1. „Ja, es ist richtig und wichtig, es zu zeigen“: Peter-Matthias Gaede über die Medien-Debatte um das Bild des toten Jungen

    Das Foto des toten Flüchtlingsjungen am Strand erschüttert die Welt und stellt Medienmacher vor die heikle Frage: zeigen oder nicht? Auf einen MEEDIA-Beitrag zu dieser Ethik-Debatte reagierte der langjährige Geo-Chefredakteur Peter-Matthias Gaede, der auch der diesjährigen Jury des World Press Photo Awards angehörte und im Vorstand von Unicef Deutschland tätig ist, mit einem lesenswerten Kommentar, den wir hier noch einmal als Gastbeitrag veröffentlichen.

  2. Das Schock-Foto und die Moral-Frage: „historischer Moment“ oder „nur noch voyeuristisch“?

    Die Boulevardtitel Bild sowie B.Z. und das „Spiegel TV Magazin“ haben beim Angebot der Kronen-Zeitung zugegriffen und das umstrittene Leichen-Foto aus dem Kühllaster in Österreich gekauft und veröffentlicht. Bei MEEDIA erklärt Bild-Online-Chef Julian Reichelt, weshalb sich die Redaktion für einen unverpixelten Abdruck entschieden hat. Fünf weitere Chefredakteure nennen Gründe, weshalb sie das Foto nicht gekauft haben.

  3. Medien-Ethiker kritisieren Schock-Foto aus Flüchtlings-Lkw: „Dreister Verstoß gegen Grundsätze des Journalismus“

    Mit der Veröffentlichung eines Fotos, das tote Flüchtlinge zusammengepfercht im Laderaum eines Kühllasters zeigt, hat die österreichische Kronen Zeitung eine Mediendiskussion entfacht. Auch Bild hat die Aufnahme als „Foto der Schande“ und „Dokument der Zeitgeschichte“ am Sonnabend publiziert, Spiegel TV zeigte das unverpixelte Bild am Sonntag im Rahmen seiner Magazin-Sendung auf RTL. Der Presserat wird sich aufgrund bereits eingegangener Beschwerden mit der Angelegenheit befassen. Ist die Veröffentlichung legitim oder nicht? MEEDIA hat Medienethik-Experten dazu befragt.

  4. Mord war zu gewöhnlich: Presserat rügt Bild wegen Täter-Foto

    Der Deutsche Presserat rügt die Bild-Zeitung – nicht unbedingt eine Schlagzeile von der Sorte „Mann beißt Hund“, aber in diesem Fall wird der Entscheid für Diskussionen sorgen: Dass die Hamburger Regionalredaktion das Foto eines 16-jährigen Mörders unverpixelt veröffentlichte, ist aus Sicht der Ethik-Instanz nicht vom Pressekodex gedeckt. Grund: Dieser Mord sei keine „in ihrer Art besonders schwere Straftat“. Bild wehrt sich und ruft seine Leser zum öffentlichen Protest gegen den Presserat auf.

  5. Compliance-Kodex: Presserat sieht Initiative vieler DAX-Unternehmen als Ergänzung

    Der Deutsche Presserat begrüßt den neuen Compliance-Kodex, der innerhalb eines Unternehmens den Umgang mit den Medien regeln soll. Die Richtlinien, an der zahlreiche Dax-Konzerne mitgewirkt haben, seien eine „sinnvolle Ergänzung zu den etablierten und anerkannten ethischen Grundsätzen des Pressekodex.“