1. Pressestimmen zum Putschversuch in der Türkei: „Dieser Anschlag hat Erdoğans Macht nur gestärkt“

    Mindestens 265 Tote, Massenverhaftungen, die Absetzung zahlloser Richter: Der gescheiterte Putschversuch in der Türkei hat seine Spuren hinterlassen. Am Abend des 15. Juli haben Teile des türkischen Militärs versucht, die Macht in der Türkei zu übernehmen – die Regierung unter Staatspräsident Erdoğan reagierte darauf scharf und holte prompt zum Gegenschlag aus. Wohin entwickelt sich die Türkei nach dem Putschversuch? Baut Erdoğan seine Macht weiter aus? MEEDIA gibt einen Überblick der Pressestimmen.

  2. Die Welt geht gegen den Trend und schafft Sperrstunde für Leserkommentare ab

    Zivilisierte Diskussionen unter Online-Artikeln sind eine wahre Seltenheit geworden. Viele Redaktionen brechen unter der Last von Hass- und Trollkommentaren zusammen, haben Kommentarfunktionen durch nächtliche Sperrstunden eingeschränkt oder die Kommentare unter manchen Artikeln sogar komplett abgeschafft. Die Welt wagt nun den Schritt gegen den Trend.

  3. Überlastung als Normalzustand – die Probleme von tagesschau.de mit den Leser-Kommentaren

    Das Management von Leser-Kommentaren im Internet stellt Medien vor große Herausforderung. Diese Herausforderungen werden angesichts emotional diskutierter Themen wie aktuell der Flüchtlingskrise eher größer als kleiner. Bei tagesschau.de bekennt man mittlerweile, mit der Anzahl an Kommentaren oftmals überlastet zu sein. Dabei handhabt die Redaktion der Nachrichtensendung Leser-Kommentare ohnehin schon sehr restriktiv.

  4. Von Wutbürgern und Gutmenschen – warum Politik und Medien mit der Hass-Kultur ganz gut leben können

    Der “Tagesthemen”-Kommentar von Anja Reschke und die Äußerungen von Til Schweiger bei Facebook haben im Netz eine Flut an Kommentaren nach sich gezogen. Dabei gibt es einerseits viel Beifall für die “klaren Worte” der öffentlichen Personen, die sich für die Belange von Flüchtlingen einsetzten. Andererseits bricht der Hass auf das Fremde hervor. Zwischentöne finden kaum noch Gehör. Das ist ein Problem – für die Politik, die Gesellschaft und die Medien.

  5. Tagesspiegel führt Sperrstunde für Leserkommentare ein

    Der Umgang von Medien mit Leserkommentaren ist ein Dauerbrenner. Vor einiger Zeit reformierte SZ.de die Kommentar-Sektion, indem die freie Diskussion in soziale Medien, vor allem Facebook, ausgelagert wurde. Einen solch radikalen Schritt macht der Tagesspiegel nun nicht. Allerdings kündigt die Berliner Zeitung an, künftig keine Kommentare rund um die Uhr mehr zuzulassen.

  6. Automatisches Löschen: Kommt bald der Anti-Troll-Algorithmus?

    Können Internet-Trolle durch einen Algorithmus erkannt werden? Wenn es nach Forschern der Universität Stanford geht: Ja. Sie haben mehr als 10.000 gesperrte Kommentar-Accounts untersucht und analysiert, was diese gemeinsam haben. So könnten Troll-Accounts automatisch entdeckt und gesperrt werden.

  7. „Nicht an Facebook delegieren“ – die Debatte über den Leserdialog bei Süddeutsche.de und Zeit.de

    Die Branche sucht nach einem sinnvollen Umgang mit Leser-Kommentaren. Süddeutsche.de kündigte diese Woche an, den Dialog mit den Lesern grundlegend zu ändern. MEEDIA hat mit SZ.de-Chef Stefan Plöchinger über die genauen Pläne gesprochen sowie mit Jochen Wegner, Chefredakteur Zeit Online, der den Änderungen zum Teil skeptisch gegenüber steht. Diese Form des Leserdialogs würde die freie Rede einschränken, meint Wegner.

  8. Der Internet-Troll – das (nicht mehr ganz so) unbekannte Wesen

    Kanadische Wissenschaftler der Universität von Manitoba haben unter dem Titel “Trolls just want to have fun” eine Studie zum Wesen des Internet-Trolls veröffentlicht. Dabei kam heraus, dass Internet-Trolle oft eine sadistische und psychopathische Persönlichkeitsstruktur besitzen.

  9. Die Mühe der Medien mit der Kommentar-Kultur

    In Leserkommentaren und Internetartikeln wird nicht selten verleumdet, diffamiert, beleidigt. Deshalb will der Deutsche Presserat nun Regeln für Leserbeiträge in deutschen Internetmedien einführen. Leserkommentare und Forenbeiträge sollen danach so behandelt werden wie Leserbriefe. Immer wieder waren Kommentare auf Nachrichtenseiten in der Vergangenheit ein Thema. Ein Knackpunkt ist die Anonymität von Krawallmachern.