1. „Das beste Marketing für eine Zeitung ist, wenn sie nicht stirbt“: die Münchner AZ und ihr unverhoffter Retter Martin Balle

    Als Martin Balle 2014 die Münchner Abendzeitung übernahm, fürchteten Mitarbeiter den neuen Eigentümer fast genauso sehr wie die Insolvenz. Der konservative Provinzverleger (Straubinger Tagblatt) werde dem Traditionstitel Werte und Ideale kosten, glaubte man. Drei Jahre später gibt es die Abendzeitung immer noch, genauso wie Leser und Kunden. Für Balle war die Übernahme nicht nur ein günstiger Deal – sie war die Chance zur Emanzipation vom Familienerbe.

  2. Medientage: Algorithmus schlägt Redaktion? Da braucht AZ-Verleger Balle erstmal einen Whisky

    Bei den Medientagen München hat Abendzeitung-Verleger Martin Balle angekündigt, die auf ein Jahr befristeten Verträge seiner 40 Mitarbeiter in unbefristete Beschäftigungsverhältnisse umzuwandeln. „Es geht uns mehr als gut“, sagte der Verleger des Straubinger Tagblatts. Das Panel zur „Qualität in digitalen Zeiten“ langweilte den Professor dann aber. Es sei zu viel über Technik gesprochen worden und zu wenig über „echte Beziehungen“. Er müsse zur Gegentherapie jetzt erstmal einen Whisky trinken, kündigte Balle an.

  3. Abendzeitung-Käufer Balle verkündet schwarze Zahlen nach Neustart

    Drei Monate nach dem Neustart verkündet der Verleger der Abendzeitung München: wir schreiben schwarze Zahlen mit dem Blatt! Die Abendzeitung ging im März in ein Insolvenzverfahren, zu hoch waren die Verluste, die sich Monat für Monat anhäuften. Regionalzeitungsverleger Balle übernahm – und drückte die Kosten. Am Dienstag freute sich Balle, die Zweifler widerlegt zu haben.

  4. Abendzeitung München titelt vor Neustart: „Morgen geht’s endlich los“

    Die Abendzeitung München befindet sich publizistisch gesehen am 1. Juli in einem Art Niemandsland. Die alte, vom Verleger Friedmann aufgegebene Abendzeitung gibt es nicht mehr, die neue Abendzeitung von Verleger Martin Balle erscheint erstmals am 2. Juli. Am 1. Juli titelt das Blatt darum: „Morgen geht’s endlich los!“

  5. Abendzeitung setzt auf Stadtteil-Storys, Ex-Chef Mattes wird Berater

    Kurz vor dem Stichtag 1. Juli nimmt das Konzept für die Abendzeitung München Formen an. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, werden zunächst nicht 25, sondern 30 und bis Jahresende 35 Mitarbeiter weiterbeschäftigt. Schwerpunkt: Stadtteil-Berichterstattung. Der neue Verleger Martin Balle holt als Berater den ehemaligen AZ-Chef Christoph Mattes.

  6. „Konservativer Einheitsbrei“ – BJV kritisiert Abendzeitung-Übernahme

    Der Bayerische Journalisten Verband (BJV) hat den Kauf der insolventen Münchner Abendzeitung durch den niederbayerischen Verleger Martin Balle scharf kritisiert. Die Rettung der Abendzeitung werde auf dem Rücken der Mitarbeiter ausgetragen. Außerdem drohe den Lesern der Abendzeitung nun „konservativer Einheitsbrei statt frechem und links-liberalen Boulevard-Journalismus“.

  7. Straubinger Verleger Balle übernimmt die Münchner Abendzeitung

    Die Zukunft der Münchner Abendzeitung sieht etwas klarer aus. Die Mediengruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung wird mit Wirkung zum 1. Juli die Abendzeitung samt Online-Angebot übernehmen. Als Gesellschafter beteiligt sich außerdem der Münchner Anwalt und Unternehmer Dietrich von Boetticher. Es werden aber nur 25 Mitarbeiter der AZ übernommen.

  8. Bayerischer Verleger Balle: Rettet er die Abendzeitung München?

    Die von der Insolvenz bedrohte Abendzeitung München könnte vorerst gerettet sein. Die Zeitungsgruppe Straubinger Tagblatt der Verlegerfamilie Balle will offenbar das Blatt übernehmen. Vor genau drei Monaten hatte der Verleger Johannes Friedmann Insolvenz wegen drohender Zahlungsunfähigkeit angemeldet.