1. Cumhuriyet-Chef und Erdogan-Gegner Can Dündar kritisiert deutsche Bundesregierung

    Der türkische Journalist Can Dündar wirft der Bundesregierung vor, die Menschenrechtsproblematik in der Türkei nicht ernst genug zu nehmen. Er verstehe die deutsche Haltung zur türkischen Regierung mit Blick auf die Flüchtlinge, sagte Dündar, Chefredakteur der Zeitung Cumhuriyet. „Das ist zurzeit das größte Problem in Europa.“ Aber er verstehe nicht, dass die Berliner Regierung die Unterdrückungspolitik der Türkei ausblende.

  2. Böhmermann-Anwalt Schertz über Teilverbot von Schmähgedicht: „Gericht macht Satire zur Realsatire“

    Jan Böhmermann sprach mit der Zeit und sein Anwalt nun mit dem stern. Im Interview mit dem Nachrichtenmagazin äußert sich der Medienanwalt des TV-Moderators, Christian Schertz, zum ersten Mal über sein Mandat sowie ausführlicher über die Entscheidung des Landgerichts Hamburg, Teile des Schmähgedichts über den türkischen Staatspräsidenten zu verbieten. Zudem erklärt, wieso er das Erdogan-Mandat nicht angenommen hätte.

  3. Böhmermanns Schmähgedicht nach dem Gerichtsentscheid: Welche Zeilen erlaubt und welche verboten sind

    Mit der Entscheidung des Landgerichts Hamburg wird Moderator Jan Böhmermann untersagt gewisse Passagen seines Schmähgedichts zu wiederholen. – beziehungsweise fast alles. Wie das Gericht im Anhang der Pressemitteilung deutlich macht, ist der „Teilerfolg“ Erdogans eigentlich ein Sieg (in erster Instanz) auf ganzer Linie. Denn nur sechs Zeilen sind stehen geblieben, die zweieinhalb Reime bedeuten.

  4. Erdogan-Anwalt Höcker: „Mir ist völlig gleichgültig, was meine Mandanten vom deutschen Recht halten“

    Ralf Höcker vertritt jetzt den türkischen Staatspräsidenten Erdogan und geht für ihn unter anderem gegen Springer-CEO Mathias Döpfner vor. Der hatte sich im Fall Böhmermann mit dem Moderator solidarisiert. Im MEEDIA-Interview spricht der Jurist u.a. über die Gründe für die Annahme des umstrittenen Mandats.

  5. Mathias Döpfner, CEO Axel Springer

    Einstweilige Verfügung beantragt: Erdogan geht gegen Springer-CEO Mathias Döpfner vor

    Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat eine einstweilige Verfügung gegen Springer-Chef Mathias Döpfner beantragt. Es gehe dabei um dessen Unterstützung für das Schmähgedicht von Jan Böhmermann, sagte Anwalt Ralf Höcker, der Erdogan in Medienrechtssachen vertritt. Wie Höcker weiter erklärte, wird das Landgericht Köln dem Antrag wohl nicht stattgeben. In diesem Fall wolle er in die zweite Instanz gehen.

  6. „Es geht um die Grenzen der Freiheit in Deutschland“ – so erklärt Jan Böhmermann sein Erdogan-Gedicht

    Jan Böhmermann hat sein erstes Interview nach der Affäre um sein Schmähgedicht auf den türkischen Staatspräsidenten Erdogan der Zeit gegeben. Die Fragen von Matthias Kalle und Moritz von Uslar beantwortete er nur schriftlich. Im Interview erlebt man einen durchaus angefassten Böhmermann, der vor allem Bundeskanzlerin Angela Merkel immer wieder scharf kritisiert.

  7. Jan Böhmermann steht nicht mehr unter Polizeischutz

    Satiriker Jan Böhmermann (35) steht mittlerweile nicht mehr unter Polizeischutz. Ein Polizeisprecher bestätigte dies am Freitag in Köln. Seit etwa einer Woche sei die Maßnahme wieder aufgehoben. Böhmermann hatte in seiner Sendung „Neo Magazin Royale“ (ZDFneo) in einem Schmähgedicht über den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan bewusst Formulierungen unter der Gürtellinie benutzt.

  8. „Verbale Lynchjustiz“: Hamburger Staranwalt Gerhard Strate attackiert Jan Böhmermann

    Der Hamburger Jurist Gerhard Strate hat die Kritik des ZDF-Satirikers Jan Böhmermann an dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan verurteilt. In einem Gastbeitrag für das Hamburger Abendblatt nennt Strate die Satire „eine Art verbaler Lynchjustiz“. Böhmermann verwechsle Humor chronisch mit Beleidigung und habe das Prinzip der Menschenverachtung tief verinnerlicht.

  9. Diekmanns Fake-Interview: Diese Medien fielen auf falsche Böhmermann-Aussagen herein

    Bild-Herausgeber Kai Diekmann hat am Mittwoch für ordentlich Wirbel in der Böhmermann-Debatte um das Schmähgedicht über den türkischen Staatspräsident Erdogan gesorgt. Bei Facebook veröffentlichte er „exklusiv“ das in diesem Zusammenhang erste Interview mit dem ZDF-Moderator – es war ein Fake, den er kurze Zeit später auflöste. Einige Medien konnten es dennoch nicht abwarten und fielen auf die falschen Aussagen herein.

  10. Die Böhmermann-Erdogan-Affäre: Meinungsfreiheit nur zum Nulltarif

    Die Affäre rund um das Schmähgedicht Jan Böhmermanns über den türkischen Präsidenten Erdogan hat mittlerweile angsteinflößende Ausmaße angenommen. Wer bislang dachte, das Grundrecht auf Meinungs-, Presse- und Kunstfreiheit sei in Deutschland nicht verhandelbar, muss ins Zweifeln kommen.