1. „Tragödienjournalismus außer Rand und Band“: Medienethikerin über den Fall Rebecca und Reporter im Jagdfieber

    Das Verschwinden der 15-jährigen Rebecca berührt Millionen Menschen. Doch die Berichterstattung nimmt immer fragwürdigere Züge an. Auffällig ist auch das Verhalten von Rebeccas Familie, die sich gegenüber der Presse irritierend auskunftsfreudig zeigt. Medienethikerin Marlis Prinzing wirft Redaktionen jetzt vor, einen „emotionalen Ausnahmezustand als Freibrief und als Einfallstor“ zu nutzen.

  2. "Gauland auf Hitlers Spuren": Gastbeitrag des AfD-Politikers in der FAZ sorgt für weitere Kritik und Diskussionen

    Die Veröffentlichung eines Gastbeitrages von Alexander Gauland in der FAZ sorgt weiter für Kritik. Historiker kritisieren im Tagesspiegel Parallelen zwischen dem Beitrag des AfD-Chefs und einer Hitler-Rede von 1933. Auch das Internationale Auschwitz Komittee verurteilt den Beitrag. Unterdessen weisen Leser darauf hin, dass der Tagesspiegel 2016 selbst schon einen ähnlichen Text veröffentlicht hat.

  3. Aufregung nach Gauland-Gastbeitrag in der FAZ: Wie soll der Journalismus mit Populisten umgehen?

    Obwohl Gastbeiträge von NGO-Vertretern, Wirtschaftslenkern und Politikern in den Medien keine Seltenheit sind, hat ein in der FAZ publizierter Meinungsartikel über die Entstehung und Definition von Populismus für Diskussionen und Protest gesorgt. Autor war niemand anderes als Alexander Gauland, Parteivorsitzender der AfD. Ist das ein Ausdruck von Debattenkultur oder „kaum noch Journalismus“?

  4. DJV-Chef Frank Überall hinterfragt Änderung zur Herkunftsnennung und hält alte Richtlinie für präziser

    Nach langen Diskussionen hat der Deutsche Presserat die Richtlinie zur Herkunftsnennung im Pressekodex 2017 geändert. Am 22. März jährt sich die Neuformulierung zum ersten Mal. Frank Überall, Vorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV), fand den alten Ansatz besser. Denn die neue Richtlinie sorge für mehr Verunsicherung, sagt er im Gespräch.

  5. Nach Diskussion um DSDS-Kandidat: RTL steht zu seiner Entscheidung und lässt Diego beim Recall antreten

    Kandidat Diego hat in der vergangenen Samstagsausgabe von „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) für eine bizarre Performance gesorgt. Was der Zuschauer zu dem Zeitpunkt nicht wusste: Der 25-Jährige leidet an einer psychischen Erkrankung, was seinen Auftritt aus medienethischer brisant macht. RTL versicherte nun, dass Diego trotz Kritik beim Recall im März starten werde.

  6. DSDS-Kandidat Diego sorgt für Diskussionen: "Ein psychisch kranker Mensch wird richtiggehend ausgestellt"

    Der Auftritt des Kandidaten Diego in der neuen Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) wirkte bizarr. Er sei der Sohn von US-Rapper Tupac Shakur, von der Mafia entführt und nach Deutschland verschleppt worden. „Wir brauchen so verrückte Typen“, sagte Jury-Mitglied Dieter Bohlen nach dem Auftritt. Was der Zuschauer nicht im TV erfuhr: Diego ist in psychiatrischer Behandlung. Aus medienethischer Sicht ein kritischer Fall.

  7. Stylingtipps für Ehemann und FDP-Chef Christian Lindner: Presserat "missbilligt" Die Welt und ihre Vize-Chefredakteurin

    Der Beitrag war ohnehin ein eigenartiger und wurde in den sozialen Medien stark diskutiert: Im Bundestagswahlkampf gab Dagmar Rosenfeld, stellvertretende Chefredakteurin der Welt, den Spitzenpolitikern der kleinen Parteien „Stylingtipps“. Darunter auch FDP-Chef Christian Lindner – Rosenfelds Ehemann. Der Presserat hat deshalb der Springer-Zeitung und Autorin Rosenfeld eine Missbilligung erteilt.

  8. Presserat lehnt Beschwerden ab: Spiegel-Cover mit Trump als Henker von der Meinungsfreiheit gedeckt

    Keine Rüge, keine Mahnung: Das Spiegel-Titelbild mit US-Präsident Donald Trump in Henkerpose verstößt nicht gegen den Pressekodex. „Die Karikatur ist zwar provokant, aber ein zulässiger Beitrag im Rahmen der politischen Berichterstattung, der von der Meinungsfreiheit gedeckt ist“, teilte der Deutsche Presserat mit. Als unbegründet wies der Rat auch eine Beschwerde gegen Charlie Hebdo zurück.

  9. Diskriminierungsrichtlinie zur Täterherkunft: Presserat überarbeitet viel diskutierten Kodex-Paragrafen 12.1

    Der Deutsche Presserat hat die viel diskutierte Richtlinie 12.1 zum Diskriminierungsschutz nach Straftaten überarbeitet. In der Paragrafennovelle des Pressekodex‘ wird nun die „eigenständige Verantwortung der Redaktionen“ bei der Nennung der Täterherkunft „bekräftigt“, heißt es. Das Gremium lehnte im vergangenen Jahr die von Kritikern geforderte Streichung der Richtlinie ab.

  10. Bericht über „Alkoholrückfall“: Jenny Elvers fordert 30.000 Euro Geldentschädigung vom OK! Magazin

    Im Jahr 2013 berichtete das OK! Magazin über einen „Alkoholrückfall“ von Jenny Elvers. Eine Reporterin will sie auf einer Veranstaltung betrunken erlebt haben. Der Bericht beschäftigt nun das Landgericht Köln. Dort verlangt Elvers 30.000 Euro Schmerzensgeld. Gelöschte Tonaufzeichnungen, widersprüchliche Aussagen: Der Prozess ist ein Lehrstück über die fragwürdigen Methoden der Klatsch-Presse.