1. „Schlag ins Gesicht der freien Presse“: Verlegerverbände wettern gegen offenen LSR-Brief von Dorothee Bär und Thomas Jarzombek

    Der Bundesverband deutscher Zeitungsverleger und der Verband deutscher Zeitschriftenverleger haben Dorothee Bär und Thomas Jarzombek harsch kritisiert. Hintergrund ist ein Appell Bärs und Jarzombeks an das EU-Parlament, das sie auffordern, gegen das Leitungsschutzrecht zu stimmen, da es nicht im Koalitionsvertrag befürwortet würde. Nach Ansicht von BDZV und VDZ entspricht das nicht der Wahrheit.

  2. "Wollen Erhalt des Ökosystems sicherstellen": dpa-Chef Peter Kropsch über Forderungen gegenüber Google und Facebook

    Neun europäische Nachrichtenagenturen, darunter die Deutsche Presse-Agentur (dpa), schalten sich in die Debatte um geforderte Leistungszahlungen von Facebook und Google an Medienunternehmen ein – auch die Dienstleister fürchten um ihr Geschäftsmodell und drängen darauf, die Internet-Giganten in die Pflicht zu nehmen. „Wir wollen, dass der Erhalt des Ökosystems sichergestellt wird“, erklärt dpa-Geschäftsführer Peter Kropsch im Interview.

  3. Nachrichtenagenturen fordern Geld von Facebook und Google: "Sie haben keine Journalisten in Syrien"

    Agentur-Allianz gegen Facebook und Google: Neun europäische Nachrichtenagenturen, darunter die Deutsche Presse Agentur (dpa), fordern die Internetunternehmen gemeinsam dazu auf, Geld zu zahlen. In der französischen Tageszeitung Le Monde argumentieren die Medienunternehmen damit, dass sich Facebook und Google an ihren Inhalten bereichere. Die Agenturen schließen sich damit europäischen Verlegern im Kampf um das Leistungsschutzrecht an.

  4. BDZV-Präsi Mathias Döpfner und seine fatale Google-Abhängigkeit

    Springer-Chef und BDZV-Präsident Mathias Döpfner erklärte diese Woche, dass die Zeitungsverlage komplett von Google abhängig seien. Erstaunlich. Sein ehemaliger Angestellter K. Diekmann fährt derweil mit Uber in Nigeria herum. Spiegel Daily hat eine Medienkolumnistin, die früher auch mal Freches über den Spiegel schrieb und der Stern hat ein nettes Cover zum Thema Merkel-Schulz.

  5. Streit um Leistungsschutzrecht geht vor den Europäischen Gerichtshof – wegen der Notifizierungspflicht

    Das Berliner Landgericht hat den nicht enden wollenden Streit um das deutsche Leistungsschutzrecht an den EU-Gerichtshof verwiesen. Der soll klären, ob das umstrittene Gesetz bei der EU notifizierungspflichtig gewesen wäre. Wäre dies der Fall, wäre das Gesetz nicht anwendbar. Eine Entscheidung darüber, ob Google den in der Vg Media vertretenen Verlagen Schadensersatz zahlen muss ist, wurde nicht getroffen.

  6. Neuer Streit um Urheberrecht für Verlage: Berichterstatterin des EU-Parlaments lehnt Leistungsschutzrecht ab

    Das Leistungsschutzrecht für Presseverlage hat auf europäischer Ebene offenbar nicht mehr so gute Chancen, wie unter dem ehemaligen Digitalkommissar Günther Oettinger anzunehmen war. Die Berichterstatterin des Parlaments, Therese Comodini Cachia, lehnt die Reform ab. Sie will den Unternehmen aber anderweitig entgegenkommen.

  7. „Google wird so selbst zum Content-Anbieter“: Fotografen-Verbände kritisieren neue Bildersuche

    In einem offenen Brief an Google Germany kritisieren neun Verbände aus dem Bildbereich die Verletzung von Interessen und Rechten von Fotografen, Bildagenturen, Illustratoren und Grafikern durch die neue Google Bildersuche. Hintergrund ist neue Aufbereitung der Trefferlisten bei Google. Die Suchergebnisse werden nun bei Klick auf das Vorschaubild gleich im Vollformat ohne Urhebervermerk angezeigt.

  8. VG Media vs Google: Gericht kritisiert Leistungsschutzrecht als „sehr schlecht gemachtes Gesetz“

    Vor dem Landgericht Berlin wurde am Dienstag das deutsche Leistungsungsschutzrecht (LSR) für Verlage verhandelt. Die VG Media, in der diverse Verlage organisiert sind, die sich vom LSR Einnahmen erhoffen, verklagt Google vor Gericht auf Schadensersatz und die Offenlegung von Umsätzen in Deutschland. In der Verhandlung ging es nun zunächst darum, ob die Suchergebnisse von Google überhaupt unter das LSR fallen. Das Gericht übte scharfe Kritik am Gesetz.

  9. LSR: Yahoo scheitert mit Verfassungsklage gegen Leistungsschutzrecht

    Presseverleger dürfen seit 2013 Geld verlangen, wenn Suchmaschinen ihre Artikel ausschnittsweise im Internet verbreiten. Die Details sind allerdings unklar. Das sieht auch das Verfassungsgericht so. Yahoo muss in der Sache aber zunächst die Fachgerichte bemühen.

  10. Wieso Google Geld für Musikvideos in die Hand nimmt, Verlage aber weiter leer ausgehen

    Die Gema hat nach jahrelangen Auseinandersetzungen eines ihrer wichtigsten Ziele durchgesetzt: Sie bekommt Geld von YouTube bzw. Google. Auch wenn unklar ist, wie viel Geld fließen wird, ist die Meldung an sich ein sensationeller Erfolg, auf den vor allem Verlagsmanager neidisch blicken dürften. Auch sie wollen Geld vom US-Konzern. Der Durchbruch im Gema-Fall ist aber kein Grund für Optimismus.