erklärt, dass die Reporter des WDR angewiesen worden wären, im Sinne der Regierung zu berichten. Gegenüber der Rheinischen Post entschuldigte sie sich nun erneut dafür, kritisierte aber auch das Verhalten der Medien. „Unausgesprochen haben sich fast alle Journalisten über Jahre einen Maulkorb auferlegt.“

  8. „Kein Persilschein“: Offener Brief war unter WDR-Freien hochumstritten

    Heute veröffentlichten freie Journalisten des WDR einen Offenen Brief. Darin wehren sie sich gegen die Unterstellungen, es gäbe bei dem öffentlich-rechtlichen Sender Anweisungen, in eine bestimmte Richtung zu berichten. Vorausgegangen war dem Schreiben eine hitzige Diskussion in der Mailingliste der WDR-Freien. MEEDIA dokumentiert diese, weil sie das gesamte Bild der medialen Debatte um politische Einflussnahme bei Öffentlich-Rechtlichen nachzeichnet.

  9. “Periscoportage” – der journalistische Dreifach-Coup von Bild-Reporter Paul Ronzheimer

    Bild-Chefreporter Paul Ronzheimer erfindet die neue journalistische Form der “Periscoportage”. In den Facebook-Kommentarspalten prallen unterschiedliche Kulturen der Meinungsfreiheit aufeinander. Amazon gibt mächtig Gas mit seinem Prime-Videodienst und belauschte Mediennutzer geben erstaunliches Preis. Der MEEDIA-Wochenrückblick.

  10. Ex-Generalbundesanwalt Range: „Wollte nicht wie geprügelter Hund vom Hof“

    Der im Zuge der Landesverrat-Affäre gefeuerte Generalbundesanwalt Harald Range hat seine Ermittlungen gegen kritische Journalisten und seine öffentlichen Attacken gegen Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) verteidigt. „Ich wollte nicht wie ein geprügelter Hund vom Hof schleichen, sondern aufrecht durchs Tor gehen – auch um mich nicht strafbar zu machen“, sagte Range der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.