1. Freiburger Polizeireporter Röderer und der Fall Maria L.: Warum es richtig war, die Täterherkunft zu nennen

    Joachim Röderer, Redakteur bei der Badischen Zeitung, war einer der ersten Journalisten, der über den mutmaßlichen Sexualmord an Maria L. aus Freiburg berichtet hat. Im Interview mit MEEDIA spricht der Polizeireporter darüber, wie er den Fall erlebte, wie in seiner Redaktion über den Verdächtigen diskutiert und weshalb die Entscheidung getroffen wurde, sofort die Herkunft des mutmaßlichen Täters zu nennen.

  2. Nachrichtenwert „Flüchtling“: Wer im Pressekodex eine Bevormundung sieht, hat ihn nicht verstanden

    Vergewaltigungen in Freiburg, Bochum und jetzt Hamburg haben zu einer breiten Mediendebatte geführt: Wie berichtet man über solche Fälle, bei denen mutmaßlich Flüchtlinge die Täter sind? Für MEEDIA hat die Journalismus-Forscherin Prof. Dr. Marlis Prinzing dies unter kommunikationswissenschaftlichen Aspekten betrachtet – mit Blick auf Nachrichtenwerttheorie und Medienethik. Die Gastautorin kommt u.a. zum Schluss, dass ein Paragraf des Pressekodex dabei zu Unrecht in der Kritik steht.

  3. Alle deutsche Medien zeigen das Foto vom verstörten syrischen Jungen. Warum gibt es keine Ethikdebatte?

    Mal wieder gibt ein so genanntes ikonisches Foto. Aber anders als das Foto des toten Jungen am Strand löst das Bild des verstörten Jungen aus Syrien keine breite Ethikdebatte aus. Warum? Sonst noch im MEEDIA-Wochenrückblick: Die Schreibwut des Thomas Fischer, die supertollen Star-Experten von Bauer und Sprachprobleme bei Blendle.

  4. Bild-Ikonen Omran und Aylan – und die Frage nach der Macht dramatischer Fotos

    Das Bild des kleinen Omran geht um die Welt. Und wieder steht die Frage im Raum: Was kann diese neue Bild-Ikone, die den Syrienkrieg auf erschütternder Weise deutlich macht, überhaupt bewirken? Und ist es nicht bald schon wieder vergessen? Anders als vor einem Jahr, als der tote Junge Aylan am Strand des Mittelmeers gefunden wurde, gibt es in den Medien dieses Mal keine ethische Debatte.

  5. Beschwerden wegen Abdruck von Amokopfer-Fotos: BamS wird Fall für Presserat

    Die Berichterstattung zum Amoklauf in München wird den Deutschen Presserat beschäftigen. Nach dem Attentat, bei dem zehn Menschen ums Leben gekommen sind, wird sich das Kontroll-Gremium demnächst mit dem Abdruck von Opferfotos in der Bild am Sonntag sowie bei Bild.de beschäftigen. Die Medien hatten die Bilder unverpixelt veröffentlicht und damit erste Beschwerden ausgelöst.

  6. Regelung für Online-Medien: Presserats-Rügen sollen künftig 30 Tage lang im Netz stehen

    Medien, die gegen den Pressekodex verstoßen haben, sollen Leser künftig 30 Tage lang im Netz über eine Rüge informieren. Die Sanktion solle sichtbar sein, sobald Nutzer den Beitrag online anschauten, teilte der Deutsche Presserat am Freitag in Berlin mit. Für die bereits vorher geltende Regelung, Rügen im Netz zu publizieren, gab es bislang noch kein konkretes Muster.

  7. „Nicht nachvollziehbar“: Focus Online kritisiert Presserats-Rügen wegen Schleichwerbung

    Der Deutsche Presserat hat nach einem dreitätigen Sitzungsmarathon insgesamt elf Rügen ausgesprochen. Unter anderem kritisierten die Ethik-Experten Focus Online, weil die News-Seite von Chefredakteur Daniel Steil in zwei Fällen die Trennung von Werbung und Redaktion nicht eingehalten habe. Die Entscheidungen seien „nicht nachvollziehbar“, reagiert nun ein Sprecher des Burda-Portals

  8. Presserat rügt Focus Online wegen Schleichwerbung, Bild für Verstoß gegen Opferschutz

    Drei Tage saßen die Gremien des Deutschen Presserates zusammen, um zum einen über die Richtlinie 12.1 des Pressekodex und zum anderen über etliche Beschwerden gegen deutsche Medien zu diskutieren. Am Ende der Woche stehen elf öffentliche Rügen zu Buche – vor allem gegen die Bild-Gruppe, aber auch Focus Online, die Abendzeitung und die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung.

  9. Nennung der Herkunft von Straftätern: Presserat prüft Richtlinie gegen Diskriminierung

    Der Deutsche Presserat stellt die Richtlinie zur Nennung der Herkunft von Straftätern auf den Prüfstand. Bei einem nicht-öffentlichen Treffen an diesem Mittwoch in Berlin steht die Diskussion über die betreffende Richtlinie 12.1 im Pressekodex auf der Tagesordnung. Unter Chefredakteuren wird der Pressekodex seit einiger Zeit diskutiert.

  10. Kidnapping im Krisengebiet: Wie sich Medien zu Komplizen der „Entführungsindustrie“ machen

    Berufsrisiko Krisengebiete: Insgesamt blieben Ende 2015 mehr als 50 Journalisten nach Entführungen vermisst. Vor allem in Staaten wie Syrien, Libyen oder dem Irak leben und reisen Reporter gefährlich. Geiselnahmen – auch von Zivilisten – stellen nicht nur Diplomaten und Unterhändler vor schwierige Fragen, sondern auch Redaktionen. Wie sollen Medien mit Informationen über Kidnapping umgehen?